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Ist das gewerblicher Betrug?


26.11.2007 03:47 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mit zwei Geschäftsleuten zusammen gearbeitet, die mich leider in eine Sache des angeblichen gewerblichen Betruges rein gezogen haben.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit knapp 3 Jahren und so wie es aussieht kommt es Anfang des nächsten Jahres zur Geichtsverhandlung. Termin wurde aber noch nicht gesetzt.

Hier die Fakten....

Ein Versicherungsmakler hat bei mehreren Versicherungsgesellschaften Vermittlerverträge gehabt.

Dann hat er Kunden angeworben, die Fondsgebundene Rentenversicherungen abschliessen sollten. Pro Kunde ca. 10-15 Verträge mit ca. 100 Euro Monatsbeitrag und einer Laufzeit von ca. 30-35 Jahren.
Den Kunden wurden die Beiträge bezahlt von den Provisionen, die er von den Gesellschaften bekommen hat. Das Geld sollte angelegt werden (Refinanzierungsgeschäft). So dass die Beiträge solange bezahlt werden können bis die Stornohaftungszeit (ca. 3 Jahre) ausläuft und der Makler bei einem Storno keine Provisionen mehr zurück bezahlen muss. Da die Versicherungsgesellschaften i. d. R. ihre gesamten Gebühren in den ersten drei Jahren kassieren, ist ja da keine erkennbare Absicht bz. Vorsatz diese Gesellschaften zu schädigen.

Im konkreten Fall war es aber so dass die Gesellschaften die Provisionszahlungen wohl eingestellt hatten und das alles nicht mehr funktionierte.

Es ist so dass nicht die Gesellschaften keine Anzeige erstattet haben sondern dieser Makler bei der Polizei war mit Selbstanzeige und dass er behauptet hat ich sei an allem schuld.

Gegen den Makler wird mittlerweilen auch nicht mehr ermittelt sondern nur noch gegen mich mit dem Vorwurf der Makler sei ein "willenloses Werkzeug" von mir gewesen. Ich möchte auch noch bemerken dass der Makler bei einer Bank als stellvertretender Abteilungsleiter beschäftigt war und ich gerade mal eine Lehre als Bürokaufmann habe und mich mit dem ganzen Zeug auch nicht auskenne was da genau gemacht wurde.

Die Gesellschaften haben sogar geschrieben dass sie mich nicht mal kennen und nur mit ihm zu tun hatten. Allerdings gibt es Zeugen die jetzt behaupten ich sei der "chef" gewesen weil wir in einem Büro zusammen waren. Allerdings war ich hauptsächlich für Personal und Internet zuständig.

Geschätzter Gesamtschaden: Ca. 300.000 Euro
Es wird auch vor der großen Strafkammer des Landgerichts verhandelt werden.

Bin auch nicht in U-Haft und es besteht keine Fluchtgefahr. Bin bis jetzt auch nicht vorbestraft. Habe einen festen Wohnsitz und bins seit ca. 6 Monaten selbständig im Marketingbereich mit einer kleinen Firma tätig.

Hier nun meine Fragen:

Ist das gewerblicher Betrug?

Mit welcher Strafe kann man in so einem Fall i.d.R. rechnen? (Obwohl ich nichts damit zu tun habe. Nur die Staatsanwaltschaft lässt nicht locker mit dem Thema er sei ein willenloses Werkzeug von mir gewesen. Er hat auch alle Verträge als Vermittler unterzeichnet.)

Können Sie mir eine Empfehlung geben wie ich am besten meine Unschuld beweisen kann? Diese Sache zerstört mein ganzes Leben, meine ganze Existenz. Kann kaum noch schlafen und bin psychisch total fertig.

Bitte sehr um Ihre Hilfe! Vielen Dank im voraus!

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Sehr geehrte Ratsuchende,


vorbehaltlich der unbedingt notwendigen Akteneinsicht könnte man hier in der Tat von einem Betrug in einem besonders schweren Fall ausgehen, so dass ein Strafmaß von einem Jahr bis zu zehn Jahren auszugehen ist.

Ob eine solche Freiheitsstrafe aber verhängt wird, hängt von den Gesamtumständen ab, die ohne nähere Akteneinsicht nicht vorherzusagen sind.

Hier sollten Sie möglichst schnell einen Anwalt beauftragen, zumal ja auch Ihre Beteiligung an der Tat wohl eine andere ist, als Ihnen vorgeworfen wird. Dann sollten aber auch schenll weitere Beweisantritte erfolgen, so dass der Gang zum Anwalt für Sie unumgänglich ist.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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