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KFZ Schadensfall (Gewährleistung)


| 28.11.2006 21:41 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Sehr geehrte Damen und Herrn,

vor ca. 2 Monaten habe ich einen Gebrauchtwagen für ca. 13000€ bei einem Händler gekauft. Km Stand beim Kauf: ca. 70000, Aktueller Km Stand ca. 75000 km .

Letzte Woche habe ich sonderbare Geräusche aus dem Motorraum gehört und bin deshalb zum nächsten Händler gefahren und habe das untersuchen lassen.
Dieser hat einen Defekt an der Variablen Nockenwellensteuerung festgestellt.
Die Reparaturkosten belaufen sich aus satte 1200 €.
Da ich den Wagen erst vor kurzem gekauft habe, bin ich davon ausgegangen, dass der Schaden durch den Verkäufer behoben werden muss. bzw. da der Verkäufer fast 350 km entfernt ist, dass er die Kosten für die Reparatur übernimmt.
Ich habe den Schaden dann zuerst mündlich und anschließend schriftlich dem Verkäufer gemeldet.
Als Antwort habe ich jedoch eine Absage erhalten. Der Verkäufer behauptet, dass der Schaden nach dem Kauf aufgetreten ist und somit von mir allein getragen werden muss.
Dabei stützt er sich auf einen Gebrauchtwagen-Check, der vor dem Verkauf erstellt wurde. Laut diesem Check wurden keine unüblichen Geräusche am Motor oder Getriebe festgestellt.

Diese Variable Nockenwellen Steuerung ist kein Verschleißteil und muss im Normalfall während des gesamten Autolebens nicht gewechselt werden. Ich gehe davon aus, dass der Schaden schon vor dem Kauf, vorgelegen ist, zu dem Zeitpunkt aber akustisch noch nicht wahrzunehmen war.

So wie ich gelesen habe, liegt Innerhalb der ersten 6 Monate die Beweispflicht beim Händler.
Wie sieht es aber aus, wenn ich seinen Beweis in Frage stelle? Der Gebrauchtwagen-Check ist ja eher oberflächlicher Natur.

Wie ist nun die Rechtslage? Ist der Verkäufer nun aus dem Schneider und ich bleibe auf den Kosten sitzen, oder gibt es hier noch eine Möglichkeit den Verkäufer dafür zu belangen.

Vielen dank im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

tritt der Mangel in den ersten sechs Monaten nach Übergabe des Kfz auf, geht das Gesetz davon aus, dass dieser von Anfang an vorhanden war. Der Verkäufer müsste dass Gegenteil beweisen, wenn er sich der Gewährleistung entziehen will.

Dieses ist für den Verkäufer äußerst schwer. Der "Gebrauchtwagencheck", auf welchen er sich in Ihrem Fall beruft, wird dazu keinesfalls reichen. Im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung käme diesem als Parteivortrag kein Beweiswert zu, es müsste ein unabhänhgiges Sachverständigengutachten eingeholt werden.

Sie haben daher m.E. gute Chancen, Ihr Geld, also die enstandenen Reparaturkosten, wieder zu bekommen.

Mit freundlichem Gruß

Wundke
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.11.2006 | 00:01

Sehr geehrter Herr Wundke,

Vielen Dank für die Antwort.

Ich habe, wie mir scheint, eine wichtige Information vergessen.
Der Gebrauchtwagencheck wurde durch eine unabhängige KFZ-Prüfstelle durchgeführt.

Hat das Auswirkungen auf die Gesamtsituation?
Kann er dadurch den Check als Beweis aufführen?

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.11.2006 | 10:44

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Nein, es verbleibt weiternin bei den von mir getroffenen Feststellungen. Auch der "Check" bei einer unabhängigen Prüfstelle stellt kein zum Beweis taugliches Sachverständigengutachten dar.

Bewertung des Fragestellers |


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