Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
490.902
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

KFZ-Lackierung fehlerhaft


| 26.04.2018 23:28 |
Preis: 40,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Werkvertrag


Im Sommer 2016 stellte ich an meinem Oldtimer (Corvette BJ. 1965) einige Lackblasen am Vorderbau fest, die über den Winter in der Garage entstanden waren. Ich ging daraufhin zu einer ortsansässigen Autolackiererei bei der ich auch schon vorher Kunde war und fragte den Inhaber ob er die Bläschen mittels sg. "Spot-Repair" (also partieller Ausbesserung) beseitigen könnte.
Dies wurde mit dem Hinweis verneint dass das zwar möglich sei, aber keine dauerhafte Besserung brächte. Offensichtlich sei der Lackaufbau am Vorderbau des Wagens vom Vorbesitzer fehlerhaft ausgeführt wurden und selbst bei Beseitigung der Blasen wäre es sehr wahrscheinlich das diese an anderer Stelle dann neu entstehen.
Abhilfe brächte nur eine komplette Lackentfernung am vorderen Teil des Wagens mit anschließendem Neuaufbau des Lackes.
Die Kosten würden sich auf 2.700€ belaufen.
Dies habe ich dann auch mündlich so beauftragt und den Wagen in die Werkstatt gegeben.
Es dauerte zwar 4 Wochen bis ich das Auto zurück bekam, was der Inhaber mit sehr hoher Arbeitsbelastung begründete, aber das Ergebnis war für mich sehr zufriedenstellend und ich bezahlte den vereinbarten Betrag anstandslos.
Im darauf folgenden Winter stellte ich eine erneute Blasenbildung an der ebenfalls neu lackierten Motorhaube fest und bemängelte dies beim Lackierer.
Dieser meinte lapidar dass die Lackierung der Motorhaube zwar Teil des Auftrages war, der alte Lack wäre aber nun gerade an dieser Stelle nicht komplett entfernt worden, weil auf der Motorhaube zuvor keine Blasen gewesen wären.
Es wäre also nicht seine Schuld das nun welche entstanden wären.
Er bot mir daraufhin eine Nachbesserung der Motorhaube auf Kulanzbasis zum Preis von 300€ an, was ich trotz der fadenscheinigen Begründung annahm.
Leider mußte ich nach dem Winter 2017/2018 feststellen dass eine große Anzahl der Lackblasen an den 2016 lackierten Stellen neu entstanden war. Also genau das eingetreten ist was lt. Zusicherung des Lackierers durch die fachlich einwandfreie und teure Komplettlackierung eigentlich ausgeschlossen sein sollte! Deswegen wurde ich erneut in der Werkstatt vorstellig und bemängelte dies.
Nach lautstarker Diskussion und den "handwerkertypischen" Hinweisen das er nichts dafür könne, es immer schon so gemacht habe und es sich wahrscheinlich um einen Materialfehler an meinem Auto handle, schlug ich vor einen Gutachter hinzu zu ziehen. Daraufhin lenkte der Lackierer ein und sagte die Nachbesserung in Form einer Neulackierung zu.
Dafür wurde wieder ein Termin abgesprochen an dem ich den Wagen zur Werkstatt brachte.
Dies ist inzwischen 3 Wochen her ohne das irgendendetwas an meinem Auto gemacht wurde.
Bei meinen wöchentlichen Werkstattbesuchen, bei denen ich mich nach dem Fortschritt der Arbeiten erkundigte, wurde mir lapidar zugesichert dass es gleich am Anfang der nächsten Woche los gehen solle.

Im Ergebnis sieht es für mich so aus das ich inzwischen das Vertrauen in die Werkstatt komplett verloren habe.
Sowohl in die fachlichen Fähigkeiten-, als auch in den Willen des Inhabers sich überhaupt an gemachte Zusagen und Termine zu halten.

