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Ist ein Widerspruch zum Mahnbescheid sinnvoll?

03.06.2013 17:22 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Es geht um die Rechtmäßigkeit von Tierarztkosten.

Widerspruch Mahnbescheid sinnvoll?

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wende mich hiermit hilfesuchend an Sie, da ich ungerechtfertigt einen Mahnbescheid,
angestrengt durch die TVS (Tierärztliche Verrechnungsstelle), erhalten habe.

Sachverhalt wie folgt, ich habe zum XX.09.2012 bei der TA-Praxis XXX,
eine Ankaufsuntersuchung meiner Stute bestellt, diese sei durchzuführen durch Fr. Dr. XXX.

Nun verhielt es sich so, dass ohne mein Wissen, eine Vertretungsärztin, Fr. Dr. YYY, diese Untersuchung, nebst Röntgenaufnahmen der Beine und des Rückens, durchführte.
Ich war bei der Untersuchung nicht anwesend und war zu jeder Zeit im Glauben, die Untersuchung würde von Fr. Dr. XXX persönlich durchgeführt.

Nach Abschluss der klinischen Untersuchung, erhielt ich einen Anruf, es sei bis dahin alles o.b.B. und man würde nun mit den Röntgenaufnahmen fortfahren.

Als diese abgeschlossen waren, rief ich nachmittags in der Praxis XXX an ( unter Zeugen ), um mich nach den Ergebnissen zu erkundigen.
Es wurde mir mitgeteilt, meines Denkens von Fr. Dr. XXX persönlich, es sei bis dato alles in Ordnung, die Stute habe lediglich eine leichte Augenrötung, welche durch Fliegen und Wind verursacht worden sein könnte.
Die Röntgenaufnahmen sehen, wie im Stall vorab schon einmal vorzubeurteilen, gut aus, es bestehe lediglich zwischen zwei Wirbeln im Rücken ein leichter Engstand, welcher aber nicht gravierend wäre.
Um die Bilder besser zu beurteilen, wolle man sie nochmals in der Praxis auswerten und ich solle am nächsten Vormittag nochmals anrufen.
Ich fragte nach, ob ich meiner Kaufinteressentin mitteilen könne, dass die klinische Untersuchung soweit i.O. ist, die Röntgenbilder gut aussähen und nur noch nachbewertet werden müssten.
Man bejahte dies und verwies mich auf den nächsten Tag.
Ich rief also daraufhin die Interessentin an ( unter Zeugen ) und teilte ihr das Ergebnis mit, welches sie selbstverständlich hocherfreute.

Am nächsten Tag rief ich (ebenfalls unter Zeugen), erneut in der Praxis an und wurde plötzlich mit vollkommen neuen Befunden überrumpelt.
Es hiess plötzlich, meine Stute habe Scheuerstellen an der Mähne, welche auf ein Sommerekzem hinwiesen, bockhufige Gliedmassenstellung vorne links und was sich als schlimmster Befund darstellen würde, flotierende Bestandteile im Glaskörper des rechten Auges und eine Trübung des Augenhintergrundes beider Augen, was auf Periodische Augenentzündung (Hauptgewährsmangel), hinweisen würde.
Bei den Röntgenbildern traten plötzlich auch noch zahlreiche Befunde auf, die vorher angeblich nicht sichtbar waren.
Ich fragte völlig entsetzt, warum mir gestern noch am Telefon mitgeteilt wurde, dass alles in Ordnung sei und dass ich dies auch meiner Kaufinteressentin mitgeteilt habe.
Daraufhin teilte mir meine Gesprächspartnerin, Fr. Dr. YYY, mit, dass SIE die Ankaufsuntersuchung vorgenommen hätte, nicht, wie vereinbart, Fr. Dr. XXX und dass sie sich bei den Augen nicht sicher gewesen sei und deshalb noch einmal Fr. Dr. XXX befragte, welche sich zu dieser Zeit auf einer Schulung befand.
Daraufhin sagte ihr Fr. Dr. XXX , dass es sich wohl um unheilbare Periodische Augenentzündung handelt.

Ich war völlig perplex, da Fr. Dr. XXX mein Pferd zu KEINER Zeit selbst untersuchte und es sich hier ja wohl offensichtlich um eine Ferndiagnose handelte.
Zur Absicherung dieser dramatischen Ferndiagnose wurde mir auch zu keiner Zeit eine Nachuntersuchung zur Sicherung dieser Ergebnisse, durch Fr. Dr. XXX persönlich, angeboten.

Ich war nun völlig verunsichert und gab Fr. Dr. YYY, wie mit meiner Interessentin vereinbart, deren Tel.Nr., um ihr die Untersuchungsergebnisse mitzuteilen.
Meine Interessentin war von diesen Ergebnissen nun so negativ beeindruckt, dass sie spontan vom Kauf zurücktrat.
Nachdem ich mich etwas beruhigt hatte, rief ich erneut in der Praxis an, um nachzufragen, warum mir nicht im Vorfeld mitgeteilt wurde, dass Fr. Dr. XXX die Untersuchung nicht persönlich durchführte und weshalb mir am Vortag noch mitgeteilt wurde, dass alles in Ordnung sei.
Solch ein gravierender Befund hätte bemerkt, mitgeteilt und im Nachhinein nochmals abgeklärt werden müssen.
Daraufhin bot man mir an, die Röntgenbilder aufgrund dieses Versehen, nicht in Rechnung zu stellen ( ebenfalls unter Zeugen ).
Ich ging nicht weiter auf auf dieses Angebot ein und behielt mir weitere Schritte vor.

