Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

KFZ-Kauf; von Bestellung zurücktreten

05.07.2014 18:20 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


20:06

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir haben eine verbindliche Bestellung über einen Gebrauchtwagen, wollen jedoch jetzt davon zurücktreten.

Auf der Suche nach einem neuen Wagen stießen wir auf Angebot auf einer Online-Börse. Ganz klar war deklariert, dass der Wagen unfallfrei ist.

Angekommen am Autohaus: Besichtigung, Testfahrt und sehr zufrieden.
Der Händler reservierte das Auto und mache uns ein unverb. Angebot.

Jedoch kein Wort über Unfallschaden! Wir fragen leider auch nicht nach und gingen davon aus, dass die Anzeige der Wahrheit entspricht.

Alles schön und gut - am nächsten Tag wollten wir das Angebot wahrnehmen.
Er ging die Bestellung durch und las uns schnell von einem Schaden for - spielte Ihn sofort runter und sagte es wäre kein wirklicher Unfallschaden nur ein Lackschaden und die 2500 EUR waren gerechtfertigt.(In der Art als wäre es ein Bagatellschaden, was er jedoch nicht sagte).

Muss noch hinzufügen, dass der Wagen 2 Jahre alt ist, 24000KM drauf hat und 20000 Euro kostet.

In aller Vorfreude glaubten wir dem Autoverkäufer (ich weiß sehr dumm) und mein Vater unterschrieb die Bestellung. Zwei Stunden später las meine Mutter die Bestellung durch und war außer sich.

Es handelte sich hier nach Ihrer Meinung um einen größeren Schaden.
Sie rief sofort den Autohändler an und schilderte Ihm unsere Anliegen. Er versuche sich rauszureden und sagte "echte" Unfallschäden sind ab ca. 8000€.

Er sagte er hätte keine Zeit und rufe nochmals an. Da heute Samstag ist wird das wohl erst Montag sein.

Darauf hin trat sie vorerst von der Bestellung per E-Mail zurück, um bei einem Verfahren Schriftverkehr vorweisen zu können.

In AGBs steht, dass der Kaufvertrag zustande kommt, sobald der Händler uns eine Bestellbestätigung zukommen lässt.

Müssen wir mit einer Schadensersatz-Rechnung von 10% (AGB) des Kaufpreises rechnen oder sind wir hier im Recht?

Ich muss noch hinzufügen, dass mein Vater kaum deutsch spricht(US-Bürger) und geschäftlich total unerfahren bin.

Wir haben auch einen Screenshot der Anzeige und können dies somit beweisen.

Im Nachhinein fällt mir auf, dass der unsere Situation ausgenutzt hat und in den richtigen Momenten Informationen für sich behalten hat und uns einfach überrumpelt hat - dazu war er auch sehr verlogen.


Vielen Dank für Ihre Hilfe!

05.07.2014 | 19:38

Antwort

von


(1135)
Kurfürstendamm 70
10709 Berlin
Tel: 03036445774
Web: http://www.rechtsanwalt-weber.eu
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Entscheidend ist der Text des Kaufvertrages bzw. der Bestellung. Wenn dort - und so habe ich Sie verstanden - der Schaden korrekt bezeichnet und dargestellt wird, haben Sie bzw. Ihr Vater leider kein Rücktrittsrecht.

Jedoch kann Ihr Vater den Vertrag wegen Irrtums bzw. arglistiger Täuschung (§ 119 BGB bzw. § 123 BGB) anfechten. Der Unterschied zwischen Rücktritt und Anfechtung ist im Wesentlichen technischer Art und eine Frage der Rechtsgrundlage. Wichtig ist jedoch, dass Ihr Vater den Irrtum bzw. die arglistige Täuschung beweisen muß. Die ausgedruckte Anzeige ist dafür ein Indiz, aber kein Beweis. Ihre Zeugenaussage ist zwar ein Beweis, aber da Sie der Sohn sind, gelten Sie nicht als unbeteiligter Zeuge, Ihre Aussage hat daher nur eingeschränkten Beweiswert.

Ich empfehle daher, dass Sie die Beweise prüfen und Ihr Vater umgehend eine Anfechtungsmail sendet, sofern die Beweise ausreichen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Rückfrage vom Fragesteller 05.07.2014 | 20:00

Vielen Dank für Ihre zügige Antwort.

Wenn ich Sie richtig verstehe sehen die Chancen nicht sehr gut aus?

Direkt beweisen können wir die arglistige Täuschung nicht.

Möglicherweise müssen wir auf Kulanz des Verkäufers hoffen, da er sich im Telefonat nicht quer gestellt hat und sich nur rausreden wollte.

In den AGBs, wo die 10% Schadensersatz aufgeführt sind steht ebenfalls, dass der Wert abweichen kann wenn Käufer beweisen kann, dass weniger Schaden entstanden ist - jedoch auch, dass wenn der Verkäufer Beweisen kann das deutlich mehr Schaden für Ihn entstanden ist, ein höherer Ersatz gezahlt werden muss.


Ich bedanke mich für Ihre Beratung.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.07.2014 | 20:06

Sehr geehrter Ratsuchender,

in der Tat sehen die Chancen nicht sehr gut aus.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(1135)

Kurfürstendamm 70
10709 Berlin
Tel: 03036445774
Web: http://www.rechtsanwalt-weber.eu
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Kaufrecht, Mietrecht, Urheberrecht, Internet und Computerrecht, Vertragsrecht, Grundstücksrecht, Medienrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90404 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank, hat mir sehr gut weiter geholfen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ausführliche, kompetente und schnelle Antwort, danke schön! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Äußerst kompetente, verlässliche und ausführliche Beantwortung meiner Fragen. Hat mir sehr weitergeholfen - vielen Dank! ...
FRAGESTELLER