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KFZ-Kauf vom Händler


| 03.09.2007 12:18 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Hallo, habe Ende Jan. 07 einen Gebrauchtwagen (Opel-Vectra) beim Ford Händler (lt. Vertrag Unfallfrei) und mit 1 Jahr Ford A1 Garantie gekauft.

Jetzt bilden sich Rostbläschen auf dem Dach und lt. Opel-Händler (Rostgarantie 6 Jahre)sei das ganze Dach gespachtelt und lackiert.

Kann ich den Wagen zurückgeben und den Kaufvertrag rückgängig machen?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Es können nur die wesentlichen Aspekte des Falles geklärt werden.

Aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Im vorliegenden Fall muss unterschieden werden, ob es sich bei dem Rost um einen Mangel oder aber um Verschleiß handelt. Da Sie keinen Neu-, sondern einen Gebrauchtwagen von Ihrem Händler erworben haben, müssen Sie normale Gebrauchsspuren hinnehmen. Da das Durchrosten eines Daches einige Zeit in Anspruch nimmt, und Sie den Wagen erst seit ca. 8 Monaten besitzen, ist hier von einem Mangel und nicht von einem Verschleiß auszugehen. Ob es sich aber um einen Sachmangel im Sinne von § 434 BGB handelt, wird vorliegend wohl davon abhängen, ob die Rostung des Daches bei anderen PKW dieser Marke und dieses Alters üblich ist und Sie die Rostung daher hätten erwarten können. Dies lässt sich Ihrer Sachverhaltsschilderung auch nicht entnehmen. Sollten Sie sich innerhalb der von Ihnen angesprochenen Rostgarantiezeit von 6 Jahren befinden, handelt es sich um einen Sachmangel, da das Auto dann nicht die Beschaffenheit aufweist, die Sie erwarten durften.

Wenn tatsächlich ein Sachmangel dann vorliegen sollte, hat der Verkäufer grundsätzlich die Möglichkeit der Nacherfüllung. Dies ist bei Gebrauchtwagen mit Rostschäden jedoch wohl nur schwer durchführbar und mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden. In diesem Fall kann der Verkäufer die Nacherfüllung ablehnen. Dann können Sie entweder vom Vertrag zurücktreten oder aber den Kaufpreis mindern. Im Falle des Rücktritts vom Kaufvertrag müssen Sie sich aber den Nutzungsvorteil anrechnen lassen.

Grundsätzlich verjähren die Ansprüche nach 2 Jahren, es kann aber wirksam auf ein Jahr verkürzt werden, § 475 Abs. 2 BGB.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung bieten.


Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen,


Mareike Preu
Rechtsanwältin


www.kanzlei-preu.de

Nachfrage vom Fragesteller 03.09.2007 | 17:41

Habe ja das Auto von einem Ford Händler. Opel sagte, das haben sie noch nie gehabt(Rost auf dem Dach) und stellten dann fest, dass das Auto gespachtelt und lackiert wurde.

Dies wurde mir aber vom Ford Händler beim Verkauf nicht gesagt und im Vertrag steht auch Unfallfrei.

Spielt "unfallfrei" in Bezug auf das komplett gespachtelte Dach und die Neulackierung eine Rolle, denn dann wäre es ja nicht unfallfrei!

besten dank im Voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.09.2007 | 19:07

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Ob sich die Schäden am Dach letztendlich auf einen Unfall zurückführen lassen oder ob es sich um einen „Ausreißer“ handelt, weil es zu der Rostung am Dach kommt, kann letztendlich nur ein Sachverständiger beurteilen. Wenn ein Unfall zur Notwendigkeit des Spachtelns und Lackierens geführt hat, wäre der Wagen sachmangelhaft, weil er nicht der im Vertrag beschriebenen Beschaffenheit der Unfallfreiheit entspricht. Dann hätten Sie die Möglichkeit nach der vom Händler durchzuführenden Nacherfüllung entweder vom Vertrag zurückzutreten oder zu mindern.


Mit freundlichen Grüßen,

Mareike Preu
Rechtsanwältin

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