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Jahr der Hausgeldabrechnung in Anlage V

28.04.2020 14:01 |
Preis: 65,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


17:22
Für die Anlage V 2018 hat mein Steuerberater die Hausgeldabrechnung 2018, die im April 2019 rechtskräftig beschlossen wurde, verwendet. Somit wurden nicht die tatsächlich in 2018 bezahlten und zurückerhaltenen Summen verwendet. Die Entnahmen aus der Instandhaltungsrücklage in 2018 (auch Bestandteil dieser Hausgeldabrechnung) wurden nicht berücksichtigt. Dieses ist bei der Gesamt-Steuererklaerung weniger relevant, da die gesamten gezahlten Steuern zurückerstattet wurden.

Da die rechtskräftig beschlossene Hausgeldabrechnung 2019 (inkl. der Entnahme aus der Instandhaltungsrücklage) erst später dieses Jahr vorliegen wird, kann ich dieses Vorgehen des Steuerberaters dieses Jahr nicht wiederholen. Zudem möchte ich wenn möglich noch vor dem 30.6. einen Steuerbescheid erwirken, da ich in Deutschland nur beschränkt steuerpflichtig bin und mit dem deutschen Steuerbescheid die Steuerzahlung für die Mieteinnahmen im Wohnortland verhindern kann (Steuerzahlung im Wohnortland wäre sonst sofort Anfang Juli fällig und die Erwirkung der Rückerstattung im Wohnortland nach Erhalt des deutschen Steuerbescheides ist aufwendig).

Hier nun zu meinen Fragen:
- Kann ich für die deutsche Steuererklärung einfach das in 2019 gezahlte Hausgeld nach Wirtschaftsplan (ohne Anteil für Instandhaltungsrücklage) verwenden?
- Die in 2019 erfolgte Rückerstattung von gezahlten Hausgeld müsste ich vernachlässigen, da diese von meinem Steuerberater schon in der Steuererklärung 2018 erfolgt ist (durch Verwendung der rechtskräftigen Hausgeldabrechnung 2018). Kann dieses zu Problemen mit dem Finanzamt führen und sollte dieser Sachverhalt noch textuell erläutert werden?
- Wie und in welchem Steuererklärungsjahr kann ich die Entnahmen aus der Instandhaltungsrücklage im Jahr 2019 geltend machen? Die Uebersicht der Entnahme wurde auch noch nicht durch die Hausverwaltung zur Verfügung gestellt.
28.04.2020 | 14:32

Antwort

von


(86)
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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne möchte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage Ihrer Angaben im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist für die steuerliche Veranlagung das sogenannte Zu- und Abflussprinzip anzuwenden, sodass
es stets darauf ankommt zu welchem Zeitpunkt Werbungskosten abfließen. Demnach müssten in der Steuererklärung für
2019 folgende Werbungskosten angegeben werden

12 x Hausgeld
abzüglich Erstattungen aus Hausgeldabrechnungen der Vorjahre die in 2019 zugeflossen sind
zuzüglich Nachzahlungen aus Hausgeldabrechnungen der Vorjahre, die in 2019 abgeflossen sind.
abzüglich Zuführungen zur Instandhaltungsrücklage
zuzüglich Entnahmen aus der Instandhaltungsrücklage

Soweit Ihnen einzelne Punkte noch nicht bekannt sind, schlage ich vor, dass Sie die Angaben aus dem Wirtschaftsplan verwenden, die Finanzbehörde im Rahmen der Veranlagung, z.B. im Anschreiben, darauf hinweisen und bei Abweichungen eine Korrektur beantragen.

Ich hoffe ich konnte Ihre Fragen mittels meines Rechnungsschemas erläutern und bitte um eine Nachfrage, wenn noch etwas unklar sein sollte.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Michael Krämer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 28.04.2020 | 15:16

Sehr geehrter Herr Krämer,

vielen Dank fuer die Antwort. Hier habe ich allerdings noch zwei Rückfragen.

1) Die im Jahr 2019 stattgefundene Rücklagenentnahme ist mir nicht einmal ansatzweise bekannt, da hier die Hausverwaltung bisher keine Angabe machte. Als Grund gibt hier die Hausverwaltung an, dass die Belegprüfung durch den Hausverwaltungsbeirat noch nicht abgeschlossen ist. Sind Rücklagenentnahmen in 2019 auch vor dem Beschluss der Eigentümerversammlung über die Hausgeldabrechnung im Jahr 2020 rechtskräftig gültig oder Bedarf es hier einem Beschluss der Eigentümerversammlung und könnte ich somit die Entnahmen aus der Instandhaltungsrücklage nicht in der Steuererklärung 2019 derzeit berücksichtigen?

2) Im Jahr 2019 ergab sich eine Rückzahlung von Hausgeld. Diese Rueckzahlung bezieht sich somit auf 2018. Im Jahr 2018 wurde die Wohnung 1/4 des Jahres von mir selbst genutzt. Kann ich somit nur 3/4 des Rückzahlungsbetrages verwenden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.04.2020 | 17:22

Sehr geehrter Fragesteller,

da Sie dem Finanzamt Belege vorlegen sollten, rate ich Ihnen die Beschlussfassung und die endgültige Abrechnung 2019 abzuwarten. Ich würde die Entnahmen aus der Rücklage entweder mit 0 oder mit dem Betrag des Wirtschaftsplans angeben und später einen Antrag auf Korrektur stellen.

Ja, für Zeiten in denen Sie die Wohnung selbst bewohnt haben sind die Werbungskosten entsprechend zu kürzen.

Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gerne per E-Mail zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen



Michael B. Krämer
Rechtsanwalt

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