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Jungrüden Verkauf

| 19.08.2016 08:43 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von


11:50
Ich habe vor rund zwei Wochen einen Jungrüden ( Berner Sennenhund) an ein Ehepaar verkauft. Da das Ehepaar mit dem Hund nicht zurecht, auf Grund seines Temperamentes, kommt soll ich bzw.die Züchterin den Hund zurücknehmen. Ich habe den Grund des Verkaufes ( Schlaganfall ) in der Vekaufsanonce, erwähnt und auch auf sein Temperament, mehrmals hingewiesen. Dem Käufer bin ich noch 200 km entgegengefahren auf Grund seiner doch etwas langen Anfahrt. Wie verhält man sich bei der eventuellen Rücknahme, wieviel kann ich für meinen Aufwand vom Rückgabepreis abziehen ? Besteht eigentlich eine Pflicht den Hund zurückzunehmen? Zusicherungen wurden keine im Kaufvertrag keine gemacht zwecks Rücknahme. Ahnentafeln und sämtliche Papiere wurden überreicht an den Käufer und wurden von diesem auch gelesen und nicht beanstandet.
19.08.2016 | 09:13

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Sofern es sich um einen Privatverkauf handelt, also Sie im rechtlichen Sinne Verkäufer sind und zu privaten Zwecken gehandelt haben, konnte im Kaufvertrag die Gewährleistung wirksam ausgeschlossen werden. Hier wäre also zu prüfen, ob im schriftlichen Kaufvertrag ein wirksamer Gewährleistungsausschluss vorliegt.

Sollte jedoch im rechtlichen Sinne die Züchterin, die Sie erwähnten, Verkäuferin gewesen sein und diese unternehmerisch handeln, stellen sich andere rechtliche Folgefragen, die gesondert zu beantworten wären.

2. Für das Vorliegen einer bestimmten Beschaffenheitsvereinbarung über Charaktereigenschaften des Tieres trägt der Käufer die Beweislast. Dies dürfte schwerlich gelingen. Wenn Sie hier sogar auf das Temperament des Hundes hingewiesen haben und dies in Textform vorliegt und damit beweisbar ist, sieht es noch besser aus. Dann dürfte eine ,,negative" Beschaffenheitsvereinbarung dergestalt vorliegen, dass das Temperament des Hundes Bestandteil des Kaufvertrages geworden ist, ein Sachmangel also in jedem Falle ausscheidet.

3. Natürlich steht es Ihnen frei, den Kaufvertrag dennoch aufzuheben. In diesem Falle können Sie jedenfalls im Rahmen der Verhandlungen Fahrtkostenersatz verlangen, der mit € 0,25 pro km anzusetzen wäre.

Eine rechtliche Verpflichtung zur Rücknahme kann ich jedoch bei einem Privatkauf nicht erkennen, der Vertrag ist zu erfüllen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Christian Schilling

Nachfrage vom Fragesteller 22.08.2016 | 20:35

Ich bekomme am Samstag nun den Hund zurück, wie soll ich mich wegen dem Kaufpreis verhalten? Der Kaufvertrag hatte ja Gültigkeit und wat zu erfüllen.

Nachfrage vom Fragesteller 22.08.2016 | 20:35

Ich bekomme am Samstag nun den Hund zurück, wie soll ich mich wegen dem Kaufpreis verhalten? Der Kaufvertrag hatte ja Gültigkeit und wat zu erfüllen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.08.2016 | 11:50

Ich verweise auf Ziffer 3.) meiner Ausführungen:

,,Natürlich steht es Ihnen frei, den Kaufvertrag dennoch aufzuheben. In diesem Falle können Sie jedenfalls im Rahmen der Verhandlungen Fahrtkostenersatz verlangen, der mit € 0,25 pro km anzusetzen wäre."

Da Sie rechtlich nicht zur Aufhebung des Vertrages verpflichtet sind, ist dies reine Verhandlungssache.

Bewertung des Fragestellers 23.08.2016 | 09:31

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 23.08.2016
4,8/5,0

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ANTWORT VON

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