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KANN MAN 'TOTENFÜRSORGE' ERFOLGREICH ABERKENNEN LASSEN?

| 31.01.2012 11:07 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


KANN MAN "TOTENFÜRSORGE" ERFOLGREICH ABERKENNEN LASSEN?



Text:
Hallo, mein Sohn ist (Drogen...) am 04.01.2012 verstorben; das Recht der Totenfürsorge hat seine Frau, obwohl die Ehe am 21.11.2011 geschieden wurde - die Scheidung selbst ist aber erst am 07.01.2012 rechtskräftig geworden, 3 Tage nach seinem Tod; darauf hat das zuständige Standesamt "verheiratet" in der Sterbeurkunde eingetragen.

Obwohl Anfangs soweit ok (Urnenbeisetzung...), haben wir jetzt grosse Bedenken im Nachhinein und möchten unseren Sohn gerne hier in unsere Nähe beisetzen - bei Übernahme ALLER Kosten in diesem Zusammenhang!

Erst ist Sie damit (nachweislich...)einverstanden gewesen hat uns aber jetzt lapidar (um uns persönlich sehr zu treffen, unsere Beziehung zu dieser Frau war bereits vor dem Tod und vor seiner Scheidung kaputt...) eine Mail geschickt mit dem für uns überraschenden Text:

"Hallo,die Beisetzung von ..... ist am 06.02.12 um 14 Uhr Friedhof ....... ."

Diese Frau will uns mit diesem Akt nur treffen und kränken; meinen verstorbenen Sohn hat sie (sie ist selbst in Behandlung und hat schon einige Entziehungkuren hinter sich...) quasie den Rest gegeben - er war zu labil.

Er wollte aber mit dieser Frau NICHTS mehr zu tun haben - das können wir beweisen!

Müssen wir das jetzt so sang und klanglos hinnehmen - es trifft uns mitten in das Herz!

Unsere Vorschläge mit der Übernahme aller bereits vorher angefallenen Kosten, hatte sie vorher am 26.01.2012 bereits akzeptiert - auch nachweislich; sicher ist das aber wohl Taktik aus ihrem kranken Hirn herraus gewesen.

Zu sagen ist noch, dass sie wohl bereits damit kalkuliert (sie ist mittelos und geht beim Sozialamt ein und aus...), dass sie für die Kosten eh nicht aufkommt.

Haben wir bezogen auf die kürze der Zeit (Urnenbeisetzung am 06.02.2012...) noch irgendeine Möglichkeit, das Ganze zu stoppen und den Sohn hierher (etwa 80 KM von ........ entfernt...) zu bekommen oder sind wir wirklich völlig machtlos?

Müssen wir denn tatsächlich damit rechnen (wenn die Urnenbeisetzung jetzt wirklich in ....... stattfindet...), dass alle Kosten im Nachhinein auf uns abgewälzt werden können? Obwohl wir (ALLES nachweislich...) bei einer Beisetzung unseres Sohnes hier bei uns die Kosten getragen hätten?

Uns wird mit voller Absicht eine verpasst und dann bezahlen wir das GANZE auch noch?

Uneheliche volljährige Kinder sind da, um die hat er sich aber nie gekümmert und nie etwas für sie bezahlt; sie sind auch noch in der Ausbildung und völlig mittellos.

WAS KÖNNEN WIR MACHEN, UM DEN BEREITS EINGELEITETEN MENSCHLICH VÖLLIG UNWÜRDIGEN AKT DIESER FRAU ZU VERHINDERN?

M.f.G


Gebot:
85,00 €
31.01.2012 | 12:56

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Unter Beachtung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes beantworte ich die Frage gerne wie folgt:

Zunächst einmal möchte ich Ihnen mein Beileid für den Tod Ihres Sohnes aussprechen. Ich kann natürlich nachvollziehen, daß eine solche Situation sehr schwierig ist, wenn man sich auch noch mit rechtlichen Problemen auseinandersetzen muß.

Genau deshalb sollten Sie sich allerdings auch genau überlegen, ob Sie in dieser Situation den Weg einer rechtlichen Auseinandersetzung gehen wollen.

Zur rechtlichen Situation: Es geht um die Totenfürsorge, die nicht ausdrücklich gesetzlich geregelt, aber durch zahlreiche Urteile inzwischen grundsätzlich geklärt ist.

