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Jobwechsel Jahresurlaub

| 14.07.2021 17:12 |
Preis: 30,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Forderungen aus einem Arbeitsverhältnis verjähren in drei Jahren zum Jahresende. Es können aber kürzere Ausschlussfristen vereinbart sein. Zu viel gewährter Urlaub in der zweiten Jahreshälfte kann zurückgefordert werden.

Sehr geehrte Damen und Herren,
von Januar bis Juni dieses Jahres war ich auf Kurzarbeit null, also gar nicht arbeiten. Daher wird mein Jahresurlaub vom Unternehmer um die Hälfte gekürzt, auch der Urlaub für meine Schwerbehinderung (50 %). Ich erhalte somit 10 Tage Jahresurlaub.
Ich habe bereits Urlaub für den Monat August gebucht und bezahlt. Nun kommt es eventuell zum Jobwechsel, vorher oder nach dem Urlaub. Das kann ich noch nicht genau sagen. Muss mein ehemaliger Arbeitgeber den Urlaub 8 bzw. 9 Tage bezahlen? Ich habe dieses Jahr noch keinen Urlaub gemacht. Bei dem neuen Arbeitgeber erhalte ich anteilig Urlaub, also für das halbe Jahr, oder?
Wie lange kann ich eine Nachbesserung meiner Lohn-Abrechnungen verlangen? Auf einigen Abrechnungen sind einfach nur die Summen vom Kurzarbeitergeld und dem Fiktiven Entgeld eingetragen. Es fehlen die Stunden, nach denen der Lohn berechnet wird. Und ich kann das sowieso nicht nachvollziehen, ob die Berechnung richtig ist. Nach 4 Monaten Kurzarbeit hätte es doch mehr Geld geben müssen, oder nicht?

Vielen Dank für Ihre Mühe.

Freundliche Grüße

14.07.2021 | 19:14

Antwort

von


(579)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Je nach dem wann Sie genau aus dem alten Arbeitsfeld es ausscheiden, ist der alte Arbeitgeber nicht verpflichtet, Ihnen mehr Urlaub zu bezahlen als ihnen zusteht. Nach Ihrer Mitteilung arbeiten sie seit dem Monat Juli wieder, sodass sie jedenfalls für diesen Monat einen anteiligen Urlaubsanspruch erhalten. Je nach Ihrem geplanten Austritt würde Ihnen ja auch noch Urlaub für den anteiligen Monat August zu stehen. Wenn der Arbeitgeber Ihnen aber in Kenntnis des Umstandes, dass sie gekündigt haben, noch das volle Gehalt für den Monat August bezahlt, kann er diese Zahlung dann später nicht zurückverlangen.

Richtigerweise muss der alte Arbeitgeber Ihnen bei Austritt eine Bescheinigung erstellen, wie viel Urlaub sie genommen haben. Wenn Sie also schon Urlaub für das zweite Halbjahr genommen haben, wird Ihnen dieser auf den Urlaubsanspruch bei dem neuen Arbeitgeber angerechnet. Grundsätzlich steht Ihnen bei dem neuen Arbeitgeber dann ein Teilurlaubsanspruch für die Monate zu, in denen Sie bei ihm arbeiten werden. Bitte beachten Sie aber, dass sie erst nach einem halben Jahr der Betriebszugehörigkeit berechtigt sind, Urlaub zu nehmen. Natürlich kann man dies einvernehmlich anders handhaben und auch schon früher Urlaub gewähren.

Üblicherweise verjähren Ansprüche auf ausstehende Gehalt in drei Jahren zum Jahresende. Es kann aber sein, dass sich in Ihrem Arbeitsvertrag eine Ausschlussklausel findet, wonach Sie sich in einer kürzeren Frist, üblicherweise nach drei Monaten, melden müssen. Diese Klausel muss aber genau geprüft werden, ob sie denn wirksam ist. Hier hat die Rechtsprechung in jüngerer Zeit viele Anforderungen gestellt, die dazu führen, dass viele derartige sogenannten Ausschlussfristen unwirksam sind. Soweit Sie ein ganz geringes Gehalt haben und möglicherweise nur den Mindestlohn verdienen, greifen die Ausschlussfristen auch in Bezug auf diesen Mindestlohn nicht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 16.07.2021 | 09:35

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Stellungnahme vom Anwalt:

Sehr gerne.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 16.07.2021
5/5,0

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Freundliche Grüße


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