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KFZ-Versicherung - Zweitwagen

28.02.2011 17:28 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 18.08. vergangenen Jahres habe ich ein zweites Auto gekauft und wollte dieses als Zweitwagen versichern. Dies war schwierig. Ich habe es dann bei der HUK24 angemeldet aber übersehen, dass diese dann meinen Rabatt vom ersten Auto –bei Europa versichert- wegnehmen. Dies führte dazu, dass die Europa dann 120% Versicherungsprämie forderte, eine Nachzahlung in Höhe von ca. 220€. Die ursprüngliche Prämie zahlte ich komplett zu Jahresanfang. Ich verlangte nun schriftlich und per Einschreiben von der Europa den Vertrag wieder zu den alten Konditionen laufen zu lassen. Dazu bräuchte ich die HUK24, nur diese wären zu einer Rückabwicklung in der Lage. Ich zahlte nicht und die Europa kündigte zum 24.10. meinen Vertrag, wie ich später erfuhr erlosch der Versicherungsschutz am 2.11. Im Januar tauchte dann die Polizei bei mir auf und entstempelte das Kennzeichen. Nun fordert Europa von mir, dass ich bis 30.12.2010 den Vertrag bezahlen soll, insgesamt besagte 220€.
Dies will ich nicht, da ich ja auch keinen Versicherungsschutz mehr hatte. Zudem bin ich nach wie vor der Meinung, dass die Europa meinen Vertrag zu den alten Konditionen hätte weiterführen müssen. Die HUK24 verwies mich nämlich ebenfalls an die Europa, wenn ich den Versicherungsvertrag für den Zweitwagen wieder ändern wolle. Tatsächlich habe ich die Versicherung der HUK24 nie bezahlt und „meinen" Rabatt nie in Anspruch genommen. Nimmt man es ganz genau, müsste nach meinem Rechtsempfinden die Europa ab dem Erlöschen des Versicherungsschutzes mir anteilig meine alte Jahresprämie zurückzahlen. Dies ist aber nicht mein Bestreben.
Muss ich zahlen?
28.02.2011 | 22:35

Antwort

von


(106)
Anwandener Straße 43
90431 Nürnberg
Tel: 0911 25395207
Web: http://www.Gabriele-Koch.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Wenn Sie einen Wagen zulassen, dabei Ihre bisherige Versicherung angeben und nicht ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich um einen Zweitwagen handelt, fragt der neue Versicherer beim alten Versicherer die schadensfreien Jahre nach und stuft das neue Fahrzeug entsprechend Ihrem Schadensfreiheitrabatt ein. Dies hat zur Folge, dass der vorherige Versicherer das bisherige Fahrzeug entweder gleich oder spätestens nach Ablauf einer relativ kurzen Übergangsfrist als Zweitwagen einstuft, was naturgemäß zu einer höheren Versicherungsprämie und damit zur Nachzahlung führt. Dies ist grundsätzlich auch korrekt, weil die meisten Versicherer den günstigen Rabatt nur für einen Wagen anbieten und nicht für zwei. Zu diskutieren wäre alleine, welches der beiden Fahrzeuge das Erstfahrzeug mit dem günstigen Rabatt sein sollte und welches das versicherungstechnisch teurere Zweitfahrzeug. Dies wäre durch Kommunikation mit beiden Versicherern, die Sie aber scheinbar nicht geführt haben, sicherlich auch anders herum lösbar gewesen, allerdings immer mit der Folge, dass für eins der beiden Fahrzeuge die erhöhte Versicherungsprämie von ca. 120 % zu zahlen wäre. Die Nachforderung der Europa aufgrund der Prämienerhöhung ist daher dem Grunde nach berechtigt.

Auch wenn der Vertrag aufgrund des Zahlungsverzuges durch die Versicherung gekündigt wurde und der Versicherungsschutz endete, ist der Kfz-Versicherer gem. § 117 VVG Dritten gegenüber noch einem Monat lang zur Leistung verpflichtet. Die Monatsfrist beginnt nachdem der Versicherer der zuständigen Stelle die Beendigung des Versicherungsverhältnisses angezeigt hat. Solange diese Nachhaftung läuft, besteht nach den Versicherungsbedingungen auch eine Verpflichtung zur Zahlung der Versicherungsprämie. Sie werden den Betrag daher bezahlen müssen.

Ich bedaure, Ihnen keine positivere Antwort geben zu können, hoffe aber, Ihnen einen Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin

Bitte beachten Sie, dass diese Antwort nur eine erste Einschätzung ist, die ausschließlich auf den von Ihnen gegebenen Informationen beruht und eine umfassende juristische Beratung nicht ersetzten kann. Jede noch so kleine Änderung des Sachverhalts kann zu einer vollkommen anderen rechtlichen Beurteilung führen.


ANTWORT VON

(106)

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