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KFZ-Restaurierung in Schwarzarbeit


| 28.08.2006 15:00 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Ein VW-Bus wurde von einem KFZ-Meister mit eigener Werkstatt in Schwarzarbeit restauriert. Er verlangt für die nicht professionelle Restauration einen Betrag von ca. 3200 Euro.
2400 Euro wurden vom Auftraggeber als Abschlag bereits überwiesen, über die restlichen 800 entbrannte ein Streit. Der KFZ-Meister reagiert ungehalten auf die Versuche des Auftraggebers um 10% am Gesamtpreis zu feilschen.
Der KFZ-Meister verzögert nun künstlich die Herausgabe des Fahrzeuges und verlangt Bezahlung ohne dass der Wagen vorher vom Auftraggeber eingesehen werden und die Arbeit beuteilt kann.

Wer hat bei einem Rechtsstreit die schlechteren Karten? Mit welchem Ausgang muß hierbei gerechnet werden?


Sehr geehrter Fragesteller,

wenn die Restaurierung (nachweislich) "schwarz" erfolgen sollte, ist das gesamte Rechtsgeschäft nichtig. Dies bedeutet: Der Unternehmer hat keinen Anspruch auf Zahlung und kann auch den Wagen nicht zurück halten, Sie haben andererseits auch keinen Anspruch auf Rückzahlung bereits geleisteter Zahlungen und auch keinerlei Gewährleistungsansprüche.

Ohne eine entsprechende Schwarzarbeits-Abrede kann der Unternehmer den Wagen bis zur Bezahlung zurückhalten, allerdings hat er Ihnen die Besichtigung zu ermöglichen, da sein Werklohnanspruch erst mit Abnahme der Werkleistung durch Sie fällig wird. Verhindert er diese Abnahme, wird damit sein Werklohnanspruch nicht fällig und er kann sich in der Folge auch nicht mehr auf das Zurückbehaltungsrecht an dem Fahrzeug berufen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen ersten Angaben geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.08.2006 | 15:20

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Durch Emails ist es eindeutig zu beweisen, dass der Unternehmer die Ausstellung einer Rechnung verweigert.
Hat der Auftraggeber der Schwarzarbeit rechtliche Konsequenzen zu befürchten, wenn er rechtliche Schritte einleitet?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.08.2006 | 15:32

Sehr geherter Fragesteller,

die Abrede einer Schwarzarbeit stelllt eine zumindest versuchte Steuerhinterziehung dar und ist daher strafbar. Sollte bei einer Klage etwa das Gericht bemerken, daß eine derartige Schwarzarbeitsabrede im Raume steht, ist das Gericht gehalten, die zuständigen Strafverfolgungsbehörden hiervon zu unterrichten.
Diese Strafbarkeit betrifft im übrigen beide Seiten eines solchen Schwarzgeschäfts, also nicht nur den Unternehmer, sondern auch den Besteller.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |


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"Vielen Dank, die Antwort hat mir geholfen, sie bestätigt meine Vermutungen. Ich hätte auch nur gern eine Angabe zur Höhe des Strafmaßes gehabt, da ich so im Prinzip nicht viel schlauer bin als vorher. "