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Ist es rechtens der Unterhalt nicht mehr an die Mutter zu überweisen und ist nun ein anderer Unterha

26. Juni 2008 13:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine sechzehnjährige Tochter für die ich regelmäßig Unterhalt zahle.(288€ monatlich)
Ich hatte nie Kontakt und war auch mit der Kindsmutter nicht verheiratet.
Nun habe ich erfahren, das Kind sei aus der elterlichen Wohnung zu meinem Bruder und dessen Freundin gezogen.
Die Mutter hat alle Rechte an die Freundin meines Bruders übertragen, denn sie will mit der Tochter nichts mehr zu tun haben.
Diese Freundin hat die Vormundschaft bis zur Volljährigkeit übernommen und mir mitgeteilt, daß ich den Unterhalt auf das Privatkonto des Kindes überweisen soll, die Kindsmutter überweist das gesamte Kindergeld ebenfalls dorthin. Ab August beginnt wohl eine Ausbildung in einer Euro Schule. Lehrlingsvergütung gibt es nicht. Diese Lehre dauert 3 Jahre.
Leider weiß ich nicht ,ob sie dann in ein Wohnheim zieht oder weiterhin bei meinem Bruder wohnt.

Ändert sich nun etwas für mich? Ist es rechtens das Geld nicht mehr an die Mutter zu überweisen und ist nun ein anderer
Unterhaltsbetrag fällig?
Was ändert sich mit Volljährigkeit des Kindes für mich?

Vielen Dank im Voraus

26. Juni 2008 | 13:57

Antwort

von


(2486)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

da Sie ausführen, dass die Freundin die Vormundschaft übernommen hat, können Sie auch befreiend auf das genannte Konto des Kindes zahlen.

Ein anderer Unterhaltsbetrag kann fällig werden. Auf Grund der Tatsache, dass die Tochter nicht mehr von der Mutter betreut wird, werden damit beide Elternteile anteilig nach deren Einkünften barunterhaltspflichtig. Demgemäß müsste der Unterhalt neu berechnet werden.

Sie sollten jedoch eine Neuberechnung nur in Betracht ziehen, wenn die Mutter auch Barunterhaltspflichtig sein wird, weil sie selber über Einkünfte in ausreichender Höhe verfügt.

Ist dieses nicht der Fall, könnte es zu einer sogenannten Ausfallhaftung kommen. Das bedeutet, das Sie, natürlich unter Berücksichtigung Ihrer Leistungsfähigkeit, unter Umstände nach Ihrem Einkommen den doppelten Satz des Unterhaltsbetrages zu zahlen hätten. Zwar wird Ihnen im Gegenzug ein familienrechtlicher Ausgleichsanspruch gegen die Mutter zugebilligt, wenn diese ihrer Erwerbsobliegenheit nicht nachkommt. Zweifelhaft könnte aber sein, ob sich ein solcher Anspruch auch durchsetzten lässt,d.h. ob Sie auch Geld von der Mutter erhalten können.

Insoweit ist gut zu prüfen, ob hier eine Änderung des Unterhaltsbetrages wegen der anteiligen Haftung der Mutter in Betracht gezogen wird.

Ab Volljährigkeit des Kindes kommt es nicht mehr zur dieser Doppelung, weil das Kind dann keiner Betreuung mehr bedarf. Dann ist eine neue Unterhaltsberechnung auch wegen des erhöhten Bedarfes der Tochter unter Berücksichtigung beider Einkommen der Eltern vorzunehmen. In den Leitlinien heißt es dazu, dass Sie aber nicht mehr zahlen müssen, als den Unterhaltsbetrag der sich allein nach Ihrem Einkommen ergeben würde. Im Falle der Ausbildung der Tochter ändert sich zudem Ihr Selbstbehalt.

In beiden Fällen, ist das Kindergeld in voller Höhe vom Bedarf der Tochter abzuziehen. Bedenken Sie aber, dass dieses Ansinnen während der Minderjährigkeit nicht unproblematisch sein kann.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


ANTWORT VON

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