Zu meiner eigenen Gewissheit, beauftragte ich einen anderen Tierarzt um eine eingehende Augenuntersuchung durchzuführen.
Ich sagte ihm, meine Stute habe eine Augenrötung, (um Voreingenommenheit zu vermeiden, hielt ich die Angelegenheit mit Praxis XXX aussen vor) und ich möchte dies nun abklären lassen.
Der Tierarzt untersuchte nun beide Augen der Stute gründlich und stellte lediglich eine leichte Konjunktivitis fest, verschrieb mir Gentamicin-Pos Augensalbe und meinte, in ein paar Tagen sei alles wieder in Ordnung und bei Weidepferden werde es meist eben durch Wind verursacht.
Auf meine daraufhin gezielte Frage nach Periodischer Augenentzündung ( unter Zeugen ), verneinte er dies lachend und meinte, sonst seien die Augen völlig in Ordnung, ich brauche mir keinerlei Sorgen zu machen.
Die Augenrötung verschwand nach der Salbenbehandlung vollständig.

Dieses Untersuchungsergebnis teilte ich umgehend meiner Kaufinteressentin mit und wir wurden uns im Nachhinein, dennoch für einen günstigeren Kaufpreis vertragseinig, da ich aus Trennungsgründen auf zügigen Verkauf angewiesen war.

Inzwischen erhielt ich von der Praxis XXX eine Rechnung in Höhe von 170 € für die klinische AKU, ebenfalls ein Untersuchungsprotokoll mit Diagnosen von Sommerekzem (ebenfalls absolut fehldiagnostiziert), bis hin zur Periodischen Augenentzündung .
Dieses Protokoll sollte von mir gegengezeichnet zurückgesendet werden, was ich selbstverständlich nicht tat.
Ich rief in der Praxis an und unterrichtete dort über die neuerlichen Untersuchungsergebnisse und dass ich nicht bereit wäre, die Rechnung aufgrund dieser kompletten Inkompetenz, zu begleichen.
Daraufhin gab die Praxis XXX die Angelegenheit an die o.g. TVS ab, welche mir nun eine Forderung in Höhe von 188 € zusendete.
Ich bat per Einschreiben um Stundung der Rechnung, bis zur Klärung mit der Praxis XXX, rief dort nochmals an und forderte die Rücknahme der Rechnung.
Ich wurde daraufhin sehr unfreundlich abgewiesen und man teilte mir mit, dass die Angelegenheit nun Sache der TVS wäre.

Die TVS wurde daraufhin von mir, ebenfalls p.E., aufgefordert, eine von mir gegengezeichntete Auftragserteilung für Fr. Dr. YYY beizubringen (bei einer Ankaufsuntersuchung ist eine schriftliche Auftragserteilung erforderlich) -unterzeichnet habe ich gar nichts-
Dies konnte natürlich nicht erfolgen und plötzlich erhielt ich knapp 3 Mon. später einen Mahnbescheid vom AG Essen in Höhe von insg. 276,44 €.

Ich bin selbstverständlich aufgrund der o.g. Vorkommnisse, nicht gewillt, diesen Betrag zu begleichen und möchte nun Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen.

Nun meine Frage an Sie, wäre dieser Widerspruch erfolgversprechend, sollte zusätzlich ein Anwalt in dieser Angelegenheit beauftragt werden, oder reicht es, wenn ich den Widerspruch im Alleingang einlegen würde, da die Tatsachen für sich sprechen.
Ein Schuldeingeständnis der Praxis XXX erfolgte ja schon mit Nichtberechnung der Röntgenbilder.

Sollte ich im Vorfeld evtl. die TVS über den kompletten Sachverhalt informieren, da die Praxis XXX bestimmt nicht für Aufklärung gesorgt hat und entsprechend nachfragen, ob der Mahnbescheid aufrecht erhalten wird?


Die Fakten sprechen für sich und ich bin über die Vorgehensweise der Praxis XXX zutiefst verärgert.

Haben Sie vielen Dank für Ihr Bemühen in dieser Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüssen

ZZZ

03.06.2013 | 18:15

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

da es sich um eine Forderung unter 5.000,00 Euro handelt, können Sie theoretisch, wie Sie es sich rechtlich zutrauen, alles allein machen, wohl aber Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen, da dieser nicht begründet werden muss.

Die Gegenseite müsste sodann den Anspruch entsprechend begründen und dann empfiehlt es sich, auch einen Anwalt für das Klageverfahren hinzuziehen, da mit richtigen Beweisantritten Ihnen in diesem Fall behilflich sein kann.

Das Zusenden von Unterlagen zur TVS ist in den meisten Fällen zwar nicht erfolgsversprechend, da es ein reines Inkassobüro ist und rechtlich nichts geprüft wird, aber einen Versuch mit der bitte um Weiterleitung ist es allenfalls wert.


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