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KAUFSUCHT!VERURTEILT


03.09.2006 12:18 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



hallo heute habe ich mal eine frage!es geht darum das ich seit jahren kaufsüchtig bin,das fing an mit dem tod meiner mutter im jahre 2002!ich bin alleinerziehend von einer 6 jährigen tochter!die ihre einzigste enge verwante war(OMA)
kam mit dem tod und dem gedanken nicht klar,das ich keine mum mehr habe,und meine kleine ihre liebe oma nicht mehr!

versuchte und mit allen mitteln über diesen schmerz hinweg zu trösten!

LEIDER AUF EINEN SEHR FALSCHEN WEG

ich bestellt bei warenhäuser,auf meine namen und veränderte meine vor und zunamen,ohne bezahlen zu wollen oder können!das ging dann weiter so,bis ich dann auch noch eine ec karte erhielt!mit dieser bin ich dann in verschiedene städte gefahren um dort zu kaufen was das zeug hält!
einmal wurde ich zu einer geldstrafe verurteilt.2004 war das

dann 2 monate später
bekam ich dann noch eine verurteilung,wo ich mir nich traute der richterin mein motiv zu nennen,da ich dachte dies sei keine entschuldigung für alles,und man glaube mir eh nicht!

bekam dann 1 jahr haftstrafe ausgesetzt zu 3 jahren bewährung!
und 150 arbeitsstunden!

WAR DAMALS ALLEINE VOR GERICHT OHNE ZU WISSEN;DAS MAN SICH NEN ANWALT NEHMEN KANN!

bekam dann wegen nicht einhaltung der bewährungsauflage...besuch bei bewährungshelferin
noch 1 jahr bewährung dazu und ein gespräch mit der richterin!

ich erklärte ihr wie meine lage ist usw..sie riet mir eine beratung beim gesundheitsamt zu suchen,was ich dann auch tat!

traf die beraterin dann über ein jahr!

ihrer meinung nach war ich kaufsüchtig,wie ich schon sagte!

wir beantragten eine langzeittherapie,was sich alles sehr in die länge zog!

in der zwichenzeit besuchte ich öffter meinen hausarzt..zwecks atest usw!um die zeit bis zur therapie zu überbrücken,gab er mir antidepressiva!wonach ich nach 3 monaten sehr abhängig war!

dann bekam ich eine ablehnung von der lva,mit dem grund nicht viel für eine kleinere behandlung getan zu haben!

ich wollte einfach nur über längere zeit in behandlung sein und das nicht wenn ich täglich wieder nach hause kann,denn da holt mich der alltag wieder ein und ich bestelle mir was!

nach dieser ablehnung war ich so entäuscht,das ich auch nich mehr zu meiner beraterin ging!

nach einiger zeit besuchte ich ein diakonisches werk,wo ich bis jetzt 2 mal war!leider hilft mir auch das nicht!

nun kam am donnerstag eine hausdurchsuchung...da die kripo seit 2004 sammelte!

ich bestellte bei versandhäusern bis vor 2-3 monaten und das war sehr sehr viel,die kripo sagt so um die 100tausend euro schaden!

ich sagte der kripo das ich auf diesen tag wartete da es mal ein ende haben muss!
gab bei meiner aussage auch an,was ich ihnen grad schreibe!
Sagte auch das ich wusste ich habe bewährung und konnte es trotzdem nicht lassen...

und das ich eine therapie dringend benötige!

nun sagte die kripo,das es sein kann das meine bewährung wiederrufen wird..und ich ins gefängniss muss!

ich weiss nicht was ich jetzt tun soll.meine kleine tochter kam in die schule,und ich würde doch alles tun damit ich für immer eine gute mutter für sie sein kann!
sie ist das einzigste was ich habe!

warte nun auf das was der staatsanwalt davon hält.ob er mich einsperren lässt oder nicht!

ich weiss nich wie es vor sich geht bei einem haftbefehl,ich brauuche behandlung kein gefängniss!was wird dann aus meiner tochter wenn die mich abholen?

soll ich mir einen anwalt nehmen?
ODER wäre es vom vorteil wenn ich in eine tagesklinik gehe?
aber hab ja nichts zu zeigen ausser den hausdurchsuchungsbeschluss und dem protokoll!


hoffe auf baldige antwort!