Mir ist bekannt dass man im Falle eines Mangels normalerweise eine schriftliche Mängelanzeige mit Aufforderung zur Nachbesserung und Fristsetzung an den Werkstattinhaber stellt.
Da dieser mir die Nachbesserung aber schon mündlich zusicherte und der Wagen dazu bereits seit 3 Wochen in der Werkstatt steht habe ich allerdings bisher darauf verzichtet weil es mir, laienhaft gesagt, albern vorkommt jemanden schriftlich zu etwas aufzufordern dass er bereits zugesagt hat und vorallem wenn, sozusagen als Beleg dafür, das Auto für die Arbeiten schon in der Werkstatt steht. Dies hätte ja ohne die bereits erklärte Bereitschaft zur Nachbesserung keinen Sinn.

Daher meine Frage: Wie soll ich nun weiter vorgehen?

Am liebsten würde ich das Auto direkt wieder aus der Werkstatt holen und zu einem Sachverständigen bringen der die Ausführung der Lackarbeiten beurteilt und, im Falle des Verschuldens durch den Lackierer, die Höhe des Schadens feststellt.
Diesen würde ich dann dem Lackierer in Rechnung stellen und die Arbeiten in einer anderen Werkstatt fachgerecht ausführen lassen.
Wäre das so möglich oder welchen, rechtlich richtigen, Weg muß ich gehen?

PS: Ich habe übrigens leider keine Rechnung mehr über die Lackierung in 2016. Diese ist zwar ordnungsgemäß erstellt- und bar bezahlt worden. Ich kann Sie durch Umzug leider nicht mehr auffinden.
Allerdings bestreitet der Lackierer die Ausführung der Arbeiten und auch den Erhalt des vereinbarten Betrages in voller Höhe nicht! Ist das trotzdem ein Problem?
27.04.2018 | 00:24

Antwort

von


345 Bewertungen
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es handelt sich hierbei um einen Werkvertrag. Der Anspruch auf Nachbesserung regelt sich nach § 634 Nr. 1, § 635 BGB, Verjährung beträgt 2 Jahre.

Sie können dann, wenn die Nachbesserung fehlschlägt, zurücktreten und Schadensersatz verlangen (§636 BGB) oder aber eine Selbstvornahme vornehmen (§637 BGB). Hier bedarf es nicht der Fristsetzung (Abs. 2), wenn die Nacherfüllung fehlgeschlagen ist. Setzen Sie jedoch der Werkstatt, da sie nunmehr die Wahl der Nachbesserung getroffen haben, eine Frist zur Reparatur und kündigen weitere Schritte an.

Sollte das Auto dann nicht repariert sein, fordern Sie widerum schriftlich die Herausgabe des Wagens.

Leider müssen Sie alles schriftlich machen, mündlich reicht nicht.

Sie haben auch einen Anspruch auf eine Zweitrechnung, lassen Sie sich diese ausstellen.

Sollte das alles nicht fruchten, schalten Sie schnellstmöglich einen Anwalt ein.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Nachfrage vom Fragesteller 27.04.2018 | 01:01

Sehr geehrte Frau Dr. Seiter,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Kurze Nachfrage:
Wie lange sollte eine angemessene Frist zur Reparaur sein, insbesondere in Anbetracht der Tatsache das das Auto bereits seit 3 Wochen in der Werkstatt steht.
D.h. vereinbart war, dass die Reparatur (Nachbesserung) bereits vor 3 Wochen beginnen sollte!
Der Zeitaufwand für die eigentliche Lackierung beträgt max. 2-3 Tage.

mfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.04.2018 | 01:46

üblich sind 10 Tage, ggf 7 Tage - aber kürzer würde ich nicht nehmen, es gibt da aber keine feste Zeit, nehmen Sie wegen des Feiertags bis Mittwoch - das wäre zu vertreten! Viel Erfolg


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
Bewertung des Fragestellers 27.04.2018 | 01:53


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.04.2018
5/5.0

ANTWORT VON

345 Bewertungen

Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Internet und Computerrecht, Fachanwalt Familienrecht, Fachanwalt Strafrecht, Kaufrecht, Urheberrecht, Verkehrsrecht, Tierrecht, Ordnungswidrigkeiten, Zivilrecht, Vertragsrecht