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KFZ-Versicherung - Wie kann ich der Versicherung beikommen, mit der BaFin oder was ist der beste und

| 02.01.2013 18:12 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

übers Internet habe ich vor 2 Jahren eine günstige KFZ-Versicherung bei der Deutschen Internet Versicherung AG abgeschlossen. Ich fahre eigentlich nahezu das letzte Jahrzehnt schadenfrei.

Im September 2012 kam es zu einem minimalen Auffahrunfall ohne Schaden, jedoch wurde von der gegnerischen Leasinggesellschaft ein Schaden in Höhe von 600,00 Euro gemeldet, mit RA-Kosten knapp 1.000,00 Euro.

Nach unserer Sachverhaltsdarstellung, wurde die Regulierung des gegnerischen Schadens Anfang November 2012 abgelehnt. Trotzdem wurde ich hochgestuft und mein Vers-beitrag stieg von etwas über 200,00 Euro auf jetzt fast 600,00 Euro

In diesem seriösen Unternehmen werden des öfteren Telefone komplett abgeschaltet (im ganzen Haus) und auf das Internet verwiesen.

Seither versuche ich (natürlich mit dem Ziel einer Rückstufung auf meinen ursprünglichen Beitrag) der Gesellschaft anzurufen, emails zu schreiben usw. usw. verbunden mit der Frage nach dem jetzigen oder endgültigen Stand der Dinge.

Ich hätte gute Lust den jetzt gerade abgebuchten Jahresbeitrag zurückbuchen zu lassen, denn dann würden sich diese Herrschaften sicherlich zeitnah melden.

Wie kann ich der Versicherung beikommen, mit der BaFin oder was ist der beste und effektivste Weg?

2.Frage: Das eine Versicherung Rücklagen bildet bei ausstehenden Schäden ist mir klar, wie viele Jahre soll dies denn aber realistischer Weise andauern, dieser Einbehalt des höheren Jahresbeitrages?

Vielen Dank für Ihre Hilfe


P.S. Als Tipp für alle Leser: lieber 30,00 Euro mehr bezahlen und einen gescheiten Ansprechpartner bei der Versicherung haben!

Sehr geehrter Ratsuchender,

besten Dank für die Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes gerne wie folgt beantworten möchte.

1.Wie kann ich der Versicherung beikommen, mit der BaFin oder was ist der beste und effektivste Weg?

Wenn ich Ihre Sachverhaltsschilderung richtig verstehe, möchten Sie Ihren Schadensfreiheitsrabbatt retten. Dies ist durchaus möglich, wenn Sie den Schaden selber regulieren. Dies müssten Sie dem Versicherer anzeigen.

Tun Sie dies bitte schriftlich per Fax und einmal per Einschreiben Rückschein und setzen Sie eine Frist von 14 Tagen.

Danach sollten Sie einen Anwalt beauftragen, Ihre Rechte zu wahren.

2. Das eine Versicherung Rücklagen bildet bei ausstehenden Schäden ist mir klar, wie viele Jahre soll dies denn aber realistischer Weise andauern, dieser Einbehalt des höheren Jahresbeitrages?

Es wird ja nicht nur ein höherer Jahresbeitrag einbehalten, Sie haben einen Höherstufungsschaden und nach Ihrer Schilderung ist nicht davon auszugehen, dass der Versicherer Sie zurück stuft. Es wird daher auch keine Rücklage ausgebildet.

Da Sie eine Rückstufung wünschen, ist der Differenzbetrag nach Fälligstellung zur Rückzahlung an zu weisen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben haben zu können.

Bitte bedenken Sie, dass meine Einschätzung ausschließlich auf Ihren Angaben beruht.

Nachfrage vom Fragesteller 02.01.2013 | 21:23

Guten Abend,

ich glaube Sie haben meine Frage falsch verstanden.

Ich möchte den Schaden nicht zahlen, da die Versicherung bereits selbst eine REGULIERUNG ABGELEHNT hat gegenüber dem Anspruchsteller, sprich dem Unfallgegner.

Die Versicherung hat mir geschrieben Zit.: "Wir haben die Regulierung nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung erst einmal abgelehnt"

Das ist meine einzige Info von Anfang November 2011. Trotz dieser Ablehnung wurde ich wie erwähnt höhergestuft. Ich möchte wissen wann diese Höherstufung zurückgenommen wird und ob sich der Unfallgegner mit der Ablehnung der Regulierung abgefunden hat.

Mein Problem: Seit Mitte November ist das Telefon des entsprechenden Regulierers sowie der gesamten Gesellschaft (ja das gibt es!)abgestellt und ich erhalte keine Antwort auf Emails. Das kann doch einfach nicht sein - wo leben wir denn!?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.01.2013 | 21:56

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie besten Dank für die Klarstellung.

Wenn keine Regulierung vorgenommen wurde, besteht kein Rechtsgrund, aufgrund dessen eine Höherstufung hätte vorgenommen werden dürfen.

Den Mehrbetrag können Sie gem. § 812 BGB bis zu drei Jahren nach dem Ende des Jahres zurückfordern, in dem er erhoben wurde, also verjährt 2011 erst 2014.

Wenn der Versicherer nicht auf Telefon oder Emails reagiert, so habe ich oben dargestellt, müssen Sie diesen zur Auskunft schriftlich auffordern.

Der Anspruch ergibt sich als Nebenpflicht des Versicherungsvertrages gem. § 241 Abs. 2 BGB.

Aufgrund der von Ihnen angesprochenen abgelehnten Regulierung seitens Ihres Versicherers ist die Regulierungssituation sicher noch ungewiss.

Möglicherweise ist noch mit einem Prozess zu rechnen.

In diesen Fällen dürfen Versicherer gem. AKB 2008 (Musterbedingungen) Rückstellungen bilden für solche ungewissen Ereignisse.

I.4.2.1 Ein schadenbelasteter Verlauf des Vertrags liegt vor, wenn Sie uns während eines Kalenderjahres
ein oder mehrere Schadenereignisse melden, für die wir Entschädigungen leisten
oder Rückstellungen bilden müssen. Hiervon ausgenommen sind die Fälle nach I.4.1.2.
I.4.2.2 Gilt der Vertrag trotz einer Schadenmeldung zunächst als schadenfrei, leisten wir jedoch in
einem folgenden Kalenderjahr Entschädigungen oder bilden Rückstellungen für diesen
Schaden, stufen wir Ihren Vertrag zum 1. Januar des dann folgenden Kalenderjahres zurück.

Sie sind also aufgrund der Schadenmeldung höher gestuft worden.

Sobald die Regulierung endgültig abgeschlossen worden ist und Sie kein Verschulden an dem Vorfall tragen und Sie auch keine Betriebsgefahr trifft, dann wird die Rückstellung aufgelöst, Ihr Schadesfreiheitsrabbatt runter gestuft und der Mehrbetrag erstattet.

Da Versicherer bei der Regulierung gerne mauern, sollten Sie wie vorgeschlagen zunächst schriftlich zur Auskunft auffordern und dann zur anwaltlichen Auskunftseinholung übergehen.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage nunmehr verstädlich beantwortet habe zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Grübnau-Rieken
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 02.01.2013 | 21:58

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