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Ist diese Abfindung gerechtfertigt?

28.12.2017 10:38 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Weichel


Ich habe vom 29.05.2012-13.11.2015 Vollzeit bei der Gate Gourmet GmbH gearbeitet.
Vom 14.11.2015 - 31.01.2018 Teilzeit bei der Gate Gourmet.

Nun wurde mir gekündigt, da das Unternehmen Airberlin als Kunden verloren hat.

Nun wurde mir folgendes Angeboten 199€ ("Lohn September") x 0,9 x 3 (Betriebszugehörigkeit im Teilzeitjob).

Habe ich Anspruch darauf, dass die 3 Vollzeitjahre mit angerechnet werden?
Der durchschnittliche Verdienst Vollezit war 1250€ Netto.
Der durchschnittliche Verdienst Teilzeit war 397 € Netto.

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Sehr geehrter Fragesteller,
gerne beantworte ich Ihre Anfrage:

Soweit Sie im Grunde nach einen Abfindungsanspruch haben, berechnet sich die Höhe der Abfindung (grundsätzlich) nach folgender Faustformel:

Abfindung: Monatsgehalt (brutto) x Länge der Betriebszugehörigkeit x 0.5

Soweit Sie auch 3-Vollzeitjahre im Betrieb beschäftigt waren, wären diese drei Jahre ebenso bei der Ermittlung der Abfindung zu berücksichtigen. Warum Ihr Arbeitgeber dies nicht berücksichtigt hat, ist diesseits nicht nachvollziehbar. Der Gesetzgeber hat in § 1a KSchG folgendes normiert:

"Die Höhe der Abfindung beträgt 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. Bei der Ermittlung der Dauer des Arbeitsverhältnisses ist ein Zeitraum von mehr als sechs Monaten auf ein volles Jahr aufzurunden".

Für die Zeit, in der Sie Teilzeit beschäftigt waren, ist die anteilige Berechnung der Abfindung nach dem Maß der Teilzeitbeschäftigung grundsätzlich zulässig.

Vor diesem Hintergrund ist Ihnen anzuraten, die Höhe der Abfindung nachzuverhandeln.
Im Zweifel sollten Sie auch in Erwägung ziehen, eine sog. Kündigungschutzklage einzureichen.

Freundliche Grüße

Weichel
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.12.2017 | 13:00

Danke für Ihre Antwort.
Muss der Arbeitgeber auch Abfindung für die 3 Jahre Vollzeit zahlen, wenn es nach den 3 Jahren ein neuen Vertrag für Teilzeit gab?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen
Tim Schallenberg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.12.2017 | 13:38

Gerne beantworte Ihre Rückfrage:

Die Betriebszugehörigkeit bezeichnet die Dauer, während ein Arbeitnehmer für einen bestimmten Arbeitgeber tätig ist. Die Tatsache, dass ein neuer Vertrag abgeschlossen wurde, steht dem nicht entgegen.

Eine andere Beurteilung wäre nur dann denkbar, wenn Sie Ihre Beschäftigung für einige Zeit unterbrochen hätten, indem Sie etwa aus dem Betrieb ausgeschieden wären und dann das Arbeitsverhältnis wieder aufgenommen hätten. Dies ist jedoch nicht der Fall.

Daher sind grundsätzlich auch die 3 Jahre zu berücksichtigen, im Rahmen derer Sie im Betrieb als Vollzeitkraft gearbeitet haben.

Herzlichst,
Weichel
Rechtsanwalt


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