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KFZ Versicherer erhöht nach sechs Monaten die Versicherungsprämie rückwirkend...

21.04.2016 14:11 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa


Sehr geehrte Damen und Herren,
Ende 2014 schloss ich eine KFZ Versicherung über ein großes Vergleichsportal im Internet ab. Mein KFZ war zuvor mehrere Jahre bei meiner damaligen Lebensgefährtin versichert, die in diesem Zuge auch ihre Versicherung wechselte. Beim Abschluss der KFZ Versicherung auf meinem Namen teilte ich in dem besagten Portal die Vorversicherung anhand der Versicherungsnummer, sowie alle weiteren relevanten Daten mit.

Innerhalb kurzer Zeit bekam ich die Versicherungsbestätigung der neuen Versicherung, sowie die Einstufung in die SK Klasse der Versicherung meiner damaligen Lebensgefährtin.

Nun kam nach knapp sechs Monaten ein Schreiben der neuen Versicherung, dass man leider keine Vorversicherung meines KFZ feststellen konnte, mich somit rückwirkend in die höchste SF Klasse einstufe und ich den Betrag rückwirkend umgehend begleichen soll. Ich fragte bei der Vorversicherung an, ob ich eine Bestätigung der damaligen Versicherung bekommen könnte, jedoch teilte mir die Vorversicherung mit, dass die Daten nach sechs Monaten gelöscht werden, ich also kein Nachweis erhalten kann.

Ich reagierte umgehend mit einer fristlosen Kündigung des Versicherungsvertrages und widersprach der Beitragserhöhung. Die Versicherung beharrt nach wie vor auf den Betrag von nun knapp 800 €, zum einen für die Beitragserhöhung, sowie für das restliche Versicherungsjahr.
Nun zu meiner Frage, kann die Versicherung nach sechs Monaten rückwirkend die SF Klasse hochstufen und trotz meiner sofortigen Kündigung die Summe für das gesamte Beitragsjahr einfordern? Welche Möglichkeiten hab ich nun als Versicherungsnehmer?

Vielen Dank im Voraus
Sascha R.

Sehr geehrter Ratsuchender,

unter bestimmten Voraussetzungen ist es bei KFZ- Versicherungen möglich, die eigene Schadenfreiheitsklasse auf jemand Nahestehenden zu übertragen. Immer möglich ist die Übertragung auf die eigenen Kinder, den Ehepartner oder auf die Eltern. Viele Versicherer lassen aber auch die Lebensgefährtin oder den Lebensgefährten zu. Voraussetzung für einen Rabattübertrag ist häufig – aber nicht immer –, dass der Empfänger das Fahrzeug mit den zu übertragenden SF-Klassen regelmäßig gefahren hat. Weiter können von der Versicherung auch immer nur so viele schadenfreie Jahre weitergegeben werden, wie der Empfänger einen Führerschein hat.

Grundvoraussetzung für eine Übertragung der Schadensfreiheitsklasse ist allerdings, dass bei dem alten Versicherer der Antrag auf Übertragung der Schadensfreiheitsklasse gestellt wird.

Wird dieser Antrag nicht gestellt, wie im vorliegenden Fall offensichtlich leider geschehen, kann die Schadenfreiheitsklasse auch in dem neuen Vertrag mit dem neuen Versicherer keinen Einfluss finden.


Ein Sonderkündigungsrecht der KFZ- Versicherung, auf das Sie sich berufen besteht u.a. nur dann, wenn die Versicherung die Beiträge erhöht, ohne dass gleichzeitig der Umfang der Versicherungsleistung erweitert wird.

Hier kam es aber nicht zu einer Beitragserhöhung, sondern der Beitrag war von vornherein aufgrund Ihrer Angaben zur Schadensfreiheitsklasse falsch berechnet worden.

Mithin kann ich leider keine Möglichkeit sehen, gegen die KFZ-Versicherung erfolgreich vorzugehen.


Vielmehr sollten Sie sich noch einmal mit der Vorsicherung Ihrer Lebensgefährtin in Verbindung setzen, anhand der letzten Beitragsrechnung kann doch die damalige Schadensfreiheitsklasse nachvollzogen werden. Es fehlt letztlich offensichtlich nur der Antrag auf Übertragung der Schadensfreiheitsklasse auf Sie.


Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

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