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Juristische Einschätzung zwecks Berufung gegen Strafurteil

20.03.2013 22:00 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Zusammenfassung:

Auch im Jugendstrafrecht gilt in der Berufung das Verböserungsverbot.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte um Ihre Einschätzung zwecks der nachfolgenden Frage. Ich weiß, dass Sie keine Akteneinsicht in den Fall hatten, dies ist auch nicht erforderlich. Bereits jetzt schon vielen Dank:)

Ich hatte diesen Fall bereits schon einmal hier drin, der angenommende Anwalt hat meinen Sohn auch vertreten.

http://www.beauftrag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=212481&rechtcheck=2

Nun möchte ich jedoch eine andere Meinung hören, wie weiter vorzugehen ist.

Es handelt sich wie bereits beschrieben um eine Körperverletzung. Das Urteil war heute 600 Geldstrafe, da mein Sohn als Jugendlicher noch nie in Erscheinung getreten ist. Die Kosten des Verfahrens und auch des Anwalts den ich bezahle, müssen von meinem Sohn getragen werden. Die Staatsanwaltschaft hat Jugendarrest gefodert(ohne genaue Bezifferung), der Anwalt meines Sohnes Freispruch wegen Notwehr.

Was denken Sie? Macht eine Berufung vor dem Landgericht Sinn? Wie hoch wäre ein möglicher Kostenfaktor? Was würden Sie aus Ihrer Praxis raten? Werden solche Urteile gerne mal aufgehoben?

Das Amtsgericht Dachau war heute zuständig. Vielen Dank.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:


Aus Ihrer letzten Anfrage geht leider auch nicht hervor, was konkret Ihrem Sohn vorgeworfen wurde, die Anklageschrift ist für mich nicht abrufbar. Ihr Sohn ist nach Ihren Angaben wegen Körperverletzung verurteilt worden. Ohne Kenntnis der Akten und der Zeugenaussagen in der Hauptverhandlung kann man die Erfolgsaussichten der Berufung nicht konkret beurteilen. Ich kann daher nur allgemeine Angaben machen.

Es kommt immer auf den Einzelfall an, aber im Großen und Ganzen folgen die Berufungsgerichte im wesentlichen der 1. Instanz. Wenn das Gericht nach Beweisaufnahme dazu kommt, dass keine Notwehrlage vorlag, dann ist es zumindest nicht sehr wahrscheinlich, dass dies vom Berufungsgericht anders gesehen wird.

Die Zeugen, die nochmals vernommen würden, sagen in der Regel nichts neues aus. Zum Strafmaß kann ich natürlich ohne Kenntnisse nichts sagen.

Eine Berufung sollte wohl überlegt sein, weil ganz generell die Chancen eher schlecht sind.

Geht die Berufung verloren fallen höhere Anwaltskosten als in der 1. Instanz an, hinzu kommen die Verfahrenskosten, zu denen auch die Zeugenauslagen gehören. Es kann aber nach § 74 JGG: Kosten und Auslagen ganz oder teilweise davon abgesehen werden, dem Jugendlichen die Kosten aufzuerlegen.

Der größte Kostenfaktor ist der eigene Anwalt.

Was für die Berufung spricht, ist das auch im Jugendrecht das Verböserungsverbot gilt, die Strafe kann also in der Berufung nicht höher, sondern nur niedriger werden. Man geht also abgesehen von den Kosten, nicht das Risiko einer
Verschlechterung des Urteils ein.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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