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Job auf eigene Rechnung


03.11.2005 13:25 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrter Herr/Frau Ra,

ich bin alleinerziehende Mutter mit Lohnsteuerklasse 2. Mir ist ein Bürojob angeboten worden tägl. 3 Std. = 15 Std./Woche.
Der Chef würde mir 15 € + 16% MwSt. zahlen. Er würde mich aber nur auf eigene Rechnung anstellen, d.h., er meinte, ich müsse mir einen Gewerbeschein besorgen.

(Ich habe keinen Anspruch auf Arbeitslosenleistungen und falle daher nicht in die 14.99 Std. Regelung.)

Was würde mir netto übrigbleiben ?
Halten Sie das für ein annehmbares Angebot ?
Krankenversichern würde ich mich weiterhin freiwillig bei meiner Kasse... müsste ich mich sonst noch irgendwie selber pflichtversichern ?

Recht herzlichen Dank für Ihre Antwort.
Guten Tag,

Sie sollten die Entscheidung, ob Sie selbständig für 15,- € zzgl. MWSt oder als angestellte Kraft arbeiten, nicht von der steuerlichen Seite abhängig machen.

Steuerlich können Sie den Effekt vernachlässigen. Wenn Sie 15 Stunden die Woche arbeiten, erzielen Sie monatlich einen durchschnittlichen Verdienst von 974,25 €. Hier fallen bei LStKl II noch keine Steuern an, sofern Sie als Angestellte arbeiten.
Als Selbständige hat dies die Folge, daß Sie nicht den gesamten Verdienst versteuern müssen, sondern lediglich den Ihnen verbleibenden Gewinn. Sie können ja alles, was Sie an berufsbedingten Kosten gegen den Verdienst anrechnen. Gehen sie getrost davon aus, daß jährlich eine kaum spürbare Steuerlast von vielleicht 300,- - 400,- € anfällt. Wenn man unterstellt, daß Sie keine eigenen Kosten haben, sondern der gesamte Verdienst als Gewinn übrigbleibt, würde sich Ihre jährlich Steuerlast auf 747,- € belaufen.

Entscheidender ist die sozialrechtliche Seite. Ihr Chef führt bei einer selbständigen Tätigkeit keinerlei Sozialversicherungsabgaben für Sie ab, so daß Sie neben der Krankenversicherung auch und insbesondere die Altersvorsorge selbst vornehmen müssen. Diese Kosten dürfen Sie nicht vernachlässigen.
Rechnen Sie in Ruhe aus, was tatsächlich für Sie unter dem Strich bei allen Vorsorgeleistungen tatsächlich übrig bleibt. Bei allem Vorbehalt werden Sie feststellen, daß die selbständige Tätigkeit unter diesem Aspekt sich nicht lohnen dürfte.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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