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Jagdschein

| 22.10.2018 11:09 |
Preis: 47,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf


Hallo,
Zu meiner Person, ich bin männlich 30 Jahre alt.
Ich habe vor den Jagdschein zu absolvieren. Leider habe ich 2 Ermittlungsverfahren aus dem Jahr 2007. Beide wurden eingestellt. Ich wurde nicht verurteilt.
1. Ermittlung: Bedrohung, Körperverletzung und Verstoß gg. das WaffG. Ich würde mit eine Schreckschusswaffe erwischt.
2. Ermittlung wegen Bedrohung.
So jetzt zu meine Frage:
Könnte es Probleme geben bei der Erteilung des Jagdschein? Und wenn ja wie könnte man dagegen vorgehen?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage! Diese darf ich Ihnen unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworten:

Meines Erachtens steht der Erteilung eines Jagdscheins – jedenfalls im Hinblick auf die von Ihnen genannten Einstellungen aus dem Jahr 2007 – nichts entgegen.

Etwaige Versagungsgründe auf Erteilung eines Jagdscheins ergeben sich aus § 17 BJagdG. Die dort genannten Gründe sind abschließend.
In Anbetracht der Tatsache, dass die jeweiligen Verfahren gegen Sie eingestellt wurden und hier jedenfalls keine Verurteilung zu einer Geldstrafe von mindestens 60 Tagessätzen oder zwei Verurteilungen zu einer kleineren geringeren Geldstrafe vorlagen, ist ihre erforderliche Zuverlässigkeit im Hinblick auf § 17 Abs. 4 BJagdG gegeben. Abgesehen davon dürften die damaligen Einstellungen auch im Hinblick auf den zwischenzeitlich eingetretenen Zeitablauf keine Rolle mehr spielen. So es sich um Einstellungen im Jugendstrafverfahren nach dem JGG handelte, sind diese inzwischen getilgt.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick ermöglicht zu haben, und stehe Ihnen bei etwaigen Verständnisproblemen im Wege der kostenlosen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Kämpf
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht

Bewertung des Fragestellers 27.10.2018 | 15:26

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 27.10.2018 5/5,0
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