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KFZ Verkauf


04.07.2006 15:38 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Hallo,

ich habe einen guten Bekanten gebeten für mich meinen Audi A6 zu Verkaufen, da mein Bekanter selbst Kfz-Meister ist habe ich mir davon einen guten Verkaufspreis erhofft. Er wollte mir den Gefallen tun und wir haben einen Mindestverkaufspreis von 12.000 Euro vereinbart, nach Möglichkeit natürlich mehr.

Mein Bekannter hat wenig später mit einem Interessenten einen schriftlichen Vertrag geschlossen zum Preis von 12.500 Euro, allerdings erst nachdem er in den Verhandlungen behauptet hat das 12.500 die von mir gesetzte Untergrenze wären.

Als es dann an das Bezahlen und Abholen meines Audis ging habe ich leider erwähnt das meine Untergrenze bei 12.000 Euro lag. Der Käufer war daraufhin gelinde gesagt wütend, er fühle sich über den Tisch gezogen, da mein Bekannter einen ganz anderen Preis genannt hat, daher würde er mir maximal 12.000 Euro für den Audi zahlen. Als ich das Abgelehnt habe, immerhin war der Vertrag ja schon unterschrieben, sagte er nun habe er kein Interesse mehr und ging.

Daher meine Frage nach der Rechtslage in diesem Fall, kann ich die im Vertrag stehenden 12.500 Euro von meinem Käufer verlangen ?

oder hat mein Bekannter hier einen Verhandlungsfehler begangen und muss mir die 500 Euro ersetzen ?

Eine Provision hat mein Bekannter für die Übernahme des Verkaufs nicht bekommten und es wurde ein Standart-Kfz-Kaufvertrag des ADAC verwendet.

Vielen Dank

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworte:

Zunächst ist ein Kaufvertrag zustande gekommen, so dass Sie von der Gegenseite auch Erfüllung verlangen können.

Allerdings besteht nach Ihrer Schilderung der Sachlage für die Gegenseite die Möglichkeit, den Vertrag wegen arglistiger Täuschung nach § 123 BGB anzufechten.

Falls er das tut (man könnte bereits seine Äußerung nun nicht mehr an der Vertragserfüllung interessiert zu sein, als sinngemäße Anfechtung deuten), obliegt ihm die volle Beweislast dafür, dass er getäuscht wurde.

Gelingt ihm dieser Nachweis etwa mangels Zeugen im Verfahrensverlauf nicht, können Sie weiterhin Erfüllung verlangen.

Andernfalls ist der Vertrag aber von Beginn an nichtig, so dass das Fahrzeug als von Beginn an in Ihrem Eigentum stehend betrachtet wird.

Sie müssten es dann erneut zum Verkauf anbieten, automatisch kommt keine Preisänderung auf 12.000 € zustande, bei der Sie Ihren Bekannten dann wegen der 500 €-Differenz angehen könnten.


Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt
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