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Jagd auf Privatgrundstück erlaubt?


| 13.10.2007 12:10 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke



Seit einigen Jahren habe ich von meiner Mutter ein Haus mit einem Grundstück in Niedersachsen geerbt. Es gehören ein kleiner Wald und eine Weide dazu. Ich bewohne nun dieses Haus und bin entsetzt über das alljährliche Gebaren der ortansässigen Jäger. Jedes Jahr ab November kommen mehrmals einige Jäger mit Hunden auf mein Grundstück und halten ihre Treibjagden ab, die sowohl durch meinen Wald als auch durch meine Weide führen.
Keine dieser Jagden wurde angekündigt. Dabei pirschen die Jäger nicht einmal 50 Meter von meinem Haus entfernt herum, mitunter nur in zehn Metern Entfernung, da das Haus direkt am Waldrand steht.
Vor zwei Jahren schossen sie trotz des geringen Abstands zum Wohnhaus nach einem Fasan, der in Richtung Haus flog. Als ich entsetzt nachfragte, ob sie hier überhaupt jagen dürften und ob ihnen klar wäre, wohin sie schössen, bejahten sie und meinten, sie hätten alles unter Kontrolle. Die Jäger wurden aber auch ausfallend und drohten mir: „Sie sehen ja, wer hier die Waffen hat.“ Ich habe mich umgehört und weiß nur, dass diese Jäger einer Jagdgenossenschaft hier im Ort angehören.

Fragen: Dürfen diese Jäger grundsätzlich auf meinem Grundstück jagen? Müssen die Jäger eine Jagd auf meinem Grundstück ankündigen? Müssen sie einen Mindesabstand zum Wohnhaus einhalten? Darf ich den Jägern den Zutritt zu meinem Grundstück verweigern und grundsätzlich eine Jagd auf meinem Grundstück verbieten? Wo, bei welchem Amt kann ich mich über das Fehlverhalten der Jäger beschweren?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

auf der Basis der von Ihnen mitgeteilten Informationen ist eine abschließende Beantwortung Ihrer Fragen leider nicht möglich.

Denn ob sich die Jäger so verhalten dürfen, wie von Ihnen geschildert, hängt davon ab, welches Gebiet insgesamt von der Jagdgenossenschaft bejagt werden darf. Dies wiederum lässt sich nur klären, wenn Sie Zugang zu den entsprechenden Plänen erhalten. Um an die Pläne zu gelangen, sollten Sie - sofern Ihnen Name und Sitz der Jagdgenossenschaft nicht schon bekannt sind - über die zuständige Gemeindeverwaltung die Jagdgenossenschaft ermitteln und von dieser dann die entsprechenden Pläne anfordern. Sollten diese Pläne zeigen, dass auch Ihr Grundstück zum Jagdgebiet gehört, sind die Jäger grundsätzlich berechtigt, auch auf Ihrem Grundstück zu jagen. Dabei ist jedoch in der Regel ein Abstand von mindestens 200 m zu Wohngebäuden einzuhalten. Auch hiervon können aber Ausnahmen zugelassen werden, die dann ebenfalls aus den Plänen ersichtlich wären. Nicht betreten dürfen die Jäger aber auch in einem solchen Fall einen umzäunten Gartenbereich.

Sind die Jäger nach alledem berechtigt, auf Ihrem Grundstück zu jagen, müssen Sie dies auch nicht vorher ankündigen. Selbstverständlich sind sie aber in keinem Fall berechtigt, Sie zu bedrohen oder sich in einer Leib und Leben gefährdenden Weise zu verhalten. Beschwerden hierüber sind an die zuständige Untere Jagdbehörde zu richten. Wo diese in Ihrem Fall sitzt, ist auch durch eine Nachfrage bei der Gemeindeverwaltung zu klären.

Schließlich steht Ihnen dann, wenn die Jäger Ihr Grundstück berechtigerweise bejagen, ein Anspruch auf dem dem Verhältnis Ihrer Grundstücksfläche zur gesamten Jagdfläche entsprechender Anteil an der Jagdpacht zu. Diesen Anteil sollten Sie ggf. möglichst umgehend einfordern, da - da Sie ja mitteilen, dass die geschilderten Probleme schon seit einigen Jahren bestehen -die Verjährung der Ansprüche für die zurückliegenden Jahre drohen könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Stelzner, Rechtsanwalt
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