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Ist das Testament noch gültig?

| 23.01.2009 19:43 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Meine Mutter ist im März 2007 verstorben und hat ein Testament hinterlassen. In diesem Testament hat sie meinen Bruder als alleinigen und uneingeschränkten Erben bestimmt. Demnach erbt er die Immobilie und muss an die Geschwister (2 Schwestern) je einen Geldbetrag innerhalb von 5 Jahren auszahlen. Den Hausrat und das Barvermögen sollen die Geschwister sich gemeinsam teilen - jeder bekommt 1/3.
Im Nov. 2003 hat meine Mutter die Immobilie an meinen Bruder verkauft, (sie war zu diesem Zeitpunkt bereits 80 Jahre alt und pflegebedürftig Stufe II) in Form einer Leibrente (meine Schwester und ich wurden nicht davon in Kenntnis gesetzt). Er hat ihr monatlich 500 € bis zu ihrem Tod bezahlt. Außerdem hatte sie ein Wohnrecht, dass mit jährlich 4000 € verrechnet wurde.
Frage: Ist das Testament aus dem Jahre 1987 trotzdem noch gültig, also stehen meiner Schwester und mir der Geldbetrag sowie 1/3 des Barvermögens zu? Mein Bruder behauptet, dass auf Grund des Immobilienverkaufs, wir keinen Anspruch mehr auf das Geld haben. Er ist bereit jedem von uns 1/3 des Barvermögens zu zahlen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Der vorliegende Sachverhalt bedarf einer Auslegung. Das Testament isst immer nach dem wirklichen Willen des Erblassers auszulegen und das es noch Gültigkeit besitzt, § 2084 BGB

Das Testament kann dahingehend ausgelegt werden, dass die Geldzahlung nach §§ 2052, 2050 BGB als Ausgleich für die Übertragung des Hauses gezahlt werden soll. Denn der Bruder hat ja das Haus tatsächlich erhalten und somit sind die Voraussetzungen für die Geldzahlung gegeben.

Eine andere Auslegung würde sich auch noch ergeben, wenn die beiden anderen Geschwister tatsächlich enterbt wurden und nur einen Anspruch auf den Pflichtteil hätten. Dann könnte eine Ausgleichung nach § 2316 BGB erfolgen.

Somit besteht der Anspruch auf den festgelegten Geldbetrag im Testament.

Ich hoffe Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel. für Rechtsberatung: 0 90 01277 59 1 (2,59 €/Min., Mobilfunk kann abweichen)
Tel.: 0351 2699394
Fax: 0351 2699395
E-Mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de
www.scheidung-deutschlandweit.de






Nachfrage vom Fragesteller 26.01.2009 | 19:55

Ich verstehe die zweite Auslegung nach § 2316 nicht ganz. Der Erbteil, den meine Mutter für uns bestimmt hat, ist wertmäßig weniger als der Pflichtteil. Können wir mehr als den vermachten Geldbetrag verlangen, obwohl sie die Immobilie an unseren Bruder verkauft hat?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.01.2009 | 11:16

Ja, Sie können mehr als den Geldbetrag verlangen, denn der Pflichtteil muss Ihnen stets gewährt werden.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 26.01.2009 | 19:25

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 26.01.2009 3,6/5,0
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