Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

KFZ Kauf - Anscheinend Unfall verschwiegen


| 23.10.2005 15:59 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Hallo,
ich habe vor genau 8 Tagen einen PKW erworben.
Einen BMW 528i 96er BJ
Als Kaufvertrag wurde ein Vordruck des ADAC Kaufvertrages verwendet (hier ist lediglich nur auf dem Vordruck vermerkt, das die Sachmängelhaftung ausgeschlossen wird, weitere Sätze wie Bastlerfahrzeug,gekauft wie gesehen oder dergleichen SIND NICHT VERMERKT.
Am Auto wurde lt. Vertrag lediglich vorne links durch Wild die Stoßstange und die Leuchte beschädigt, dadurch wurde diese ausgetauscht.

Nun wurde bei einem meiner bekannten Lackierer-Freunde festgestellt, dass das Auto anscheinend mehrere Unfälle erlitten haben muss.

-Kotflügel hinten beidseitig, sowohl linke als auch rechte seite neu lackiert(innen gespachtelt)
-Kofferraumdeckel neu lackiert
-Türen alle neu lackiert
-Tankdeckel neu lackiert
-Türöffner bis auf Fahrertürseite erneuert--> zweitlack
-Innenraum des Kofferraums ist unter der Abdeckung komplett verspachtelt
-im Motorraum sowohl links als auch rechts alle Schrauben
-Motorhaube wurde anscheinend neu angepasst
etc...

Morgen fahre ich zum DEKRA Gutachter und lasse mir die Unfallschäden bestätigen.

Nun meine Frage

Wenn ich gewusst hätte, das dieses Fahrzeug in diesem Zustand ist, hätte ich es nicht gekauft.
Mir wurde meiner Meinung nach hier etwas grob verschwiegen.
Wie kann ich den Wagen an den Verkäufer zurückgeben, einfach an mein Geld kommen, ohne viel gerichtlichen Aufwand, da dies sich ja bekanntermaßen sehr in die Länge ziehen kann und ich auf ein Fahrzeug angewiesen bin.

Soll ich dem Verkäufer einfach ein Brief per Einschreiben senden, in welchem mein Rücktritt vom Vertrag steht?

Bitte um Info

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der formularmäßige Gewährleistungsausschluß findet seine Grenzen in arglistig verschwiegenden Mängeln des Fahrzeugs. Unfallschäden in dem von Ihnen vermuteten Umfang hätte der Verkäufer Ihnen nicht verschweigen dürfen, sondern Sie darauf hinweisen müssen.

Sollten sich die Unfallschäden bestätigen, werden Ihnen also Gewährleistungsrechte zustehen. Danach müssen Sie zwar zunächst vom Verkäufer Nacherfüllung verlangen. Diese wird aber unmöglich sein, denn der Verkäufer kann Ihnen den Wagen ja nicht unfallfrei verschaffen. Deshalb werden Sie vom Vertrag zurücktreten dürfen.

Sie sollten, sobald Sie das DEKRA-Gutachten haben, dem Verkäufer mitteilen, daß Sie die von ihm verschwiegenen Unfallschäden festgestellt haben und ausdrücklich deshalb den Rücktritt vom Kaufvertrag erklären. Fordern Sie ihn auf, Ihnen den Kaufpreis zurückzuzahlen, gegen Rückgabe des Fahrzeuges.

Weigert er sich, werden Sie allerdings um anwaltlichen Beistand und ggf. eine gerichtliche Klärung nicht herumkommen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 31.10.2005 | 09:11

Hallo, vielen Dank für die Antwort.

Nun ist es doch so,das der Verkäufer das Fahrzeug nicht abholen möchte,weil er "es nicht einsieht"

Wie sehen sie die chancen, nach den gutachten etc an mein geld zu kommen?!

ich persönlich sehe das als betrug.

danke im voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2005 | 12:09

Sie sind nicht verpflichtet, auf eigene Kosten das Fahrzeug an den Verkäufer zurückzugeben. Teilen Sie ihm deshalb mit, daß das Fahrzeug abholbereit bei Ihnen steht - oder fordern Sie ihn auf, die Kosten des Rücktransportes zu übernehmen. Weigert er sich, ist er in Annahmeverzug. Ihre Chancen, Ihren Rückzahlungsanspruch gerichtlich durchzusetzen, sehe ich sehr gut, wenn Sie den Unfallschaden beweisen können.

Mit freundlichen Grüßen
A. Schwartmann

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"hi, danke für die antwort. jedoch warte ich seit tagen auf die beantwortung der nachfrage. "
FRAGESTELLER 3/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER