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Ist die Fristlose Kündigung rechtens, wenn nicht, habe ich Anspruch auf Kündigungsfrist/evt. sogar A

09.10.2011 06:18 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo, ich bin 24 Jahre alt und habe vor zwei ein halb Jahren, nach bestehen meines Abiturs, den Schein des EU-Berufskraftfahrers gemacht und habe in einer Spedition zunächst ein Praktikum absolviert.Aufgrund der positiven Eindrücke die ich hinterlassen hab, wurde das Praktikantenverhältniss in ein unbefristetets Angesteltenverhältnis umbewandelt, was allerdings nur mündlich vereinbart wurde. (Ich habe nie einen Arbeitsvertrag bekommen bzw. unterschrieben).Ich wurde ca.3Monate nach mündlichen Arbeitsvertrag von kleinen 12t LKWs auf 40tLKWs versetzt und rutschte somit nach und nach in den Internationalen Fernverkehr.Nun gelten ja auch gesetzliche Lenk-/Ruhezeiten und das Arbeitszeitschutzgesetz, die mein Chef allerdings grundsätzlich für irrelevant hielt.Für mich selber kam aber wärend des gesamten Arbeitsverhältnisses nicht in Frage Arbeitsaufträge wegen überschrittener Zeiten zu verweigern, im Gegenteil ich rede hier von z.b.1450km an einem Stück, Arbeitsbeginn morgens fünf Uhr, Arbeitsende nachts um halb zwei, wobei die nächste tour unm halb sieben anstand.Innerhalb des Arbeitsverhältnisses hatte ich 5 Tage Urlaub und das war letztes Jahr im August/September.Von da an keinen mehr habe mir allerdings Anfang 2011 Urlaubstage auszahlen lassen die laut Arbeitgeber BRUTTO 30Euro wert waren.insgesamt wurden mir laut Lohnabrechnung 1523.08 Euro ausgezahlt allerdings zeigt die Abrechnung nicht auf wie viele Urlaubstage ausgezahlt wurden. grundsätzlich fehlen auf allen Abrechnungen Angaben uber Urlaubsanspruchm Rest und gen. Urlaub.2. April 2010 kippte eine leere Europalette beim rangieren mit dem Stapler ,auf dem Firmengelände,gegen den Audi meines Arbeitgebers und eine Beule in der Grösse eines 5DM-Stückes blieb.Keinerlei aussagekräftige Vereinbarungen bezüglich der Reperatur wurde getroffen.Im September 2010 hat mein Arbeitgeber mir einen Betrain Höhe von 6100 Euro geliehen.Ich habe bei empfang des geldes entsprächende Quittungen unterzeichnet aber keinen Darlehensvertrag unterzeichnet.Juli 2011 bemerkte ich das aufgrund von Überlastung die Qualität meiner Arbeit langsam ab nahm und ich öfter verschlief.Ich frug meinen Chef nach Urlaub und berichtete ihn von meinen Beobachtungen.Mein Chef untersagte mir den Urlaub und stellte auch keinen in Aussicht.
Ich verschlief immer regeläßiger und erreichte den Status das ich morgens meinnen Wecker nicht hörte, Anrufe meines Chefs nicht mitbekam und die Wohnungsklingel nicht hörte.Er ermahnte mich mehrmals und unterstellte mir eine lmaA-Einstellung zur Arbeit und sagte das er ab sofort die Abmahnungen in gebrauch nehmen würde. Ich verschlief weiterhin drei Abmahnhngen folgten, bei der letzten eine fristlose Kündigung am 16.09.2011.Begründet wird sie mit der Begründung die Arbeit ständig verspätet aufgenommen zu haben.der anteilige Lohn September Wird mir darin zugesagt für ende September, sowie Arbeitspapiere.

