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KFZ Vollkasko Versicherung - Totalschaden

07.08.2011 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Krause


Sehr geehrte Damen und Herren,

nach einem von mir verursachten Unfall möchte ich meine Vollkasko Versicherung in Anspruch nehmen.
Der Sachverständige der Versicherung hat die Raparaturkosten auf 5.000€ ermittelt. (Der Gutacher hat dabei alle "Register" gezogen und auch Posten aufgeführt, welche nicht unbedingt defekt sind).
Das Fahrzeug hat laut liste einen Wiederbeschaffungswert von 3.000€. Abzüglich des Restwertes von 1.500€ möchte die Versicherung nun 1.500€ ausbezahlen.
Ich habe jedoch eine befreundete freie Werkstatt, welche den Schaden für 3.000€ beheben kann.
Den Wagen möchte ich gerne behalten.
Kann ich den Wagen für 3.000€ reparieren lassen und diese Reparaturkosten von 3.000€ von der Versicherung verlangen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten möchte:

Grundsätzlich kann der Geschädigte laut BGH Urteil vom Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten möchte:

Grundsätzlich kann der Geschädigte laut BGH Urteil vom 07.06.2005 (VI ZR 192/04) von der eintrittspflichtigen Versicherung die Erstattung der Reparaturkosten nur verlangen, wenn die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes nicht übersteigen. Grund hierfür ist, dass sich der Geschädigte am Verkehrsunfall nicht bereichert werden soll. Ausgehend von diesem Grundsatz wäre somit der Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes die Summe, die verlangt werden könnte.
Dieser Grundsatz gilt jedoch nach BGH Urteil vom 23.05.2006 (VI ZR 192/05 ) dann nicht, wenn der Geschädigte nachweisen kann, dass er das Fahrzeug innerhalb der folgenden 6 Monate nach dem Schadensereignis nicht veräußert hat, denn dann wird zugunsten des Geschädigten vermutet, dass kein Bereicherungsinteresse sondern ein ernsthaftes Interesse an der Weiternutzung besteht. In diesem Fall besteht (nach Abwarten der 6 Monatsfrist) dann ein Anspruch auf Auszahlung der Reparaturkosten in max. Höhe des Wiederbeschaffungswertes (jedoch abzüglich der Mehrwertsteuer) ohne dass hiervon der Restwert in Abzug gebracht werden darf. Ob das KFZ tatsächlich repariert wird oder nicht, spielt dann keine Rolle. Wird es aber tatsächlich fachgerecht von einer Werkstatt repariert und die Reparatur durch Vorlage der Reparaturrechnung nachgewiesen, kann die Reparaturrechnung den Wiederbeschaffungswert dagegen sogar um max. 30 % übersteigen und muss von der Versicherung (nach der 6 Monatsfrist) voll übernommen werden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen eine erste Orientierung bieten und stehe Ihnen für eine persönliche Rechtsberatung gerne zur Verfügung. Sollten noch Unklarheiten im Hinblick auf Ihre Frage bestehen, bitte ich Sie, von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch zu machen.

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Ich möchte abschießend darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine vollständige und persönliche Rechtsberatung kann hierdurch nicht ersetzen werden.
Auch führt das Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen unter Umständen zu einer völlig anderen rechtliche Beurteilung.

Thomas Krause, LL.M.
Rechtsanwalt

www.ra-krause-kiel.de von der eintrittspflichtigen Versicherung die Erstattung der Reparaturkosten nur verlangen, wenn die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes nicht übersteigen. Grund hierfür ist, dass sich der Geschädigte am Verkehrsunfall nicht bereichert werden soll. Ausgehend von diesem Grundsatz wäre somit der Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes die Summe, die verlangt werden könnte.
Dieser Grundsatz gilt jedoch nach BGH Urteil vom 23.05.2006 (VI ZR 192/05 ) dann nicht, wenn der Geschädigte nachweisen kann, dass er das Fahrzeug innerhalb der folgenden 6 Monate nach dem Schadensereignis nicht veräußert hat, denn dann wird zugunsten des Geschädigten vermutet, dass kein Bereicherungsinteresse sondern ein ernsthaftes Interesse des Geschädigten an der Weiternutzung besteht. In diesem Fall (nach Abwarten der 6 Monatsfrist) besteht dann ein Anspruch auf Auszahlung der Reparaturkosten in max. Höhe des Wiederbeschaffungswertes (jedoch abzüglich der Mehrwertsteuer) ohne dass hiervon der Restwert in Abzug gebracht werden darf. Ob das KFZ tatsächlich repariert wird oder nicht, spielt dann keine Rolle. Wird es aber tatsächlich fachgerecht von einer Werkstatt repariert und die Reparatur durch Vorlage der Reparaturrechnung nachgewiesen, kann die Reparaturrechnung den Wiederbeschaffungswert dagegen sogar um max. 30 % übersteigen und muss von der Versicherung (nach der 6 Monatsfrist) voll übernommen werden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen eine erste Orientierung bieten und stehe Ihnen für eine persönliche Rechtsberatung gerne zur Verfügung. Sollten noch Unklarheiten im Hinblick auf Ihre Frage bestehen, bitte ich Sie, von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch zu machen.

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Ich möchte abschießend darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine vollständige und persönliche Rechtsberatung kann hierdurch nicht ersetzen werden.
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Thomas Krause, LL.M.
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www.ra-krause-kiel.de

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