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KFZ Kauf Händlergeschäft!!


18.05.2007 15:03 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Hoyer



sehr geehrter Herr/Frau Anwalt
ich bin KFZ Händler und habe vor kurzem einen PKW auf einer Händlerauktion ersteigert.Es werden an jeden Auktionstag Kataloge übergeben mit den Beschreibung/Ausstattung der Fahrzeuge.Die Fahrzeuge werden von dem Auktionshaus im Auftrag des Lieferanten ohne gewährleistung verkauft,laut katalog AGB.Die Fahrzeuge dürfen nicht probegefahren lediglich darf man den Motor starten und den Wagen begutachten.Nun ist es so das ich ein Fahrzeug VW TDI mit 148 tsd km ersteigert habe was 9000€ gekostet hat.In den Fahrzeugbeschreibung werden im allgmeinen technische mängel angegeben,als Bastlerfahrzeug oder unfallfahrzeug.Aber im diesem falle ist ÜBERHAUBT KEIN FEHLER angegeben wurden.Als ich das Fahrzeug abgeholt habe und auf die Autobahn gefahren bin stellte ich fest das Fahrzeug überhaupt keine Leistung gebracht hat und mit mühe 100 km/h erreichte.VW hat mir als Diagnose Turbolader/bzw Lustmassenmesser defekt bestätigt,Kostenpunkt um die 1000€.Ich habe unverzüglich dem Auktionshaus dies mitgeteilt und die haben umgehend den lieferanten kontaktiert.Nun ist es so das der Lieferant sich stur stellt und sagt ich als käufer muss damit rechen wenn wenn ein Fahrzeug 148 tsd km gelaufen ist das der Turbo defekt ist und er nix tun könnte.Ich meine es ist vollkommen falsch da es um einen versteckten mangel handelt welches aber erst nach einer probefahrt erst möglich war zu erkennen muss er das Fahrzeug zurücknehmen.(wie geschrieben probefahrt bei auktionen nicht möglich)Der lieferant hat dem Auktionshaus keine Fehler am Fahrzeug mitgeteilt gehabt.Außerdem muss ich noch erwähnen das das Fahrzeug ein Diesel ist welches locker über 300 tsdkm fährt und 148 tsd km ist nix,und warum verlangt der lieferant über 8000€ als mindestgebot wenn der wagen so einen erheblichen fehler hat.Ich habe außerdem festgetellt das der wagen einen unfall gehabt welches auch nicht erwähnt wurde in der beschreibung.
Wie ist die Rechtslage ??macht es einen sinn für mich anwaltliche hilfe zu beanspruchen,und gegen wenn soll ich die anprüche stellen Lieferanten oder Auktionshaus??
Über eine auführlichen antwort wäre ich ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichem Gruß

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Sehr geehrter Rechtsratsuchender,

zuerst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass ein erstes Beratungsgespräch bei einem Anwalt in dieser Angelegenheit bei einer 0,55 Beratungsgebühr mit über 300 Euro in Rechnung gestellt worden wäre, weshalb Sie Verständins dafür haben müssen, dass hier eine ausführliche Beratung für lediglich 20 Euro nicht erfolgen kann.

Ob hier die AGB einen Ausschluss der Gewährleistungsrechte begründen darf bezweifelt werden, da zwar zwischen Unternehmern Klauselverbote mit und ohne Wertungsmöglichkeiten gemäß §§ 308 bzw 309 BGB nicht gelten, jedoh gemäß § 307 BGB einer Inhaltskontrolle nach Treu und Glauben unterliegen, was angesichts der Tatsache, dass das Fahrzeug über ein Auktionshaus verkauft worden ist und es keine Möglichkeit gab, den Mangel anhand einer Probefahrt zu erkennen, nicht von der Hand zu weisen ist.

Allerdings kommt es meiner Ansicht hier nur sekundär darauf an, ob hier Gewährleistungsrechte bestehen, da aufgrund des Umstandes, dass es sich um ein Unfallfahrzeug handelt, eine Anfechtung des Kaufvertrages in Betracht kommt.Diesbezüglich muss diese Anfechtung jedoch unverzüglich erfolgen, damit man keine Rechte verliert.Da nicht davon auszugehen ist, dass sich der Verkäufer durch eine von Ihnen erklärte Anfechtung beeindrucken lässt, muss auch angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung geraten weredn, einen Anwalt hinzuzuschalten. Selbstverständlich können Sie sich diesbezüglich an mich wenden, da Ihnen das Kostenrisiko eines solchen Vorgehens erläutert werden muss, da sich die GEbühr des Anwaltes nach dem hier gegebenen Streitwert von 9000 Euro richtet.

Ich hoffe Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Hoyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 18.05.2007 | 19:31

hallo
sorry aber ich muss noch einmal nachhaken.Wenn ich ihre antwort richtig verstanden habe,bedeutet dies das ich bei einer Klage sehr gute chanchen hätte zu gewinnen.oder?
und wenn man den unfall beiseite lässt reicht es eigentlich auch schon aus wenn ich mich nur auf den versteckten Mangel berufe(Turbolader)?was ja nirgendswo in der Beschreibung angegeben war.

Ich danke nochmals herzlich für ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.05.2007 | 20:57


Um diesbezüglich eine verlässliche Aussage treffen zu können, müsste ich die zugrundegelegten AGBs prüfen um erkennen zu können, ob hier ein wirksamer Sachmängelausschluss vorliegt.Sofern Sie ihre Klage nur auf den versteckten Mangel des Turboladers stützen wollen, haben Sie zwar gute Chancen, aber eine 100% ige Sicherheit gewährt Ihnen das nicht, da anhand der Inhaltskontrolle der AGBs überprüft wird, ob Sie hier unangemessen benachteiligt worden sind, was meiner Ansicht nach nicht von der Hand zu weisen ist.Sofern Sie jedoch die Klage auf eine Anfechtung wegen der Unfallfreiheit stützen können, sehe ich gute Chancen, das Geld wieder zurückzubekommen.

Sie können mich diesbezüglich für den Fall,dass noch Fragen offen sind nochmals telephonisch kontaktieren.Bitte bedenken Sie jedoch auch ihren niedrigen Einsatz und dass eine genaue Prüfung unter Einsatz der diesbezüglichen Rechtsprechung für diesen Betrag nicht erwartet werden kann.

freundliche Grüße

Rechtsanwalt
Andreas Hoyer

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