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Ist eine fristlose Kündigung in der Probezeit möglich?

16.12.2013 10:44 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers


Zusammenfassung: Kündigung eines Arbeitnehmers wegen unentschuldigtem Fernbleiben vom Arbeitsplatz in der Probezeit.

Ich habe zum 2.12.2013 einen neuen Mitarbeiter eingestellt. Es wurde eine 3-monatige Probezeit vereinbart. Die Kündigung während der Probezeit beträgt laut Arbeitsvertrag 2 Wochen. Der Mitarbeiter erschien heute nicht zur Arbeit. Telefonisch ist er nicht erreichbar. 1. Kann ich fristlos kündigen oder muss ich die 2-wöchige Kündigungsfrist einhalten?
2. Ist eine Schriftform erforderlich?
3. Falls ich die 2-wöchige Kündigungsfrist einhalten muss, bis zu welchem Datum kann ich dann kündigen, wenn ich die Kündigung heute absende?
Herzlichen Dank für eine Antwort
.
Eingrenzung vom Fragesteller
16.12.2013 | 10:55

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen wie folgt beantworte:

1. Kann ich fristlos kündigen oder muss ich die 2-wöchige Kündigungsfrist einhalten?
In der Regel ist eine fristlose Kündigung erst nach erfolgter Abmahnung möglich. Dies ist letztlich immer eine Frage des Einzelfalls. Auf jeden Fall sollte bei einer fristlosen Kündigung hilfsweise eine ordentliche Kündigung ausgesprochen werden. Wenn der Arbeitnehmer unentschuldigt nicht zur Arbeit erscheint, besteht für diese Zeit aber natürlich kein Lohnanspruch.

2. Ist eine Schriftform erforderlich?
Ja. Diese ist zwingend erforderlich, vgl. § 623 BGB.

3. Falls ich die 2-wöchige Kündigungsfrist einhalten muss, bis zu welchem Datum kann ich dann kündigen, wenn ich die Kündigung heute absende?

Entscheidend ist der Zugang beim Arbeitnehmer. Wenn die Kündigung morgen beim Arbeitnehmer ankommt, können Sie ordentlich zum 31.12.2013 kündigen (aufgrund der Postlaufzeiten sollte rein vorsorglich die Kündigung hilfsweise zum nächstmöglichen Termin erklärt werden).

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt


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