Der Betrieb gab ein Schreiben an alle Mitarbeiter das Spesenlisten bis spätestens zum 10. des Monats abgegeben werde müssen. Verspätete Abgabe führt zur nicht AuszahlungDiese Aussage wurde allerdings nie in die Tat umgesetzt bis ich (s.o.)nach Urlaub fragte.Bis heute fehlen mir Spesen für den Monat Juli und August und anteilsmäßiger Lohn/Spesen für September.In der Kündigung Steht das das noch laufende Darlehen von den mir noch zustehenden Betrag abgezogen wird, fals das nicht reicht muss ich den Restbetrag bis spätestens31.10.2011überweisen.Mehrmals habe ich meinen chef um wenigstens 1000Euro gebeten, die er mir verweigert weil er schon oft auf sein Geld verzichten musste.Mein Bruttolohn bewegt sich zwischen 2200 Euro und 1650 Euro.In der Kündigung steht auch das ich erst öffiziell seid Februar 2010 angestellt bin anstatt Mitte 2009(Abschluss mündlicher Arbeitsvertrag).Von den 6100Euro Darlehen habe ich durch monatliche Raten bisher 1030Euro abgezahlt , muss laut Arbeitgeber noch 5830Euro zurückzahlen.Leider kann ich mich nicht daran erinnern ein Darlehensvertrag unterschrieben zu haben aber mein ehemaliger Arbeitgeber sagt ja allerdings einiges später als zum zeitpunkt an dem ich das Geld erhalten habe.Meine Fragen sind.
1. Ist die Fristlose Kündigung rechtens?wenn nicht habe ich Anspruch Auf Kündigungsfrist/evt. sogar Abfindung?
2.In wie weit darf er Lohn und Spesen einbehalten
3.In wie weit müssen mir Resturlaubstage ausgezahlt werden?
4.Wie verhalte ich mich bezüglich des Darlehens ohne/gegebenenfalls mit Darlehensvertrag.
5.Was kann ich fordern bezüglich Lohn, Spesen, evt Entschädigungen (Abfindung, Entschädigung wegen Mietschulden, Kontorückbuchungen, Geld das ausbleibt um sich zu verpflegen.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

zu 1) Mehrmalige Verspätungen können durchaus eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen. Voraussetzung ist hierfür in der Regel eine Abmahnung. Diese ist nach Ihrer Darstellung wohl erteilt worden. Um eine abschließende rechtliche Beurteilung abzugeben sind die Einzelheiten relevant - wie oft und wie lange der Arbeitsbeginn verspätet war. Ein Anspruch auf Abfindung besteht bei gerechtfertigten außerordentlichen Kündigungen nicht.

Zu 2) wenn Ihr Arbeitgeber Gegenansprüche hat, kann er aufrechnen, allerdings nur bis zum unpfändbaren Teil Ihrer Forderung. Eine Ausnahme besteht dann, wenn er Ansprüche aus vorsätzlicher unerlaubter Handlung hat. Dies wäre möglicherweise im Hinblick auf die Situation mit der Europalette der Fall. Allerdings müsste dann die Schadensersatzforderung substantiiert vorgetragen werden. Voraussetzung ist zudem, dass Ihrerseits mindestens normale Fahrlässigkeit vorliegt, um zumindest anteilig für den Schaden einstehen zu müssen. Dies kann ich ohne detaillierte Sachverhaltsschilderung nicht beurteilen. Wenn die Verfallfrist im Arbeitsvertrag nicht festgeschrieben ist, dann besteht meiner Meinung nach keine Wirksamkeit.

Zu 3) Die restlichen Urlaubstage müssen abgegolten werden, wenn der restliche Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr gewährt werden kann. Gesetzlich haben Sie einen Anspruch auf 24 bzw. 20 Tage pro Jahr, je nachdem, ob eine sechs - oder fünf - Tage - Woche vereinbart wurde. Möglicherweise sind auch wirksame Verfallfristen bezüglich des Urlaubs im Arbeitsvertrag festgeschrieben. Die kann ich ohne Einsicht in den Arbeitsvertrag nicht abschließend beurteilen.

Zu 4) Lassen Sie sich den Darlehensvertrag zeigen, wenn Sie sich nicht mehr erinnern können. Dementsprechend müssen Sie das Darlehen dann zurückzahlen.

Zu 5) Diesbezüglich rate ich Ihnen den zu Unrecht behaltenen Betrag gerichtlich einfordern.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Astrid Hein
Rechtsanwältin

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