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Jahresarbeitszeit und Urlaub

06.03.2015 23:02 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Verrechnung Urlaubstage mit unverschuldeten Minusstunden unzulässig

Ich arbeite in einer diakonischen Einrichtung und jeder von uns hat ein Jahresarbeitszeitkonro.Selbstverständlich fließt auch Der Urlaub dazu ein.Nun plant aber mein Ag mich bewußt mit Minusstunden ein,so daß ich gezwungen bin Urlaub zu nehmen um mein Arbeitszeitkontos wieder auszugleichen.Habe im Jahr 2015 30 Tage Urlaub davon plant mein Ag die Hälfte meines Urlaubs ein.
Ist das rechtens oder gibt es eine Grenze wieviel Urlaub er dazu nehmen darf.Und wieviel Urlaub darf ich bei einer 6-tage Woche am Stück nehmen?Danke für Ihre Antwort
07.03.2015 | 00:02

Antwort

von


(398)
Sachsenkamstr. 21
81369 München
Tel: 08989040989
Web: https://ueberbrueckungshilfe-antrag-stellen.de/
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:



1. Ist das rechtens?
Nein
Eine Verrechnung von "Minusstunden" mit den Urlaubstagen wäre allenfalls dann denkbar, wenn Sie als Arbeitnehmer die "Minusstunden" auf Ihrem Arbeitszeitkonto verschuldet hätten, also Sie z.B. vertragswidrig nicht zur Arbeit erschienen wären. Dies dürfte nach Ihren Schilderungen wohl auszuschließen sein, eher hat Ihr Arbeitgeber Sie mangels Arbeit nach Hause geschickt . Dieses so genannte Betriebsrisiko, d.h. die Frage ob ausreichend Arbeit vorhanden ist oder die vorhandenen Arbeitskräfte sinnvoll eingesetzt werden können, ist allein dem Arbeitgeber zuzurechnen. Daher darf er dieses Risiko auch nicht auf seine Arbeitnehmer übertragen, d.h. auch nicht mittelbar, indem er Minusstunden, die auf diese Art anfallen, mit etwaigen Urlaubstagen verrechnet. Ansonsten hätte es der Arbeitgeber ja in der Hand, den Arbeitnehmern deutlich weniger Stunden aufzuerlegen als vertraglich zugesichert und könnte damit faktisch auf einem solchen Wege eine Reduzierung des Beschäftigungsumfangs bei entsprechenden Lohneinbußen erreichen, nur weil er weniger Arbeit hat.
2. oder gibt es eine Grenze wieviel Urlaub er dazu nehmen darf.

Überhaupt keinen

3. Und wieviel Urlaub darf ich bei einer 6-tage Woche am Stück nehmen?


Sie dürfen den ganzen Urlaub am Stück nehmen, wenn Sie wollen und keine dringende betriebliche Gründe dagegen sprechen . Dazu ist die Regelung im

§ 7 Bundesurlaubsgesetz:


(2) Der Urlaub ist zusammenhängend zu gewähren, es sei denn, daß dringende betriebliche oder in der Person
des Arbeitnehmers liegende Gründe eine Teilung des Urlaubs erforderlich machen. Kann der Urlaub aus diesen
Gründen nicht zusammenhängend gewährt werden, und hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaub von mehr als
zwölf Werktagen, so muß einer der Urlaubsteile mindestens zwölf aufeinanderfolgende Werktage umfassen


Ihr Arbeitgeber ist also verpflichtet, Sie gemäß vertraglich vereinbarter Arbeitszeit zu beschäftigen und zu bezahlen. Hat er keine Beschäftigung für Sie ist das sein Problem, bezahlen muss er trotzdem. Außerdem haben Sie einen Urlaubsanspruch und auch das Recht, Ihren Urlaub zu von Ihnen bestimmter Zeit zu nehmen.

Hier ist noch ergänzende Information
http://www.arbeitgeber-anwalt.bayern/index.php/2015-02-14-19-16-11


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.

ANTWORT VON

(398)

Sachsenkamstr. 21
81369 München
Tel: 08989040989
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