-- Einsatz geändert am 03.09.2006 12:36:16
Eingrenzung vom Fragesteller
03.09.2006 | 12:35

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Sehr geehrte[r] Ratsuchende[r],

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung kann es sein, dass gegen Sie ein Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr erlassen werden wird.

Der Erlass eines Haftbefehls setzt neben dringendem Tatverdacht ein Haftgrund voraus (Flucht, Verdunkelungsgefahr, Fluchtgefahr, Wiederholungsgefahr).
Vor diesem Hintergrund und der Gefahr, dass Ihre Bewährung widerrufen wird, sollten Sie in jedem Fall auf die Dienste eines Strafverteidigers vor Ort zurückgreifen, um eine effektive Verteidigung zu gewährleisten.

Da der Grund für die von Ihnen begangenen Straftaten in der Kaufsüchtigkeit zu liegen scheint, ist auch zu klären inwieweit Sie bei Begehung der Taten schuldfähig gewesen sind.
In Betracht kommt jedenfalls eine verminderte Schuldfähigkeit nach § 21 StGB.
Die Frage kann jedoch im laufenden Verfahren nur durch ein Sachverständigengutachten geklärt werden.

Darüber hinaus müssen Sie wegen Ihrer Kaufsüchtigkeit eine Langzeittherapie in die Wege leiten (Kostenzusage + Therapieplatzsusage), um in dem laufenden Verfahren nochmals ein Strafaussetzung zur Bewährung zu erreichen und um den drohenden Bewährungswiderruf zu verhindern.

Hinsichtlich dieser Therapie kann Ihnen jeder Strafverteidiger weiterhelfen.
Hier ist Eile geboten, da die Kostenzusage und die Therapieplatzzusage in der Hauptverhandlung in die Beweisaufnahme eingeführt werden müssen.

Derzeit läuft gegen Sie noch ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren. Wenn die Ermittlungen gegen Sie abgeschlossen sind, wird die zuständige Staatsanwaltschaft gegen Sie Anklage erheben.
Wenn Sie einen festen Wohnsitz haben, kann ich mir vorstellen, dass gegen Sie erstmal kein Haftbefehl beantragt wird.

Sie sollten daher möglichst umgehend einen Kollegen vor Ort mit Ihrer Verteidigung beauftragen.
Der Kollege kann dann ebenfalls einen Antrag auf Pflichtverteidigerbeiordnung stellen, da Ihnen ein Bewährungswiderruf droht und Sie angesichts des erheblichen Schadens mit einer Freiheitsstrafe von über einem Jahr rechnen sollten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung gegeben habe und verbleibe


mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 03.09.2006 | 13:49

vielen dank für ihre antwort!

habe ich denn überhaupt noch die zeit,um dies in die wege zu leiten?

gehe davon aus,das sie jeden tag vor meiner tür stehen könnten!

hatte mal eine frage an einen anwalt bei mir,er konnte mir dies alles nicht glauben und ich solle das nicht auf die kaufsucht schieben!so in der art!weiss mir keine rat mehr!kann ihm ja nicht auch alles schriftlich mitteilen wie bei ihnen!

wenn ich vor einem anwalt sitzen würde könnte ich dies nicht so äussern!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.09.2006 | 14:04

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Da gegen Sie erst strafrechtliche Ermittlungen laufen, ist noch Zeit, um die Therapiebemühungen in die Tat umzusetzen.
Wichtig ist, dass Sie keinen Kollegen beauftragen, der sich nicht auf Strafrecht spezialisiert hat. Sie benötigen einen "Strafverteidiger". Ein solcher Kollege wird Sie auch nicht zurückweisen, sondern sich Ihrer annehmen und die Verteidigungsstrategie mit Ihnen fördern. Krankheitsbedingte Kaufsucht ist in jedem Fall ein relevanter Strafzumessungsgesichtspunkt, den ein seriöser Kollege beachten und in seine Überlegungen mit einbeziehen wird.

Suchen Sie bitte einen Strafverteidiger vor Ort auf. Alleine können Sie sich nicht verteidigen. Je länger Sie damit warten desto mehr geht wertvolle Zeit verloren, die für Ihre Verteidigung genutzt werden könnte.

Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Ihr Verteidiger wird darüber hinaus Akteneinsicht beantragen, um Ihre Angelegenheit vollumfänglich überblicken zu können.

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