Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.629
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Jährliche Veranstaltung einer Jugendclique nicht versteuert! Was nun?


10.07.2007 15:25 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

bezüglich einem aktuellem Problem erbitte ich um Ihre Hilfe.

Situation:
Eine Clique von 10 Leuten veranstaltet jedes Jahr eine Musikveranstaltung.
Ein Gewerbe für diese Veranstaltung liegt nicht vor.Also rein privat.
Von den 10 Leuten aus der Clique hatte jedoch zeitweise einer ein Gewerbe,welches aber nicht für diese Veranstaltung zählte!
Die Veranstaltung wurde von einem Wirt angemeldet.
Hierfür hat er eine Miete von uns erhalten.
Alles andere haben wir selbst organisiert.
Der Wirt hat also nur die Wiese zur Verfügung gestellt, und
das Fest angemeldet.
Nun hatte der Wirt eine Steuerprüfung gehabt.
Es stellte sich heraus, dass er für die erhaltene Platzmiete
keinen Beleg von uns erhalten hat.
Das Finanzamt hat sich nun an unsere Clique gewandt, da wir ja
das Fest veranstaltet haben!

Unser Problem ist es, dass wir für die Veranstaltungen der letzen
7 Jahre keine Belege mehr haben!Nur für dieses Jahr!
Keiner aus unserer Gruppe hat diese Veranstaltung bei seiner Steuer angegeben, da wir meist eine Nullrunde erwirtschaftet haben.Gewinn war nie das Ziel!
Der Sinn dieser Veranstaltung war nicht kommerziell, sondern um die Kosten zu decken, und einmal im Jahr mit dem großen Freundenkreis zu feiern.
Die Umsätze beliefern sich meist bei 12000Euro. Die Ausgaben
im gleichen Ausmaß.Dieses Jahr haben hatten wir einen kleinen Gewinn (1500E). Würde für jeden 150Euro bedeuten.

Was erwartet uns?
Wie sollen wir uns verhalten?
Wir sehen uns als eine Gemeinschaft. Jeder von uns 10 steht zu diesem Fehltritt.
Es soll verhindert werden, dass sich das Finanzamt einen von uns
(z.b. der wer zeitweise ein Gewerbe hatte) "schnappt", sondern gerecht auf alle 10 Leute zugeht.

Besten Dank im Voraus.

mfg
ad


Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Anfrage beantworte ich ausgehend von Ihrem Einsatz und Ihrer Darstellung wie folgt:

Zivilrechtlichrechtlich würde ich Ihre Clique als Gemeinschaft( so wie Sie dies auch selbst bezeichnen) einordnen. Das bedeutet, dass jeder von Ihnen steuerrechtlich eine Privatperson ist und die Einkünfte der Gemeinschaft aufzuteilen wären.Bei den einzelnen Personen müstte für eine Steuerliche Berücksichtigung der Einnahmen dies unter einer der 7 Einkunftsarten fallen. Dafür habe ich aus Ihrer Schilderung keine Anhaltspunkte. Ausgehend davon handelt es sich dnn bei den kleineren Gewinnen um Einnahmen innerhalb der -steuerfreien- Privatsphäre.

Sofern in den letzten Jahren Gewinne erzeilt worden sind, käme u.U. Einkünfte aus Gewerbebetrieb in Betracht. Sofern sich Gewinne in den von Ihnen geschilderten Bereich bewegen wird sich das steuerechtlich kaum oder gar nicht auswirken. Allerdings würde ich schon am Tatbestand des Gewerbebetriebes zweifeln.

Das Finanzamt kann sich jedenfall nicht nur an einen von Ihnen Halten. Will den das Finanzamt die Belege für die letzten Jahre?
Sofern das Finanzamt nur die Bestätigung für die Mietzinszahlung verlangt, sehe ich keine Probleme, die Zahlungen zu bestätigen.

Sollten Nachfragen auftauchen oder etwas unklar geblieben sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

M.Heyne
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.07.2007 | 16:56

Sehr geehrter Herr Heyne,

vielen Dank für die Info.
Wir bräuchten jedoch noch eine Info hierüber,
was uns erwartet, wenn das Finanzamt Belege der
Veranstaltung (für die letzten Jahre) haben möchte!
Wir haben nur die Belege für dieses Jahr (z.b. Zeltrechnung,
Getränkerechnunge, Gema, Versicherungen...)
Die Rechnungen der letzen Jahre liegen uns nicht mehr vor,
da jeder von uns einige davon hatte, und diese nicht mehr
auffindbar sind (stimmt wirklich!).
Wird dann der diesjährige Gewinn evtl. auf die letzten Jahre hochgerechnet?
Wir können alle bezeugen, dass wir bei 7 Veranstaltungen
3 ohne Gewinn, 1 Verlust und 3 mit kleinem Gewinn abgeschlossen
haben!

Vielleicht können Sie uns noch einen kleinen Rat geben,
wie wir uns dann verhalten sollten.

Danke
ad

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.07.2007 | 08:57

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Da ich aus ihrer bisherigen Schilderung davon ausgehe, dass es sich um nicht steuerbare Einkünfte (d.h. Einkünfte für die keine Steuerpflicht vorliegt) handelt, ist das Fehlen von Belegen unerheblich. Eine Aufbewahrungspflicht besteht bei nicht steuerbaren Einkünften nicht.

Erst wenn das Finanzamt von steuerbaren Einkünften, z.B. aus Gewerbebetrieb ausgeht, wäre die Frage der Belege relevant. Da keine Belege mehr vorhanden sind, würde das Finanzamt im Wege einer Schätzung den Gewinn festlegen. Dabei spielt dann hauptsächlich der nachweisbare Gewinn und die Belege von diesem Jahr eine Rolle. Daneben würde das Finanzamt versuchen weitere Daten, eventuell von Dritten (Wirt, Getränkehändler, Versicherungsunternehmen) zu erhalten und in die Schätzung mit einfließen lassen, die sich letztlich aber an dem Ergebnis von diesem Jahr orientieren müsste.

Sofern es dazu kommen sollte, das eine Schätzung für die vorangegangenen Jahre Erfolgt, müssten dann die einzelnen Mitglieder der Clique die seitens des Finanzamtes geschätzten Gewinn nachträglich versteuern. Ob es dann zu einer Nachzahlung kommt, hängt dann von den einzelnen zu versteuernden Einkünften des einzelnen ab.

Sollten immer noch unklarheiten oder Nachfragen auftauchen, oder eine ausführlichere Prüfung der Sach und Rechtslage vorgenommen werden, können Sie sich gerne unter den hier hinterlegten Kontaktdaten direkt an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

M. Heyne
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER