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Ist das Erbe verloren?

03.11.2012 00:12 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Meine Mutter heiratet 1974 zum zweiten mal. Sie bringt zwei leibliche Kinder (mich und eine Schwester) in die Ehe mit ein. Mein Stiefvater bringt ebenfalls ein leibliches Kind mit. Einige Jahre später wird noch ein gemeinsamer Junge geboren. Insgesamt also vier Kinder wovon drei Abkömmlinge von der Mutter sind

Am 7.7.2009 verstirbt die Mutter. Gesetzliche Erbfolge tritt ein.
Zum Stichtag 8.7.2009 verfügt das Ehepaar bei der Volksbank über zwei gemeinsame Konten Beide Konten sind auf den Namen „Ehepaar XXX" ausgestellt (Oderkonten) mit gleichberechtigten Zugangsrecht. Auf den Konten befinden sich zum Sterbetag insgesamt 19885 Euro.

Am 8 Dezember 2010 wird durch das zuständige Amtsgericht ein gemeinschaftlicher Erbschein ausgestellt. Aufgrund der Erbfolge erhält mein Stiefvater die Hälfte und die drei leiblichen Kinder jeweils 1/6 Anteil.
In Zahlen ausgedrückt. Meiner Mutter gehörten 50 Prozent der Volksbankkonten. Demnach hat sie 9942 Euro zu vererben. Stiefvater erbt 4971,25 Euro. Jedes der drei leiblichen Kinder erhält 1657 Euro.

Der Stiefvater zahlt das Erbe nicht aus eignem Antrieb aus. Das Thema ist innerhalb der Familie tabuisiert Beim Schuldner zeigen sich zunehmende Merkmale einer Demenz, gesundheitliche Probleme nehmen zu. Die Sache wurde so gravierend das wir am 9.8.2012 zu einem Notar gingen um eine General Versorgungsvollmacht/Betreuungs- auszustellen.
Diese Verfügung berechtigt mich meinen Stiefvater in allen Vermögensrechtlichen Angelegenheiten zu vertreten.

Kurz darauf wurde ein gutartiger und operabler Gehirntumor bei meinem Stiefvater diagnostiziert. Der Tumor machte den geistig/körperlichen Zerfall erklärbar. Die Ärzte waren optimistisch dass sich sein gesundheitlicher Zustand bessern wird. Deshalb verschoben wir die Auszahlung der Erbanteile um nichts hinter seinem Rücken zu machen.
Für uns völlig überraschend starb mein Stiefvater zwei Wochen nach der Operation.

Zum Stichtag seines Todes sind die Erbanteile meiner Mutter immer noch nicht ausgezahlt. Meine Schwester behauptet das Geld wäre nun verloren.
Erbberechtigt wären jetzt nur noch die beiden leiblichen Söhne meines Stiefvaters - also Stief und Halbruder. Ich und meine Schwester als Abkömmlinge der Mutter sind nicht mehr berechtigt ihr Erbe einzufordern. Jeder Cent auf den Volksbankkonten gehört jetzt den Nachkommen des Stiefvaters.

Meiner Meinung nach kann das nicht stimmen. Wir haben das Erbe nicht ausgeschlagen.
Auf dem Konto liegen drei Erbanteile 3x 1657 Euro die meinem Stiefvater nicht gehören.
Das ist durch den Erbschein vom 8.12.2010 des Amtsgerichts belegt. Das Geld müsste sogar unverzüglich ausgezahlt werden, denn es wäre normalerweise nicht dort und hat mit dem Ableben des Kontoinhabers nichts zu tun. Der Stiefvater hat die Auszahlung versäumt. Ich habe dank Vollmacht Zugriff auf das Konto und bin geneigt die Sache endlich zum Abschluss zu bringen.

Gibt es eine Frist bis ein Erbe auszuzahlen ist? Erlischt mein Anspruch mit dem Ableben des Stiefvaters?
Ist es wirklich so dass mein Stief und der Halbruder jetzt auch das Geld meiner Mutter bekommen? Wie ist die Sache rechtlich zu sehen? Welche Schritte sind empfehlenswert?

03.11.2012 | 00:42

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

das Erbe ist bei Ihnen selbstverständlich noch nicht verloren, da diese Ansprüche gem. § 197 BGB erst nach 30 Jahren verjähren.

Anspruchsgegner sind jedoch jetzt die rechtmäßigen Erben des Stiefvaters.

Wegen einer eigenmächtigen Kotenverfügung sollten Sie davon Abstand nehmen, da eine derartige Vollmacht beim Ableben erloschen ist, wenn die Vollmacht dies nicht explizit anders regeln sollte.

Sie sollten daher die Erben unter Fristsetzung und Begründung des Sachverhaltes auffordern, Ihnen das jeweilige Erbe auszuzahlen.

Sollte dies nicht passieren, können Sie den Ausgleichsanspruch gerichtlich geltend machen.

Wenn Sie dafür Unterstützung brauchen sollten, steht Ihnen meine Kanzlei jederzeit zur Seite.


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