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Ist eine doppelte Haushaltsführung noch möglich?

04.11.2018 12:42 |
Preis: 68,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit 2007 in Q. (70 qm Wohnung) gemeldet und habe bisher dort auch regulär gewohnt und bin seit genau drei Jahren in S. , 517 km weit von meiner Hauptwohnung, tätig. Ich führe seither eine klassische doppelte Haushaltsführung mit 45 qm großer Dienstwohnung in S. und mind. 14 tägigen Heimfahrten nach Q.
Ich habe hier in S. meine neue Partnerin kennengelernt und wir sind jetzt am 1. Nov zusammengezogen. Wir erwarten jetzt im Februar ein Kind. Wir sind nicht verheiratet.
Ich wohne auf Untermietvertrag mit ihr Zusammen. Mein Lebensmittelpunkt hat sich daher tatsächlich in Richtung meiner Arbeitsstätte in S. verlagert.
Tatsache ist aber auch, dass ich meine Wohnung in Q. weiterhin unterhalte, dort gemeldet bin und mindestens alle 14 Tage nach Q. fahre weil ich dort meinen 11 jährigen Sohn sehe und betreue ( ich bin von der Mutter getrennt, sie arbeitet an den Wochenenden wo mein Sohn bei mir ist). Diese Verbindung ist mir weiterhin sehr wichtig. Ich bin in der Regel alle 14 Tage von Do. bis Sonntag dort. Ich habe dort auch noch einige soziale Kontakte und bin in einem Verein weiterhin Mitglied.
Das Wegfallen der doppelten Haushaltsführung würde eine erhebliche finanzielle Belastung bedeuten, da ich die Heimfahrten auch tatsächlich mind. zweimal im Monat antrete und auch die Wohnung in Q. zur Miete unterhalte. Ich würde daher natürlich sehr gerne weiterhin die Heimfahrten steuerlich absetzten.

Gibt es eine realistische Chance, die doppelte Haushaltsführung weiter steuerlich geltend zu machen?

Welche Möglichkeiten habe ich dies plausibel darzulegen? Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt zur steuerlichen Entlastung? Ist es relevant ob ich in Querfurt meine Erstwohnsitz habe ?

Vielen Dank,
04.11.2018 | 14:44

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Entscheidend ist in Ihrem Zusammenhang, dass die doppelte Haushaltsführung beruflich veranlasst ist. An dieser beruflichen Veranlassung hat sich nichts geändert, da der Arbeitsplatz nicht gewechselt wird.

Die berufliche Veranlassung ist also nach wie vor gegeben, so dass ein Werbungskostenabzug stattfinden kann.

In Ihrem Falle mag sich aber der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen an den Beschäftigungsort verschieben. Die Lebenspartnerin und das Kind scheinen dies zu suggerieren.

Da Sie nicht verheiratet sind, wird das Finanzamt hier genau hinschauen und auf Ihre persönlichen Beziehungen abstellen.

Sie werden an beiden Wohnorten ein Kind betreuen, an Ihrem zweiten Wohnsitz aber ein Neugeborenes und eine Lebenspartnerin. Hier wird man leicht argumentieren können, dass sich Ihre Lebensumstände geändert haben.

Ich sehe Ihre Chancen daher als eher schlecht. Pauschal können Sie nicht argumentieren, Sie müssen anhand vieler Beispiele darlegen, warum der Mittelpunkt Ihrer Lebensführung weiterhin in Q ist. In Q sollte der Erstwohnsitz beibehalten werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


ANTWORT VON

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