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Ist es Fahrerflucht wenn man die Versicherungsdaten nicht austauscht?

| 27.04.2015 19:08 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


11:43
Der Sachverhalt:

Der Gegner beschuldigt mich, dass es beim Abbiegen zu einem Unfall gekommen sei und ich Ihm eine Dell steitlich(ca. 20 m lang, 2cm breit und 1cm tief) ins Auto gefahren haben soll. Nach meiner Auffassung habe ich den Abbiegevorgang erfolgreich abgebrochen und bin ihm ausgewischen. Ich habe auch nichts einem Zusammenstoss gehört. An meinem Auto ist kein Schaden, was der Gegner in seiner Aussage auch angegeben hat. Später wurde auch von der Polizei festgestellt, dass an meinem Auto kein Schaden ist. Da bei dem Vorfall kein akuter Handlungsbedarfbestand bin ich auf den nächsten Parkplatz gefahren (100m), um dem Gegner die Möglichkeit zu geben, mit mir zu reden. Der Gegner beschuldigte mich dann den besagten Schaden verursacht zu haben, was ich nach Ansicht der beiden Autos verneinte, denn ein derartiger Schaden muss auch Spuren an meinem Fahrzeug hinterlassen. Infolgedessen bot ich mehrfach an die Polizei zurufen, um die Lage zu klären, worauf der Gegner allerdings nicht einging. Stattdessen fordert er mich mehrfach auf Ihm meine Daten zugeben, die ich nicht preis gab, weil mir das Ganz verdächtig erschien. Letztlich fuhr der Gegner weg und zeigt mich der Fahrerflucht an. Ist das nun Fahrerflucht? Es gibt keine Zeugen. Würden Sie mir zu einem Anwalt raten?
27.04.2015 | 19:33

Antwort

von


(71)
Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: http://www.strafverteidiger-grasel.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Die Fahrerflucht (korrekt: Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort) ist in § 142 StGB geregelt.
Zweck der Vorschrift ist es, die Schadensabwicklung und die zivilrechtlichen Ansprüche der Unfallbeteiligten zu sichern.
Unfallbeteiligte sind daher dazu verpflichtet, die Feststellung ihrer Personalien zu ermöglichen.

Die Frage ist, ob Sie hier Unfallbeteiligter waren. Unfallbeteiligter ist jeder, dessen Verhalten nach den Umständen zur Verursachung des Unfalls beigetragen haben kann. Es genügt hier eine nicht fernliegende Möglichkeit.

Wenn Ihr Fahrzeug also äußerst nah am gegnerischen Fahrzeug zum Stehen kam, dann kann dies durchaus dazu führen, dass Sie als Unfallbeteiligter anzusehen sind.

Sie hätten in der Tat sicherheitshalber die Polizei verständigen sollen. Die Tatsache, dass der Unfallgegner hiervon nicht begeistert war, spricht jedoch dafür, dass womöglich tatsächlich nicht alles mit rechten Dingen vorging und Ihre Befürchtungen berechtigt waren.


Sofern Sie der Unfallgegner tatsächlich angezeigt hat werden Sie in nächster Zeit von der Polizei angeschrieben oder angerufen werden. Man wird Sie zu einem Vernehmungstermin laden. Diesen sollten Sie nicht wahrnehmen und statt dessen einen Rechtsanwalt mit strafrechtlichen oder verkehrsrechtlichem Schwerpunkt konsultieren. Dieser kann dann Akteneinsicht nehmen und dann im Abstimmung mit Ihnen eine Einlassung zur Sache verfassen. Nur so kann aktiv und effektiv auf den Gang des Ermittlungsverfahrens eingewirkt werden.

Letztendlich entscheidet dann die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt, Strafbefehl beantragt oder Anklage erhoben wird.

Nach Ihrer Schilderung sehe ich hier gute Chancen, dass eine Einstellung des Verfahrens erreicht werden kann. Ein wichtiges Argument ist hier die Tatsache, dass Ihr Fahrzeug keine korrespondierenden Schäden aufweist. Dies sollten Sie entsprechend dokumentieren (Fotos, Zeugen).


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Gerne übernehme ich auch Ihre weitere Verteidigung im Ermittlungsverfahren. Sollte hieran Interesse bestehen finden Sie meine Kontaktdaten in meinem Profil.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Grasel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mathias Grasel
Fachanwalt für Strafrecht

Nachfrage vom Fragesteller 28.04.2015 | 09:31

Hat es Einfluss, das ich garnicht neben Gegner halten musste? Ich konnte ausweichen ohne eine Vollbremsung zu machen und bin dann anschließend auf den Parkplatz gefahren.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.04.2015 | 11:43

Durch die Tatsache, dass Sie ausweichen mussten, würde ich dazu tendieren, Sie als Unfallbeteiligten im Sinne des Strafrechts zu qualifizieren. Daraus folgt dann konsequenterweise wiederum die Verpflichtung die Feststellung der Personalien zu ermöglichen.

Ansonsten verbleibt es bei meiner ursprünglichen Antwort.

Für das weitere Verfahren wünsche ich Ihn en alles Gute und stehe Ihnen bei Bedarf gerne zur Verfügung.

Bewertung des Fragestellers 30.04.2015 | 08:40

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