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Jacke bei Händler gekauft, Keine Rücknahme möglich !!!!


12.02.2006 15:56 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Sehr geehrte Rechtsanwälte,
ich hoffe auf ihre Hilfe. Ich habe am 27.12. eine Jacke für meine Freundin bei Ebay gekauft. Der Verkäufer ist gewerblich! Am 29.12. habe ich ihm das Geld überwiesen. Darauf war ich in Holland und kam am 03.01. wieder und wir haben die Jacke am 04.01. anprobiert. Leider war sie viel zu groß. Am 05.01. habe ich dem VK eine Mail geschickt, dass die Jacke zu groß sei und ich sie umtauschen müsste. Der VK schickte mir die Maße für die Jacke in Größe S, damit wir sie evtl gegen eine andere umtauschen können. Ich antwortete ihm am 07.01., dass diese auch zu groß sei und ich daher gerne das Geld zurück überwiesen haben möchte. Darauf bekam ich keine Antwort. Am 17.01. schrieb ich die Mail erneut. Er antwortete auch am selben Tag mit der Bitte, die Jacke an ihn zurück zu senden mit einem Zettel mit meiner Kontonummer. Dies tat ich dann. Einige Tage später schickte ich ihm eine Mail mit der Frage, ob die Jacke angekommen sei und wie es mit dem Geld aussieht (Ich forderte die Versandkosten für Sendung zu mit, die Kosten für die Jacke - ca. 105 Euro und die Kosten für die Rücksendung mit DHL). Darauf hin bekam ich folgende Antwort:

-----------
Sehr geehrter Herr ******,

wir werden Ihrer Bitte nicht nachkommen, da die Jacke:

a. getragen wurde
b. nach Pommesbude & Bier riecht
c. voller Flecken und Haare ist

Sie dürfen einen Abholdienst beaufragen, der Ihnen ihre Jacke zukommen läßt.

Ergänzend behalten wir uns rechtliche Schritte vor, da das hier Betrug ist.

MfG
***** ********
-------------------

Ich antwortete ihm, dass dies nicht sein kann, da sie nur kurz anprobiert und danach wieder verpackt wurde. Er antwortete mit der Bitte um Rückruf, welchen ich dann auch tätigte. In dem Gespräch betonte er wiederholt, dass er die Jacke nicht zurücknehmen kann, da sie laut ihm definitiv getragen wurde. Er stellte mich nun vor die Wahl, dass ich mich bis Montag entscheiden soll, ich ich diese Jacke nun wieder haben möchte oder er könnte mir die Jacke eine Nummer kleiner in S schicken, mir nicht aber das Geld zurück geben. Desweiteren frage ich nach den Haaren in der Jacke. Er sagte, sie seien blond und kurz, bzw auch etwas längere dabei. Meine Freundin hat aber dunklere lange Haare. Das Gespräch habe ich aufgezeichnet.

Meine Frage: Wie sieht es nun aus? Die Jacke wurde wirklich nur kurz anprobiert und nicht getragen. Wie soll ich nun vorgehen?


Zusatz:
Hier der Link zur Auktion:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=8740682836 .
Dabei schreibt er auch:
"Ein Umtausch kommt nur in Frage, wenn der Artikel unbeschadet, unbenutzt und mit allen Etiketten wieder bei uns eintrifft...
Der Käufer erhält dann den Kaufpreis abzüglich der Portokosten zurück."
In seinen AGB (nach etwas suchen habe ich sie endlich auf der "Mich"-Seite gefunden schreibt er

"VI. Rückgaberecht

Verbrauchern steht nach Anwendbarkeit der Vorschriften über Fernabsatzverträge in Bezug auf die gekauften Artikel ein Rückgaberecht nach Maßgabe der folgenden Belehrung zu:



Der Verbraucher kann die erhaltene Ware ohne Angabe von Gründen innerhalb eines Monats durch Rücksendung der Ware zurückgeben. Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt der Ware und dieser Belehrung in Textform. Nur bei nicht paketversandfähiger Ware (z.B. bei sperrigen Gütern) kann der Kunde die Rückgabe auch durch Rücknahmeverlangen in Textform, also z.B. per Brief, Fax oder E‑Mail erklären. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung der Ware oder des Rücknahmeverlangens. In jedem Falle erfolgt die Rücksendung auf Kosten und Gefahr von dcx.dm. " und "Im Falle einer wirksamen Rückgabe sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren und ggf. gezogene Nutzungen (z.B. Gebrauchsvorteile) herauszugeben. Bei einer Verschlechterung der Ware kann Wertersatz verlangt werden. Dies gilt nicht, wenn die Verschlechterung der Ware ausschließlich auf deren Prüfung ‑ wie sie dem Kunden etwa im Ladengeschäft möglich gewesen wäre ‑ zurückzuführen ist."



Ich hoffe auf eine schnelle und korrekte Antwort.

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, geht es vorliegend überhaupt nicht um die Frage, ob der Rücktritt fristgemäß war. Der Verkäufer hat das Ihnen zustehende Recht auf Rücktritt ja anerkannt.

Sie haben gesetzlich und nach den ABG Ihr Rücktrittsrecht geltend gemacht.Dies war auch rechtmäßig.

Ich würde Ihnen empfehlen, den Verkäufer schriftlich zu kontaktieren und ihm mitzuteilen, dass die Jacke nur anprobiert und nicht getragen wurde. Erklären Sie ihm weiterhin, dass Ihre Freundin dunkle und nicht blonde Haare hat und Sie das Telefongespräch aufgezeichnet haben. Ich muss Ihnen diesbezüglich jedoch mitteilen, dass dies als Beweis wahrscheinlich vor Gericht nicht anerkannt werden wird.
Erklären Sie weiterhin, dass ein Umtausch in eine andere kleinere Größe bei Benutzung auch nicht üblich ist.
Berufen Sie sich auf die AGB und dem darin enthaltenen Passus,dass die Versendung auf Kosten des Verkäufers geschieht.

Das Problem vor Gericht wird sein, dass die Nichtbenutzung zu beweisen ist.
Sie könnten ihn auch damit unter Druck setzen, dass Sie ihm erklären, dass die AGB nicht rechtmäßig aufgeführt wurden, sondern versteckt unter über mich stehen.

Falls er daraufhin nicht einlenkt, können Sie Ihren Anspruch nur noch gerichtlich durchsetzen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte.

Falls Sie noch Fragen haben sollten, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 13.02.2006 | 12:53

Danke für ihre schnelle Antwort. Leider nützt sie mir nicht viel.
Ich habe ihm schon schriftlich mitgeteilt, dass die Jacke nicht getragen wurde.
Sie schreiben, dass ich ihm mit seinen versteckten AGB Druck machen könne. Desweiteren ist ja auch kein Impressum auf der Angebotsseite. Meine Frage nun: Wie kann ich ihm damit Druck machen? Ist es möglich einen Anwalt mit einer Abmahnung zu beauftragen oder was denken sie?
LG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.02.2006 | 17:47

Sehr geehrter Fragesteller,

so wie Sie es mir beschreiben, ist die Website nicht korrekt aufgebaut. jedoch müssen Sie vorsichtig sein, wenn Sie dieses als Druckmittel benutzen. U.U. zeigt der Verkäufer Sie wegen Erpressung an, wenn Sie z.B. androhen, dass Sie im Fall einer Nichtrückzahlung des kaufpreises eine Abmahnung vornehmen werden.

Bleiben Sie bei den Fakten und erklären ihm, dass Sie der Meinung sind, dass die AGBs falsch platziert sind. Das macht druck genug.

Unabhängig davon können Sie einen Anwalt mit der Abmahnung beauftragen.

Diesbezüglich steht auch gerne unsere Kanzlei Ihnen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin

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