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KFZ Hagelschaden verschwiegen! Rücktritt vom Kauf oder Wertminderung?

11.02.2015 21:25 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Hallo,
Habe meinen 3 Jahre alten BMW verkauft ohne dem Käufer mitzuteilen dass der Wagen vor einem Jahr einen Hagelschaden hatte. Nachdem ich den Wagen in einer BMW Niederlassung instand gesetzt hatte, also beim Hersteller, bin ich nicht davon ausgegangen dass ich einen Hagelchaden bei Verkauf offen legen muss wie einen Unfallschaden. Gutachten der Versicherung war damals 2900 Euro. Rechnung der Niederlassung belief sich auf 5900 Euro, fachgerecht mit Zertifikat instandgesetzt. Im Kaufvertag (mobile.de) ist jediglich eine Klausel "frei von Beschädigungen", was das Fahrzeug in meinen Augen auch ist. Optisch und technisch in einwandfreien Zustand.
Habe jetzt ein Schreiben vom Anwalt des Käufers bekommen, dass dieser den reparierten Schaden in einer Vertragswerkstatt festgestellt hat und sich jetzt arglistig von mir getäuscht fühlt und entweder vom Kauf zurücktreten möchte oder eine Wertminderung von 6800 Euro fordert (22% vom Kaufpreis). Ohne Transparenz wie diese Summe zustande kommt. Der Wagen wäre nicht "frei von Beschädigungen", er hatte ja einen Hagelschaden. Bemängelt wird auch, dass die ausgebeulten Dellen den Lack mit der Zeit aufspringen lassen und das Wasser durch die Fenster kommen könnte, obwohl vom Hersteller instand gesetzt. Der Wagen wäre mit dem Hagelschaden auch nur schwer wieder zu verkaufen und hätte der Käufer dies vorher gewusst, sich nie für das Fahrzeug entschieden.
Nun meine Fragen:
Kann der Käufer vom Vertrag wegen arglistiger Täuschung zurücktreten?
Die Forderung für die Wertminderung liegt weit über dem Gutachten und der tatsächlichen Rechnung. Wie wird hier eine Wertminderung festgestellt?
Desweiteren wird mir auch vorgeworfen, dass der Fensterheber Fahrerseite wegen der Instandsetzung nicht mehr funktioniert und ich auch dafür aufkommen sollte. Zum Zeitpunkt des Verkaufs funktionierte er aber noch. Bin ich hierfür haftbar?
Was würden Sie mir raten wie ich hier Vorgehen soll?
Besten Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Entgegen der Auffassung der Käuferseite liegt hier aus meiner Sicht kein arglistiges Verschweigen eines Mangels durch Sie vor. Nach der in diesem Zusammenhang entwickelten Rechtssprechung ist der Arglistvorwurf nur dann gerechtfertigt, wenn sowohl ein objektiver als auch ein subjektiver Tatbestand erfüllt ist.

Eine arglistige Täuschung setzt also immer eine objektiv unrichtige Erklärung voraus. Schon dies erscheint mir aufgrund der fachgerechten Reparatur durchaus fraglich. Subjektiv kann Ihnen aus meiner Sicht erst recht kein Aglistvorwurf gemacht werden, da Sie dem Käufer ja nichts absichtlich verschwiegen haben.

Die angesetzte Wertminderung erscheint mir ebenfalls willkürlich. Ich gehe hier einfach von einem geschätzten Wert der Gegenseite aus.

Bezüglich eventueller Gewährleitsungsrechte des Käufers, was sowohl die angeblichen Beschädigungen am Dach, als auch den Fensterheber betrifft, müsste vorab einer rechtlichen Wertung der Kaufvertrag überprüft werden (siehe auch www.ruecktritt-autokauf.de).

Erfahrungsgemäß sollten Sie hier zur optimalen Wahrnehmung Ihrer Rechte schnellstmöglich einen Rechtsanwalt einschalten. Gerne können Sie mich hierfür kontaktieren.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalts Sven Kienhöfer

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