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KFZ - Gewährleistung

27.03.2011 14:48 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Hallo,

ich ein gebrauchtes Kfz Ende Aug 2010 bei einem gew. Kfz-Händler mit 12 Monate Gewährleistung gekauft. Das Kühlsystem verliert Wasser, nicht dramatisch, aber es muss immmer wieder mal nachgefüllt werden. Bei meiner Werkstatt (nicht VK des Kfz) wurde jetzt eine Dichtungsprüfung des Kühlwassersystem vorgenommen. Ergebnis undicht. Kein erkennbarer Wasseraustritt zu sehen, daher die Vermutung, das die Zylinderkopfdichtung einen Riss hat.
Ich gehe davon aus, das ein Riss in Zylinderkopfdichtung ein Mangel ist, der aufgrund der Gewährleistung auch vom Verkäufer zu beheben ist.
Frage: kann ich beim Verkäufer eine dauerhafte (Einbau einer neuen Zylinderkopfdichtung) verlangen, oder muss ich eine Reparatur mittels Dichtungsmittel akzeptieren (ggfs. hält solch ein Dichtungsmittel evtl. dicht, bis die Garantie vobei ist, da der Riss anscheinend noch nicht so gross ist).
Ist die Beweisbarkeit des Schadens bei Kauf schon dadurch gegeben, das ich schon nach kurzer Zeit etwas Wasser nachgefüllt habe?
mfG
27.03.2011 | 15:15

Antwort

von


(265)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Im vorliegenden Fall geht es um die Frage, ob ein Sachmangel im Sinne des § 434 BGB vorliegt. Ein Sachmangel liegt immer dann vor, wenn die tatsächliche Beschaffenheit des Kaufsache von der vereinbarten abweicht. Da die Undichtigkeit im Kühlsystem offenkundig nicht Bestandteil des Kaufvertrages war, liegt eine Abweichung vor, sodass nach erster Einschätzung ein Sachmangel gegeben ist.

Das Problem an dieser Sache ist, dass Sie beweisen müssten, dass der Mangel bereits bei Fahrzeugübergabe vorlag. Ferner müssten Sie beweisen, dass konkret die Zylinderkopfdichtung bereits bei Fahrzeugübergabe defekt war. Evident liegt eine Undichtigkeit im Kühlsystem vor. Daraus ergibt sich jedoch nach erster Einschätzung nicht der Umkehrschluss, dass ein Defekt an der Zylinderkopfdichtung vorliegt. Dies müsste gegebenenfalls durch ein Sachverständigengutachten bewiesen werden. Bezüglich Ihrer Frage, ob Sie Anspruch auf den Einbau einer neuen Zylinderkopfdichtung hätten, wird es in der Praxis zu dem Problem kommen, dass der Verkäufer bestreiten wird, dass ein Defekt an der Zylinderkopfabdichtung vorliegt und dass ein solcher Mangel bereits bei Fahrzeugübergabe vorgelegen hat.

Sollten Sie beweisen können, dass ein entsprechender Mangel bereits bei Fahrzeugübergabe vorlag, hätten Sie selbstredend Anspruch auf eine ordentliche und nachhaltige Instandsetzung. Eine bloße provisorische Abdichtung wird nicht ausreichend sein. Um eine solche umfassende Reparatur durchzusetzen, müssten Sie jedoch den Beweis antreten, dass die Zylinderkopfdichtung defekt ist und bereits bei Übergabe defekt war. Aus der praktischen Erfahrung muss ich Ihnen mitteilen, dass sich eine solche Beweisführung oftmals schwierig gestaltet.

Sie sollten den Verkäufer zunächst schriftlich unter Fristsetzung auffordern, die Zylinderkopfdichtung fachgerecht instandzusetzen. Sollte sich der Verkäufer weigern, so bleibt Ihnen im Ergebnis nur die Vertretung durch einen Anwalt. Dieser müsste sich anhand der vorliegenden Unterlagen anschauen, welche Ansprüche in Hinblick auf die Beweislage auch durchzusetzen wären.

Sie schreiben, dass Ihnen 12 Monate Gewährleistung gegeben wurden. Sollte es sich dabei um eine Garantie handeln, so hätten Sie gute Chancen, einen entsprechenden Anspruch durchzusetzen. Eine genauere Einschätzung wäre jedoch nur nach Einsicht in die zu Grunde liegenden Garantiebedingungen möglich.

Sie sollten also zunächst versuchen, außergerichtlich eine Reparatur der Zylinderkopfdichtung zu erreichen. Im Falle des Scheiterns sollten Sie einen Berufskollegen mit Ihrer Vertretung beauftragen.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts, basierend auf Ihren Angaben, möglich ist. Sollten hier wichtige Angaben hinzugefügt oder weggelassen worden sein, kann die rechtliche Beurteilung völlig anders aussehen. Diese Plattform kann und will den Gang zu einem Berufskollegen nicht ersetzen.

Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Rein vorsorglich erlaube ich mir aufgrund entsprechender Vorkommnisse in der jüngsten Vergangenheit auf dieser Plattform den allgemeinen, aber eindringlichen Hinweis, dass der für die Beantwortung dieser Frage ausgelobte Einsatz unbedingt sofort zu entrichten ist. Eine Rücklastschrift bzw. eine Nichtzahlung wird strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, denn der Tatbestand des Eigehungsbetrugs wäre durch bewusstes Inkaufnehmen von Rücklastschriften erfüllt.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

(265)

Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
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