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K Unterhalt ab 18 mit BvB


24.02.2005 09:55 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo! Ich verdiene 1450,- Netto, davon zahle ich 268,-für KU für meine Tochter die im März 18 wird.Ich zahle noch 335 jede Monat Schulden.Meine jetzige FRau verdient 500,-.Die Tochter lebt bei der Mutter. Es gibt kein weiteres Kind. Die Tochter hat voriges Jahr BVJ gemacht und damit gleichzeitig den Hauptschulabschluss.Von Juni bis Dezember hat sie nichts gemacht. Ab Dez. macht sie jetzt eine BvB durch Arbeitsamt. Die Ex ist Arbeitslos, verdient minimal ca. 400-500.Die Ex macht jetzt ein Kurs durch Arbeitsamt. Sie kann gar nicht Deutsch.
Wenn sie jetzt Unterhaltspflichtig ist gegenüber die Tochter, muss sie nicht arbeiten gehen?
Unser RA sagt das wir ein Titel haben und wenn wir nicht zahlen droht uns die Pfändung.Sie sagt das wir zahlen müssen bis die Tochter Wirschaftlich in der Lage ist sich zu Unterhalten und bis sie eine Ausbildung beendet hat. Na ja, alles klar aber bis wann kann die Tochter solche komische Schulen machen? Kann man sie nicht zwingen kleine Jobs anzunehmen, zB. Babysitten,Zeitschriften verteilen?
Diese BvB ist weder eine Allgem. Schulbildung oder Ausbildung.
Ich verstehe nicht warum wir zahlen müssen! Es ist sehr schwer ein RA zu finden der uns auch helfen würde.Ich fühl mich sehr Ausgebeutet . Eas können wir nun tun?

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Sehr geeehrter Ratsuchender,

ihre Tochter ist grundsätzlich verpflichtet ab der Volljährigkeit für ihren eigenen Unterhalt Sorge zu tragen. Dabei muss sie alles daran setzen Einkünfte zu erzielen, die es ihr ermöglichen, allein ihren Unterhalt zu tragen.

Dieser Grundsatz ist aber eingeschränkt durch die Berufsausbildung. Mit Eintritt der Volljährigkeit befinden sich fast alle noch in der Ausbildung. Die Eltern sind gehalten, während dieser Zeit für den Unterhalt Sorge zu tragen.

Ihre Tochter ist aber auch verpflichtet zügig und mit Fleiß eine Ausbildung zu absolvieren. Sie hat ihren Hauptschulabschluss und muss Ihnen nachweisen, dass sie sich bisher vergeblich um einen Ausbildungsplatz bemüht hat. Verlangen Sie von Ihr die Bewerbungsnachweise und zwar laufend. Das BvB dient dabei nur der Überbrückung und der Erlangung einer möglichen Zusatzqualifikation. Dennoch ist die Tochter gehalten, sich massiv um einen Ausboldungsplatz zu bemühen. Das jetzige BvB wird man ihr noch zugestehen können, wenn bisherige Bemühungen erfoglos geblieben sind.

Ist an Hand der Bewerbungsunterlagen zu erkennen, dass sich Ihre Tochter nicht ausreichend bemüht, ist diese auf fiktive Einkünfte zu verweisen, bzw. muss sich dann eine andere Arbeitsstelle suchen.

Neben dem BvB kann von Ihrer Tochter grundsätzlich nicht die Aufnahme kleinerer Jobs verlangt werden. Das gilt erst dann, wenn das BvB beendet ist und sie keine Nachweise über ausreichende Bewerbungen nachgewieseen hat.

Ich kann Ihren Mißmut verstehen, kann Ihnen aber aus unterhaltsrechtlicher Sicht auch nichts anderes sagen.

Zu überlegen wäre aber die Tätigkeit Ihrer Ex-Frau. Dieses ist grundsätzlich gehalten, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, um sich an dem Unterhalt zu beteiligen. Auch hierüber sollten Sie sich Nachweise zukommen lassen.

Leider kann auch ich Ihnen in der jetzigen Situation keine andere Auskunft geben.

Mit freundlcihen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 24.02.2005 | 10:45

Danke. Die Tochter hat bis jetzt noch nie eine Bewerbung geschrieben und hat sich noch nie Beworben.Die Tochter lügt uns dauernd an, also privat können wir von Ihr und Ex gar nichts verlangen.Muss sie uns auch jetzt die Bewerbungsabsagen vorlegen?Meine ich wenn sie jetzt diese BvB macht? Ich weiss das man schwer eine Ausbildungsplatz finden kann und deswegen muss man sich rechtzeitig bewerben.Die Ex zu verklagen ist auch eine Sache des Geldes. Wir können uns nicht leisten denn wenn wir verlieren würden, müssen wir viel zahlen. Von Ihr ist nichts zu holen.Meinen Sie es lohnt sich?
Können wir jetzt gegen die Tochter gewinnen wenn sie keine Bewerbungsnachweis hat?
Kann uns ein RA vertreten auch wenn er von uns und geklagte
sehr Weit wohnt?Also alles durch schriftverkehr?
Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.02.2005 | 11:02


Danke für Ihre Nachfrage.

Ihre Tochter ist verpflichtet, ihre sogenannte Bedürftigkeit nachzuweisen. Deswegen ist sie auch verpflichtet Ihnen die Bewerbungsschreiben und die Absagen vorzulegen.Das gilt auch für die Zeit des BvB. Dieses dient ja im Grunde nur dazu die Zeit, bis ein Ausbildungsplatz gefunden ist, wenn man einen solchen überhaupt finden will, zu überbrücken und sich in dieser Zeit weiter zu qualifizieren.

Die Ex selber ist nicht zu verklagen. Die Frage, ob Ihre Ex arbeiten muß, spielt in einem möglichen Gerichtsverfahren gegen Ihre Tochter eine Rolle. Der Unterhalt für die Tochter bemißt sich ja nach dem Einkommen beider Elternteile. Bei dieser Berechnung in einem Gerichtsverfahren würde dann die Frage mitentschieden werden, ob Ihre Ex arbeiten muß.

Ob Sie ein Verfahren gegen Ihre Tochter gewinnen, kann ich Ihnen nicht vorhersagen. Die Aussichten eines solchen Verfahrens sollten anhand vorliegender Unterlagen genau überprüft werden. Auch muß Ihre Tochter erst vorgerichtlich aufgefordert werden, die Unterlagen vorzulegen.

Sie können sich auch von einem RA vertreten lassen, der weiter weg seinen Kanzleisitz hat. Das Problem sind aber Besprechungen von Schriftsätzen, was immer nur fernmündlich sein kann oder mit hohen Kosten verbunden sein könnte, wenn eine Anreise von Ihnen zum RA erforderlich ist. Im Gerichtsverfahren können Sie zwar Prozeßkostenhilfe beantragen. Wenn Sie diese bekommen, gilt es aber nur für Kosten eines RA bei dem Gericht. Muß ein RA zu einem Gerichtstermin von weit anreisen, müssen Sie die Kosten allein tragen.

Für Sie ist es daher günstiger einen RA bei dem zuständigen Gericht zu beauftragen.

Ich hoffen, Ihnen geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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