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KFZ Vollkasko im Trennungsjahr

30.08.2019 17:39 |
Preis: 70,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,
meine in Trennung lebende Ehefrau hat mit unserem gemeinsamen Auto einen Unfall gehabt. Sie hat sich unerlaubt vom Unfall Ort entfernt. Das Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt und als Ordnungswidrigkeit an die Gemeinde übergeben. Nun erhalte ich von unserer Versicherung vor Reparatur Freigabe (Vollkasko Versicherung), folgende Fragen:

Wer hat das Fahrzeug gekauft und bezahlt?

Wer bezahlt die Laufenden Kosten?

War meine Frau in der Nutzung frei oder wurden die jeweiligen Fahrten abgestimmt?

Besitzt meine Frau und ich jeweils einen eigenen Schlüssel?

Für mich Stellt sich erst mal die Frage, wieso werden diese Fragen von der Versicherung an mich gestellt und auf was will die Versicherung hinaus?
Was kann hier schadhaft sein.
Die Versicherung läuft auf mich






Einsatz editiert am 30.08.2019 18:34:51

Sehr geehrter Ratsuchender,


wenn eine andere Person mit Ihrem Auto Fahrerflucht (= unerlaubtes Entfernen vom Unfallort) begangen hat, übernimmt Ihr Versicherer zwar erst einmal den Schaden, da die Versicherung immer für ein bestimmtes Fahrzeug abgeschlossen wird.

Ihr Versicherer kann und wird sich aber später die Kosten vom Täter (=getrennt lebende Ehefrau) zurückfordern, da diese dann nach Teilen der Rechtsprechung als "andere Person" gewertet wird.


Sollten Sie oder eine berechtigte Personen (was Ihre Frau dann eben nach dem anderen Teil der Rechtsprechung wäre, wennsSie eigene Schlüssel und die Befugnis auch im Falle der Trennung hatte) die Fahrerflucht begangen haben, wäre der Versicherer in der Regel sowieso von der Leistung befreit, da es eine Obliegenheitsverletzung darstellun.


Der Versicherer wird also in Erfahrung bringen wollen, ob er a) von der Leistung befreit ist oder b) gegen wen er im Leistungsfall einen Regress fordern kann.


Ihnen bleibt aber sowie nichts anderes übrig, als die Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten, da unrichtige Angaben nicht nur eine Obliegenheitsverletzung von Ihren wäre, sondern auch eine Straftat darstellen kann.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 01.09.2019 | 10:33

Guten Tag, ist hier noch eine Obliegenheitsverletzung im Raum, das Verfahren wurde ja wie geschrieben eingestellt und gem. Paragraph 43 OWIG an die Verwaltungsbehörde abgegeben

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.09.2019 | 11:08

Sehr geehrter Ratsuchender,


es wird ganz wesentlich auf den Ausgang des Verfahrens ankommen, denn auch im OWiG-Verfahren kann dann die Grundlage für eine Obliegenheitsverletzung begründet werden.


Aber unabhängig davon sind SIE als VN verpflichtet, die Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

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