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KFZ Kaufvertrag per Email

18.02.2010 20:45 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Trettin


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir hatten bei autoscout24 einen PKW zum Verkauf angeboten. Uns hat der Verkäufer auch eine Mail geschickt wo er die Daten nochmals wiederholte. Wir haben diese Mail auch bestätigt. Uns teilte der Käufer mit das dies ein rechtsgültiger Kaufvertrag sei. Voraussetzung war allerdings das der PKW fahrtüchtig ist. Leider hatten wir 3 Stunden nach der Bestätigung einen Motorschaden an dem PKW. Nun besteht der Käufer darauf das wir in eine Werkstatt gehen und diesen Schaden durch einen Kostenvoranschlag bestätigen lassen, was mit Kosten verbunden ist. Kann er dies von uns verlangen?

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Schilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt Stellung nehme:

I. Sofern im vorliegenden Fall ein Kaufvertrag geschlossen wurde, sind Sie verpflichtet, dem Käufer das Fahrzeug gegen Zahlung des Kaufpreises zu zu übergeben und zu übereignen (vgl. § 433 BGB), und zwar in einem vertragsgemäßen Zustand.

Grundsätzlich müssen Sie deshalb - das Bestehen eines Kaufvertrages unterstellt - den Motorschaden beheben lassen. Ein mangelhaftes Fahrzeug muß der Käufer nicht abnehmen; vielmehr kann er ggf. mit Erfolg Schadensersatz fordern.

II. Die entscheidende Frage ist aber, ob hier tatsächlich ein Kaufvertrag zustande gekommen ist. Dagegen spricht nicht schon die Form (E-Mails), weil ein Kfz-Kaufvertrag keiner bestimmten Form bedarf, sondern z. B. auch ein mündlich geschlossener Vertrag wirksam wäre.

Es kommt indes darauf an, welchen Inhalt die gewechselten Mails haben. Dies läßt sich Ihrer Anfrage leider nicht entnehmen.

Ich bitte Sie deshalb, den wesentlichen Inhalt der E-Mails im Rahmen der Nachfragefunktion anonymisiert (!) mitzuteilen, damit ich dazu noch Stellung nehmen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 18.02.2010 | 21:38

Die Email des Käufers lautet wie folgt:
Kaufvertrag für den privaten Kauf eines gebrauchten Fahrzeuges

Hallo,hiermit bestätige ich ihnen gern den Kauf vom Passat 650 Euro.Wie besprochen erfolgt die Abholung am 23.2.10 ich bitte sie um eine Bestätigung meine Kaufvertrages und mache sie darauf Aufmerksam das bei einer Bestätigung der Kauf als Angenommen wird und ohne Unterschrift, der Kaufvertrag als Rechts wirkend wirkt da es sich hier bei um ein Emailvertrag handelt ist es Ausgeschlossen aus dem Kaufvertrag abzutreten. Wenn sie noch fragen haben können sie mich per Mail ,oder über Mobilfunk unter der Nummer
erreichen. MFG

Über die Gültigkeit und der Rechtlichkeit können sie im Internet :www.Frag einen Anwalt.de erfragen

Meine Antwort:

Hiermit bestätige ich den Verkauf des PKW Passat zum Preis von 650 Euro.
Abholung erfolgt am 23.02.2010 in

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.02.2010 | 15:37

Sehr geehrte Fragestellerin,

jedenfalls ausweislich der hier zur Verfügung gestellten E-Mails haben Sie zugesagt, das in Rede stehende - vermutlich in der Internetanzeige näher beschriebene - Fahrzeug für 650 Euro zu verkaufen.

An diese Zusage sind Sie gebunden, d. h. Sie müssen das Fahrzeug dem Käufer grundsätzlich in einem vertragsgemäßen (mangelfreien) Zustand übergeben und übereignen.

Allerdings kann der Käufer von Ihnen nicht verlangen, bzgl. des Motorschadens einen Kostenvoranschlag einzuholen. Es könnte sich aber für Sie empfehlen, dennoch die mit der Instandsetzung des Fahrzeugs verbundenen Kosten schätzen zu lassen, um auf dieser Grundlage eine Einigung mit dem Käufer (z. B. in Form einer Kaufpreisminderung) zu erzielen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

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