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Ist das eine Situation für eine fristlose Kündigung


26.06.2007 18:29 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo,

ich befinde mich derzeit in einer für mich nicht mehr auszuhaltenden Lage.
Ich wohne in einer Wohngemeinschaft die sich auf 2 Etagen verteilt und offen ist ( keine abschlusstüren die die Etagen trennen) im selben Haus wohnt noch mein Vermieter mit seiner Familie.
Einer meiner Mitbewohner tyranisiert schon seit letzem Jahr den Vermieter und uns damals noch nicht so erheblich wie jüngst.
Er hat nachts vor der Tür randaliert und später die tür eingetreten weil ihm niemand geöffnet hat und ist dann direkt an die Tür meines vermieters( die sich direkt vor meiner befindet) und hat dort so lange gepolltert und gebrüllt( sehr aggressiv mit verbal ausfälligen Beleidigungen und auch Drohungen) als mein vermieter ihm öffnete schlug er direkt auf ihn und seine Frau ein , da ich das alles mitbekommen hab und Panik bekommen habe , rief ich die Polizei an wo auch Anzeige gegen meinen Mitbewohner gestellt wurde ( nicht die erste seit er hier wohnt)

Jetzt habe ich ständig Angst das es nochmal passiert oder das seine Aggressionen sich nun gegen mich richten da ich es war die die Polizei gerufen hat. Anzumerken ist noch das mein Mitbewohner psychisch Krank ist ( Borderline-Syndrom) seine Medikamente allerdings nicht nimmt stattdessen aber Kokain und Alkohol in nicht unerheblichen Mängeln konsumiert und somit ständig ein Maß an Agression und leichter Reizbarkeit an den Tag legt.
Ich bin selbst derzeit in psychologischer Behandlung da ich ein Burn Out hatte und die derzeitige Wohnsituation meinen Therapie erfolg natürlich gefärdet was mir von der Ärztin auch bestätigt werden würde.

Meine Frage nun ist das ein Grund um meinem Vermieter die fristlose Kündigung auszusprechen, und wenn ja was genau muss diese enthalten.

Vorab schonmal herzlichen Dank, leider hab ich nicht soviel Geld um hier einen angemessenen Preis zu zahlen aber ich hoffe das meine Frage dennoch beantwortet wird da es mir sehr wichtig ist.


Sehr geehrter Rechtsuchender,
eine fristlose Kündigung des Mietvertrages kann bei Vorliegen von Gründen gem. § 543 BGB erfolgen.
Dabei sind Sie aber verpflichtet dem Vermieter ein Aufforderung zur Abstellung der Störungen des Mitmieter zu übersenden. Diese Aufforderung muss eine Fristsetzung enthalten § 543 Abs. 3 BGB.
Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn diese Fristsetzung offenbar sinnlos ist oder die Abmahnung keinen Erfolg verspricht.
Sollten Sie dem Vermieter schon eine Aufforderung zur Abstellung der Störung erklärt haben und hat er nicht abgeholfen, könnten Sie ein fristlose Kündigung aussprechen.
Sie müssen in dieser Kündigung folgendes berücksichtigen:
a) wann wurde abgemahnt,
b) die Störung wurde nicht abgestellt,
c) wegen welchem Mangel (Störung) kündigen Sie das Mietverhältnis
d) Die Kündigung muss entweder übergeben oder per Einschreiben mit Rückschein übergeben werden.

Sie sollten dann gleich bekannt geben, wann Sie die Wohnung übergeben wollen.
Bitte überlegen Sie aber, dass die fristlose Kündigung auch für Sie Nachteile hat. Sie müssen eine neue Wohnung anmieten. Dieses ist meist mit Kosten verbunden.
Deshalb rate ich vielmehr mit dem Vermieter das Gespräch zu suchen und um Kündigung des Mietvertrags zwischen Vermieter und dem störenden Mieter zu ersuchen.
Im übrigen können Sie natürlich auch weitere Schritte vornehmen:
1. Mietzinseinbehalt für den Zeitraum der Störung (ca. 10 %)
2. Ankündigung der vorläufigen Anmietung einer Ersatzwohung bis die Störung beseitigt ist,
3. Umlegung der dann entstehenden Kosten auf den Vermieter,
4. anschließend Kündigung der Wohnung, für den Fall dass die Störung auch nach einer Woche nicht beseitigt ist.
Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie mir gern kontaktieren. Bitte beachten Sie aber, dass der Einsatz dann erhöht werden muss. Streitwert sind hier mindestens eine Jahresmiete!
Mit freundlichenn Grüßen
Steffen Rogge
Rechtsanwalt
Balan Stockmann & Partner

Nachfrage vom Fragesteller 26.06.2007 | 19:08

Was genau bedeutet Streitwert ist eine Jahresmiete?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.06.2007 | 23:46

Sollten Sie sich mit dem Vermieter wegen der Kündigung streiten und wäre die Bemessungsgrundlage für die RA Gebühren bzw. Gerichtskosten das 12 fache Ihrer Miete. Von dem Betrag aus werden die Rechtsanwalts- bzw. Gerichtskosten berechnet, welche Sie / Ihre Rechtschutzversicherung zu bezahlen hätten.
Sie sehen 20 EUR reichen bei weitem nicht aus. Deshalb kann die Beantwortung Ihrer Fragen nur ein sehr kleiner Anhaltspunkt sein. Sie müßten schon mehr investieren, damit Ihre Anfrage vollständig geprüft werden kann.
Dazu sollten Sie zuerst den Mietvertrag vorlegen und eine Historie der Ereignisse aufschlüsseln.
Dann kann ich Ihnen oder ein Kollege vor Ort weiter helfen und Sie ausführlich beraten.
Sollten Sie diese Mittel nicht haben, können Sie beim örtlichen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen. Diese hilft Ihnen über die ersten Beratungskosten hinweg.
Mit freundlichen Grüßen
Steffen Rogge
Rechtsanwalt

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