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Jugendamt und Jugendhilfe, Veto gegen Wohngruppe

16. März 2019 12:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


16:22

Zusammenfassung:

Wohngruppe oder Elternteil - wo soll das Kind leben? Aufenthaltsbestimmunsgrecht

Meine Exfrau und ich haben Zwillinge, 2003 geboren. Seit der Trennung vor rund 8 Jahren leben die Kinder bei der Mutter, wir teilen uns das Sorgerecht. Mein Sohn ist Autist und neigt zu Ausrastern, die sich häufig gegen die Mutter gerichtet haben, da sie damit nicht richtig umgehen kann. Ich arbeite Vollzeit, genau wie meine Verlobte, daher konnten wir ihn nicht zu uns nehmen. Auch hätten wir ihm nicht die notwendigen Hilfen geben können, genau wie die Mutter. Im Oktober 2017 kam mein Sohn in eine Wohngruppe, 2,5 - 3 Stunden von uns entfernt. Schon damals hatte ich mich davor gegen eine andere Wohngruppe gewehrt, da ich diese als ungeeignet ansah. Leider ist das Verhältnis zu meiner Exfrau extrem schwierig und auch die Mitarbeiterin des Jugendamtes bevorzugt gerne mal meine Exfrau, da diese zu allem Ja und Amen sagt. In der Zeit, in der mein Sohn in der Wohngruppe war, habe ich mir sehr viel Mühe gegeben die Kommunikation mit Jugendamt und Exfrau zu verbessern, wobei dies von den beiden Parteien leider immer wieder zunichte gemacht wurde. Im Oktober 2018 musste mein Sohn leider das Wohnheim wieder verlassen ohne, dass eine Alternative abgewartet wurde. Seitdem ist er übergangsweise in nicht dafür geeigneten Wohngruppen untergebracht worden, die auf ihn nicht eingestellt sind. Auf meine wiederholten Nachfragen beim Jugendamt was jetzt weiter passieren soll habe ich nur spärliche Angaben erhalten, tatsächliche Informationen wurden mir nicht gegeben. Nun kam es diese Woche dazu, dass ein Vertreter einer Einrichtung bei meiner Exfrau war und die Mitarbeiterin des Jugendamts war ebenfalls bei diesem Termin dabei. Von diesem Termin wusste ich nichts, dabei hatte ich noch 2 Tage vorher an die Dame eine Email geschrieben, ob es Neuigkeiten gibt, wie es weitergeht und dass sie mir bitte zumindest per Email neue Informationen zukommen lassen soll. Meinem Sohn wurde aufgetragen, mir von diesem Termin zu berichten, was ihm ein furchtbar schlechtes Gewissen macht. Weder von meiner Exfrau, noch vom Jugendamt kam dazu eine Benachrichtigung.
Nicht nur, dieses unfassbar unprofessionelle Verhalten macht mich fassungslos, sondern die Gruppe ist über 600 km entfernt. Mein Sohn kann Zeit und Entfernung absolut nicht einschätzen und hatte auch nach einem Jahr noch Probleme mit der Distanz in dem 1. Wohnheim. Zudem lässt er sich leicht manipulieren. Er weiss, dass er Hilfe benötigt und sagt deshalb, dass er in diese Gruppe gehen würde, aber was das alles bedeutet weiss er nicht. Meine Frage: kann ich dagegen vorgehen, auch wenn ich leider nicht die Möglichkeit habe ihn zu mir zu nehmen? Und wie kann ich am besten mit dieser Art und Weise des Jugendamts umgehen?

16. März 2019 | 13:42

Antwort

von


(851)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn Sie das Kind zu sich nehmen möchten, dann müssen Sie einen Antrag bei Gericht auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts stellen.
Dann entscheidet der Richter, ob er bei Ihnen wohnen kann.

Wenn der Richter sich nicht sicher ist, wird er ein Gutachten einholen, dann wird ein Experte sich anschauen, ob Sie geeignet sind und es dem Kindeswohle entspricht.

Die andere Variante wäre, Ihrer Frau das Aufenthaltsbestimmungsrecht mit der Maßgabe zu entziehen, dass Sie die Wohngruppe auswählen möchten.
Auch dies ist im Rahmen eines Gerichtsverfahrens möglich.


So oder so müssen Sie also vor Gericht einen Antrag stellen.


Gerne helfen wir weiter. Mehr über uns auch: http://www.youtube.com/c/DrCorinaSeiter


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Verkehrsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 17. März 2019 | 16:15

Sehr geehrte Frau Seiter,
erstmal vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Leider wurde meine Frage damit nicht beantwortet:
Meine Frage: kann ich dagegen vorgehen, auch wenn ich leider nicht die Möglichkeit habe ihn zu mir zu nehmen? Und wie kann ich am besten mit dieser Art und Weise des Jugendamts umgehen?

Es ging vielmehr darum, ob es sowas wie eine Zumutbarkeitsregelung hinsichtlich der Entferung der Wohngruppe gibt. Muss ich mich dem Jugendamt und dem Willen meiner Exfrau beugen, wenn ich keine alternative Unterbringungsmöglichkeit bieten kann oder kann ich trotzdem darauf bestehen, dass eine Einrichtung gesucht wird, die nur 200 km entfernt ist?

Vielen Dank vorab für die Beantwortung!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17. März 2019 | 16:22

Ich habe Ihnen die 2 Varianten aufgezeigt und somit ihre Frage beantwortet, auch wenn Sie den Sohn nicht zu sich nehmen können oder wollen, so habe ich Ihnen beides aufgezeigt - eine andere Lösung gibt es nicht, sofern Sie nicht mit Ihrer Ex zusammen an einem Strang ziehen und beide (!) gegen die Jugendgruppe sind. Ist Ihre Frau dafür, so haben Sie keine anderen Möglichkeiten als die beiden.

Eine Verhältnismäßigkeit gibt es nicht - wenn das Jugendamt die Gruppe für geeignet hält und Ihre Frau zustimmt, reicht das aus.

Wenn Sie keine Alternative bringen der aber Variante 2 anwenden (das Aufenthaltsbestimmungsrecht mit der Maßgabe zu entziehen, dass Sie die Wohngruppe auswählen möchten), müssen Sie sich dem beugen.

ANTWORT VON

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