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Ist die fristlose Kündigung überhaupt wirksam - Gründe, Zumutbarkeit etc.?

01.01.2011 08:04 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


07:44
Als Partner und Gesellschafter einer Unternehmensbaretung habe ich im September meinen Arbeitsvertrag (3 Monate Kündigungsfrist) ordentlich gekündigt - zum 31.12. - Nun bekomme ich von meinen Partnern eine sofortige fristlose Kündigung wegen Verletzung der Treuepflichten aus AV am 22.12. per email zugestellt. Zu diesem Zeitpunkt befinde ich mich bereits in Bangkok im Urlaub. Mögliche Verleztungen der Treuepflichten könnten sein das ich einem Mitarbeiter mitgeteilt hatte das ich gekündigt habe - Auftraggeber waren ebenfalls informiert und mein Projekt werde ich mitnehmen.
Aus meiner Sicht ist die Fristlose Kündigung sinnlos da AV zum 31.12. eh beendet gewesen wäre - allerdings kan ich Auswirkungen auf Gesellschaftsvertarg nicht ausschliessen. Was ist am besten zu tun, da ich auch erst am 10.1. wieder in Deutschland sein werde? Ist die fristlose Kündigung überhaupt wirksam - Gründe, Zumutbarkeit etc.?
01.01.2011 | 08:48

Antwort

von


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85232 Unterbachern
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Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Ohne die Kündigung und den Arbeitsvertrag einzusehen, kann keine Beurteilung abgegeben werden.

Selbstverständlich ist für eine wirksame außerordentliche Kündigung ein Grund erforderlich. Ob dieser darin liegt, dass Sie Geheimhaltungspflichten verletzt haben, hängt von dem Inhalt Ihres Arbeitsvertrages ab.

Ob eine vorzeitige Beendigung von 8 Tagen Auswirkungen hat, hängt ebenfalls von Regelungen im Arbeitsvertrag ab. Gleiches gilt für den Lauf etwaiger Fristen zur Geltendmachung von Ansprüchen, insbesondere im Hinblick auf die – unberechtigte Kündigung. Nach Ihren Schilderungen gehe ich davon aus, dass Sie kein Arbeitnehmer sind.

Ich rate Ihnen dringend die Unterlagen von einem Rechtsanwalt einsehen zu lassen, gerne können Sie sich diesbezüglich auch an mich wenden.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 02.01.2011 | 01:37

Hallo Frau Hein,

Arbeitsvertrag und Gesellschaftsvertrag sind bei uns getrennt - somit bin ich rein rechtlich normaler Arbeitnehmer - und habe auch nur diesen Vertrag ordentlich zum 31.12. gekündigt.
Den Wortlaut der fristlose Kündigung seitens der Firma zum 22.12. habe ich aber:
Fristlose Kündigung Ihres Angestelltenverhältnisses

Sehr geehrter Herr *****,

hiermit erklären wir die
sofortige fristlose Kündigung
des Anstellungsvertrages vom 17. April 2001. Die sofortige fristlose Kündigung des Anstellungsvertrages erfolgt aufgrund des Treueverstoßes gegen Arbeitnehmerpflichten.

Wann endet die Widerspruchsfrist - nach meinem Kenntnisstand kann nur in Form einer Klage gegen die Kündigung widersprochen werden - ist dies korrekt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.01.2011 | 07:44

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung:

Sofern das Kündigungsschutzgesetz anwendbar ist, also der Betrieb mehr als fünf Arbeitnehmer beschäftigt hat, muss die Kündigungsschutzklage binnen drei Wochen ab Zustellung, also in Ihrem Falle bis zum 12.01.2011 eingereicht werden, sonst ist die Kündigung wirksam.

Ohne die Verträge zu kennen, kann ich nicht raten Klage zu erheben, da ich nicht weiß welche Konsequenzen eine fristlose Kündigung laut Vertrag nach sich ziehen kann. Nachdem der Grund in der Kündigung nicht erklärt wurde, kann ich auch nicht beurteilen, ob Ihr angeblicher Verstoß irgendwelche Folgen – ich denke hier an Vertragsstrafen – haben könnte.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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