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KFZ-Reparatur


| 29.12.2010 11:26 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Wir haben unser Auto fahrend und startbar zur "kleinen Wartung" zu einer Renaultfachwerkstatt D gebracht. Dieser hat dann die Wegfahrsperre (WFS) ausgelesen und nun lässt sich der Wagen nicht mehr starten da der WFS-Code nicht übereinstimmt. Wir sollen das neue Steuergerät zahlen (€ 890,--). Sehen das aber aufgrund der Vorgeschichte nicht ein.
Vorgeschichte:
- Renault Megan Bj. 1999, gekauft von uns 07/2009 mit 74tkm
- 12/2009 WFS aktiviert sich ohne erkennbaren Grund, Auto wird zum Boschdienst geschleppt. Der baut Transponderring ein, kann ihn aber nicht zum laufen bringen. Auto wird zu Renaultfachwerkstatt A geschleppt. Die "lernt" Steuergerät neu an. Auto läuft wieder prima.
- Herbst 2010 Urlaub in Niedersachsen. WFS aktiviert sich wieder ohne Grund. Auto wird zu Renaultfachwerkstatt B geschleppt. Die lesen wieder irgendwas ein, berechnen nix, Auto läuft prima, sagen aber "bitte in Heimatwerkstatt (Renault) prüfen lassen. Da wird man wohl die Schlüssel (als Sender) tauschen müssen".
- Da wir bis dato noch keine Renaultfachwerkstatt als festen Partner haben, wählen wir den größten hier vor Ort, Renaultwerkstatt C.
- Aussage Renaultfachwerkstatt C "da muss alles neu, der Code passt nicht mit dem vom Werk herausgegebenen überein. € 1.500,-- (Anmerkung: Das wollten wir für das alte Auto nicht ausgeben)
- Also zu Werkstatt D (Renaultfachwerkstatt) um weitere Meinung einzuholen. Vorgeschichte wird mit Inhaber besprochen, Hinweis das wir bei so einem alten Auto nicht mehr € 1.500,-- investieren wollen. Aussage: Man könne das neu "anlernen". Termin wird für 27.12.2010 08:00 Uhr vereinbart. Da soll auch noch kleine Wartung vorgenommen werden.
- Auto wird am 27.12.2010 um 07:55 Uhr mit 98tkm dem Werkstattmeister übergeben. Vorgeschichte wird erneut besprochen, auch der Hinweis auf "falschen" WFS-Code.
- Mechaniker führt zunächst kleine Wartung aus. Danach will er die WFS neu "anlernen" und schließt Auto an Diagnosegerät an. Seit dem Zeitpunkt läuft das Auto nicht mehr.
Also fahrend hingebracht und zerstört in Sekunden...
Meine Frage: Wer hat dafür zu sorgen, dass das Auto wieder läuft? Wer zahlt?
Anm.: Auf das Risiko hat uns niemand hingewiesen, wären wir auch nicht drauf eingegangen, Auto lief ja.
Wir haben heute einen Neuwagen bestellt. Nicht bei Renault, denn irgendwann muss der Schrecken ja mal ein Ende haben.
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Man müsste zunächst prüfen, ob wegen des defekten Steuerungsgerätes Ansprüche gegen den Verkäufer bestehen. Allerdings könnte hier die Gewährleistungsfrist abgelaufen sein, falls Sie von privat gekauft haben oder ein Händler die Gewährleistung auf ein Jahr beschränkt hat. Desweiteren ist es ein Problem, dass bereits mehrere Werkstätten mit dem Problem betraut waren.

Die Werkstatt D hat Ihnen zugesichert, dass eine Reparatur ohne Austausch des Steuerungsgerätes vorgenommen werden kann. Geschuldet war also ein "neu anlernen" und eine kleine Wartung.

Der Vertrag zwischen Ihnen und der Werkstatt ist ein Werkvertrag und die Werkstatt schuldet den Erfolg, also ein fahrbereites Fahrzeug. In der Tat hätte die Werkstatt Sie vor Erteilung des Auftrags darauf hinweisen müssen, dass das "anlernen" nicht sicher funktioniert und dass der Austausch des Sterungsgerätes notwendig werden kann. Das Risiko trägt die Werkstatt, es sei denn, man hätte auf die Unsicherheit hingewiesen.

Sie können von der Werkstatt Nacherfüllung nach §§ 634 Nr. 1, 635 BGB verlangen. Nach § 635 II BGB trägt der Unternehmer die Kosten der Nacherfüllung, also sowohl Lohn, als auch Material. Man wird aber nicht zwingend ein neues Steuerungsgerät verlangen können, sondern zunächst nur, dass der Wagen wieder fahrtüchtig wird.

Sie sollten der Werkstatt schriftlich eine Frist zur Nacherfüllung setzen, diese sollte mindestens eine Woche, längstens 2 Wochen betragen. Nach Fristablauf könnten Sie Schadensersatz verlangen, also etwa die Kosten der Reparatur in einer anderen Werkstatt oder Ihre Minderung bei Weiterverkauf des PKW.

Sie sollten einen Anwalt beauftragen.

Bewertung des Fragestellers 31.12.2010 | 09:27


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