Nach der Rechtsprechung wird die Totenfürsorge nicht nach Erbrecht geregelt, sondern in erster Linie nach dem Willen des Verstorbenen.
Damit ist festzuhalten: Vorrangig gilt der Wille des Verstorbenen, wer die Totenfürsorge ausüben soll. Dieser Wille wäre in einem Rechtsstreit zu ermitteln.

Bzgl. der Willensäußerungen gibt es keine formellen Voraussetzungen, d.h. es bestehen keine Formvorschriften wie beim Testament. Der Verstorbene muß seinen Willen nur in irgendeiner Weise geäußert haben.

Erst wenn ein entsprechender Wille des Verstorbenen nicht erkennbar ist, wird die Totenfürsorge von den nächsten Angehörigen übernommen. Bei dieser Reihenfolge wäre dann normalerweise der Ehegatte zunächst zur Totenfürsorge berechtigt.

Für Ihre Angelegenheit bedeutet dies Folgendes: Wenn Sie einen entsprechenden Willen des Verstorbenen nachweisen können, daß er Ihnen die Totenfürsorge übertragen wollte (wofür natürlich auch die Scheidung und der Abbruch der Beziehung zu der Frau ein weiteres Indiz ist), dann haben Sie die Möglichkeit dieses Recht auch gerichtlich durchzusetzen.

Dies wäre auch z.B. auf dem Weg eines beschleunigten Verfahrens im Wege des einstweiligen Rechtsschutz durchsetzbar.

Allerdings haben Sie gemäß der Rechtsprechung des BGH in einem Verfahren die Beweislast für den entsprechenden Willen des Verstorbenen. Dies sollte jedoch nach Ihrer Schilderung möglich sein, wenn Ihr Sohn einen entsprechenden Willen geäußert hat und aufgrund der sonstigen Umstände wie z.B. der Scheidung und Trennung, etc.

Ich empfehle Ihnen daher einen Rechtsanwalt vor Ort aufzusuchen, um die Möglichkeiten für die Durchsetzung der Totenfürsorge auf rechtlichem Weg zu überprüfen und ggf. umzusetzen.

Ich wünsche Ihnen in dieser Angelegenheit alles Gute.


Ich möchte Sie noch einmal darauf hinweisen, daß dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben und eine vollständige und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann.
Das Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann eine völlig andere rechtliche Beurteilung ergeben.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen eine erste Orientierung bieten und stehe Ihnen für eine persönliche Rechtsberatung auch über die angegebene E-mail Adresse gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mack
Rechtsanwalt


________________________________________________________
Rechtsanwalt Thomas Mack
Throner Str. 3
60385 Frankfurt a.M.
Tel.: 0049-69-4691701
E-mail: tsmack@t-online.de



Rückfrage vom Fragesteller 31.01.2012 | 13:11

Vorab vielen Dank!

Können Sie mir auch eine Aussage über den letzten Teil meines Anliegens machen?

Das ist für mich nicht unwichtig.

M.f.G.

Letzter Teil meiner Anfrage:

Müssen wir denn tatsächlich damit rechnen (wenn die Urnenbeisetzung jetzt wirklich in ....... stattfindet...), dass alle Kosten im Nachhinein auf uns abgewälzt werden können? Obwohl wir (ALLES nachweislich...) bei einer Beisetzung unseres Sohnes hier bei uns die Kosten getragen hätten?

Uns wird mit voller Absicht eine verpasst und dann bezahlen wir das GANZE auch noch?

Uneheliche volljährige Kinder sind da, um die hat er sich aber nie gekümmert und nie etwas für sie bezahlt; sie sind auch noch in der Ausbildung und völlig mittellos.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.01.2012 | 13:38

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne möchte ich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Grundsätzlich haftet nach § 1968 BGB der Erbe für die Kosten der Beisetzung.

Wenn diese Kosten vom Erben nicht zu erlangen sind bzw. kein Vermögen vorhanden ist, dann haften die unterhaltspflichtigen Verwandten.

Es würden also zunächst die volljährigen Kinder in Betracht kommen. Wenn diese keine Mittel für die Beerdigung haben, dann haften Sie ersatzweise für die Kosten, falls Sie leistungsfähig sind, d.h. entsprechendes Vermögen besitzen.

Falls Ihnen dies nicht zugemutet werden kann sind die Kosten vom Sozialhilfeträger zu übernehmen.

Ich hoffe ich konnte Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mack
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.02.2012 | 09:23

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M.f.G.


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