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Jugendamt verlangt bundesweite bewerbungen


10.02.2018 17:44 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren, leider verdiene ich im Moment nur den Mindestlohn da ich frisch ausgelernt bin. Nun verlangt das Jugendamt aber bundesweite Bewerbungen.
Darf es denn wirklich bundesweit sein? Ich bekomme in 2 Monaten mit meiner Frau einen kleinen Sohn das heißt ja ich sehe mein Kind dann nur Wochenende weil ich ganz woanders arbeiten soll? Können die das wirklich verlangen? Ich kann ja nicht verlange das meine Frau mit mir weit weg zieht obwohl sie hier auch einen festen Job hat und wir auch schon einen Kindergartenplatz sicher haben. Wir wollen unser Baby auch nicht aus der Familie reißen die sich dann natürlich auch nur noch seltener sehen

Liebe Grüße um eine Antwort wäre ich sehr dankbar
10.02.2018 | 18:58

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie müssen sich nicht bundesweit bewerben.

Sie sind Ihrem Kind zum Unterhalt verpflichtet. Ich gehe davon aus, dass das Kind auch minderjährig ist, so dass Sie eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit haben. Das bedeutet, dass Sie alles tun müssen, um den Unterhalt sicherzustellen.

Dazu zählen auch entsprechende Erwerbsbemühungen. Bundesweit wird dieses auch verlangt; in Ihrem Fall ist aber Ihre persönliche Situation auch zu beachten.

Insofern sind Sie gerade nicht ungebunden, sondern habe die familiäre Bindung an Ihrem jetzigen Wohnort. Da auch die neue Ehe zu berücksichtigen ist, wird man hier aus den von Ihnen genannten Gründen keine bundesweite Bewerbungen verlangen können.

Zu überlegen ist aber, ob es die Möglichkeit gibt, sich regional vom Wohnort entfernt zu bewerben und täglich zu pendeln. Wenn es möglich sein sollte, wäre auch an eine Nebenbeschäftigung zu denken; Letzere aber nur dann, wenn Ihnen diese überhaupt neben einer vollschichtigen Erwerbstätigkeit zuzumuten ist.


Sollte das Jugendamt an seiner Forderung festhalten, beauftragen Sie vor Ort einen Rechtsanwalt.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


ANTWORT VON

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