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Ist das strafbar??


22.02.2007 16:57 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Meine Frage ist sehr komplex. Folgender Sachverhalt: Ich bin sehr gutmütig und manchmal auch etwas leichtgläubig. So erzählte mir mein Freund, daß er einen Geschäftsmann kennengelernt hat, der ihn und auch mich einstellen wollte. Das hat letztlich alles nicht geklappt und ich weiß nicht einmal, ob es diesen Geschäftsmann überhaupt gibt. Vor diesem Hintergrund der Einstellung und des gesicherten Verdienstes habe ich bei 4 Leuten Geld geborgt und es meinem Freund gegeben, daß er es per Banküberweisung an meine Freundin nach Tschechien schicken sollte. Er hat mir aber nie Belege vorgelegt und ich glaube, das Geld kam nie an. Auch zu meiner Freundin habe ich keinen Kontakt mehr, keine Handynummer mehr, garnichts. Leider habe ich mit meinem Freund auch nichts schriftlich vereinbart. Nur meine Mutter weiß, daß ich ihm Geld gegeben habe, hat das aber auch nie selbst gesehen. Mein Freund war schon einige Male vor Gericht, auch wegen Betrug usw. Nun ist es so, daß mich die 4 Leute angezeigt haben und auch eine Verhandlung ansteht. Es geht insgesamt um 6000,00 €, ich bin noch nie strafrechtlich in Erscheinung getreten. Wie soll ich mich verhalten?? Soll ich dem Richter die ganze Geschichte so erzählen oder erklärt er mich für verrückt? Gegen meinen Freund kann ich sicher nichts machen, da er es bestreitet, je Geld von mir zur Weiterleitung erhalten zu haben. Und was kann schlimmstenfalls an Strafe auf mich zukommen?? Danke.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Ihr Verhalten ist strafbar, wenn Sie im Zeitpunkt der Darlehensverträge oder zu einem anderen Zeitpuntk die Absicht hatten, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen.
Nach Ihren Schilderungen war das nicht der Fall, eine Betrugsabsicht kann ich unter Zugrundelegung Ihrer Ausführungen nicht feststellen. Die Rückforderung der einzelnen Darlehen müssten daher die Darlehensgeber auf dem Zivilrechtswege durchsetzen.
Sie sollten aber noch mitteilen, warum Ihr Freund das Geld an Ihre Freundin überweisen sollte (waren das Schulden bei Ihrer Freundin ?). Was der Grund der Transaktion über einen Dritten ?

Dem Gericht sollten Sie den ganzen Sachverhalt - so wie er sich ereignet hat - mitteilen, da diese Einlassung für die Strafbarkeit erhebliche Bedeutung hat. Wenn Sie sich hierzu nicht in der Lage sehen, empfehle ich die Mandatierung eines Strafverteidigers vor Ort, der für Sie eine entsprechende Einlassung formulieren wird und ggfls. auch in der Verhandlung verlesen kann.

Im schlimmsten Fall einer Verurteilung müssen Sie mit einer Geldstrafe rechnen. Eine Freiheitsstrafe scheidet von vornherein aus, da Sie bisher unbestraft sind und der Schaden verhältnismäßig gering ausfällt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 23.02.2007 | 08:03

Recht vielen Dank für Ihre Ausführungen. Nur eine Frage noch? Kann ich meinen Freund strafrechtlich belangen? Ich habe allerdings keinen einzigen Beweis und er bestreitet, je Geld von mir erhalten zu haben. Vielen herzlichen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.02.2007 | 13:13

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Bei der von Ihnen geschilderten Konstellation stünde Aussage gegen Aussage. Ohne ein weiteres Beweismittel (Schriftstück oder Zeuge, der die Übergabe des Geldes beobachtet hat) sind die Erfolgsaussichten, Ihren Freund haftbar zu machen, äußerst gering und tendieren im Grunde gegen Null.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positivere Auskunft erteilen konnte.

Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

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