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Jahrespraktikum - Nachweispflicht dem Vater gegenüber?


03.07.2005 17:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Nachricht: Hallo, ich bin alleinerziehend u. habe einen 17jährigen Sohn, der im August ein Jahrespraktikum (u. im nächsten Jahr seine Lehre im gleichen Betrieb) beginnen wird. Der Vater zahlt schon seit mehr als 2 Jahren keinen Unterhalt mehr verlangt aber jetzt, einen Ausbildungsplan, Schulzeugnisse 2004/2005 u. Nachweise, daß mein Sohn sich um einen Ausbildungsplatz bemüht hat. Bin ich zu diesen Auskünften überhaupt verpflichtet? Der Hintergrund dieser Forderung liegt eindeutig auf der Hand, zum einen strebt er eine Abänderungsklage an und zum anderen will er belegen, mein Sohn habe sich nicht ausreichend um einen Ausbildungsplatz bemüht. Bei meiner Anwältin erfahre ich immer nur, da könne man nichts machen, man müsse diese Belege der Gegenpartei zur verfügung stellen. Ist dies tatsächlich so?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehmen möchte:

Nach § 1686 BGB werden Sie die von dem Kindesvater begehrten Auskünfte erteilen müssen. Hiernach kann jeder Elternteil von dem anderen Elternteil bei berechtigtem Interesse Auskunft über die persönlichen Verhältnisse des Kindes verlangen, soweit dies dem Wohl des Kindes nicht widerspricht. Ich setze voraus, dass Ihr Sohn seinem Vater keine Auskunft erteilt hat, weil er etwa den Umgang mit seinem Vater ablehnt, dieser daher keine Möglichkeit hat, sich auf andere Art und Weise zu unterrichten und folglich ein berechtigtes Interesse vorliegt. Da hier keine höchstpersönlichen Angelegenheiten des Jugendlichen erfragt werden (wie etwa freundschaftliche oder gesellschaftlichen Kontakte), sind Bedenken im Hinblick auf das Kindeswohl nicht ersichtlich.

Inhaltlich zielt die Auskunftspflicht nach § 1686 BGB auf die persönlichen Verhältnisse des Kindes. Hierzu zählen alle für das Befinden und die Entwicklung des Kindes wesentlichen Umstände, insbesondere die schulischen und beruflichen Belange des Kindes. Wie ausführlich die Auskunft sein muss, richtet sich nach den Umständen des Einzelfalles, wobei hier zu berücksichtigen sein wird, dass die Auskunft zur Feststellung der Höhe der Unterhaltsverpflichtung begehrt wird. Die Übersendung von Zeugniskopien wird von der Rechtsprechung als Nebenverpflichtung zur Auskunftspflicht anerkannt. Die Schulzeugnisse 2004/2005 müssen Sie somit in Kopie übersenden. Weiterhin werden Sie mitteilen müssen, dass Ihr Sohn im August ein Jahrespraktikum und voraussichtlich im nächsten Jahr im gleichen Betrieb seine Lehre beginnen wird. Ein Nachweis darüber, dass er sich um einen Ausbildungsplatz bemüht hat, dürfte damit hinfällig sein.

Ich bedaure Ihnen keine günstigere Antwort geben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jutta Petry-Berger
Rechtsanwältin
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