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Jobverlust durch Drogenkonsum bei BUV-Abschluss erwähnen?


| 13.09.2017 06:43 |
Preis: 45,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von



Folgender Sachverhalt (ich versuche das möglichst gut zu rekonstruieren):
Ich habe 2003 bis 2004 eine Ausbildung im Gesundheitswesen gemacht. Die Ausbilder haben aus irgendeinem Grund von meinem angeblichen Drogenkonsum (Marihuana) erfahren. Daraufhin hat man mir gekündigt, weil ich aus gesundheitlichen Gründen nicht dafür geeignet war. Das war die offizielle Begründung in meinem Kündigungsschreiben.

-Es deswegen hat KEINE offizielle ärztliche Untersuchung gegeben.
-Ich wurde NICHT mit den Drogen erwischt. Es ließ sich nur von meinem Verhalten darauf zurückführen.
-Ob ich es damals „offiziell" vor meinem Ausbilder zugegeben habe, nachdem es klar war dass ich rausfliege kann durchaus sein.
-Es hat deswegen keine Anzeige oder gar Ermittlungen gegeben.
-Ich war damals auch NICHT in ärztlicher Untersuchung deswegen (meine Ausbilder hatten mir dazu geraten, was ich aber strikt abgelehnt hatte).

Ich wüsste also nicht dass ich irgendwo was dazu finden könnte. Eine damalige Noch-Kollegin hatte mir aber gesagt dass ich wegen dieser Sache beim Gesundheitsamt registriert sein könnte.

Nun gut, das ist jetzt eine Weile her. Da ich inzwischen ein Studium in einer ganz anderen Richtung abgeschlossen habe und nun auch in einer ganz anderen Richtung tätig bin habe ich mir keine Gedanken mehr darüber gemacht.

Nun zu meinem Problem: Jetzt will ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, wofür ich meine Krankenakte komplett aufrollen muss. Jetzt interessiert es mich ob ich diese Sache ebenfalls erwähnen muss. Das letzte was ich will ist erst jahrelang bezahlen und dann im Fall der Fälle der Versicherung eine Vorlage geben sich rauszureden.

Daher will ich nun wissen ob ich solche Sachen angeben muss (ich würde ja immerhin etwas illegales zugeben).
Oder ob ich irgendwie herausfinden kann was da alles über mich gespeichert ist.
13.09.2017 | 09:42

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bedauerlicherweise müssen Sie Ihren ehemaligen Drogenkonsum angeben. Bei den Gesundheitsfragen im Rahmen des Abschlusses einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird auch nach Drogenkonsum bzw. Drogenkonsum in der Vergangenheit gefragt.

Geben Sie es nicht an und tritt der Leistungsfall ein, würde die Versicherung, wenn Sie von dem ehemaligen Drogenkonsum erfährt, den Versicherungsvertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten und müsste dann nicht leisten.

Sie geben an, dass Sie anlässlich des Drogenkonsums nicht ärztlich behandelt worden sind und auch sonst Ihres Wissens nach der Drogenkonsum nirgendwo aktenkundig ist. Bitte beachten Sie, dass ggf. auch nachträglich zum Beispiel anhand von Blutergebnissen, die evtl. bei Ihrem Hausarzt vorhanden sind, Rückschlüsse auf Drogenkonsum erfolgen könnten. Die Versicherer holen im Leistungsfall sämtliche Auskünfte, die Ihnen zur Verfügung stehen, ein. Der Versicherer muss bei Anfechtung wegen arglistiger Täuschung (Verschweigen des ehemaligen Drogenkonsums), beweisen, dass Sie in Vergangenheit Drogen konsumiert haben und dies bewusst bei Abschluss des Versicherungsvertrages verschwiegen haben.

Eine Strafbarkeit wegen eines Drogenkonsums, der so lange her ist und zudem Eigenkonsum darstellt, haben Sie nicht mehr zu befürchten.

Auch wird die Versicherung nicht leistungsfrei, wenn die Ursache des Leistungsfalles nicht mit dem ehemaligen Drogenkonsums in Zusammenhang zu bringen ist.

Trotz allem empfehle ich Ihnen, wenn Sie sichergehen wollen, dass Sie im Leistungsfall auf jeden Fall Leistungen der Versicherer erhalten, den ehemaligen Drogenkonsum anzugeben. Hierbei handelt es sich nicht um eine Lapalie, deren Angabe nicht notwendig ist.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M. (Versicherungsrecht)
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.
Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Nachfrage vom Fragesteller 14.09.2017 | 07:22

Hallo,

erst einmal Danke für die schnelle Antwort.

Im großen und ganzem klar, nur eine Formulierung habe ich nicht verstanden:

"Auch wird die Versicherung nicht leistungsfrei, wenn die Ursache des Leistungsfalles nicht mit dem ehemaligen Drogenkonsums in Zusammenhang zu bringen ist."

Was bedeutet das in diesem Zusammenhang?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.09.2017 | 08:35

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Bewertung.

Der Satz bedeutet folgendes: Werden Sie berufsunfähig und die Krankheit, die hierfür ursächlich ist, hat nichts mit Ihrem ehemaligen Drogenkonsum zu tun, dann muss die Versicherung trotz des von Ihnen verschwiegenen Drogenkonsums zahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.09.2017 | 07:01


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