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Ist-Versteuerung und Versteuerung für Kleinstunternehmer


18.07.2005 21:42 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
ich habe mich zum 04.07.04 als Kosmetikerin selbständig gemacht.
Bekomme noch Harz IV und Einstiegsgeld vom Arbeitsamt (zusammen 540,00 Euro) darf laut AA noch 250,00 - 300,00 Euro dazuverdienen.
Das Finanzamt möchte jetzt von mir die Versteuerung wissen.
Ist-Versteuerung oder Versteuerung für Kleinstunternehmer.
Was ist für mich das günstigste.

mfg.
marlen
18.07.2005 | 22:18

Antwort

von


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Sehr geehrte Rechtssuchende,

grundsätzlich ist die Ist-Besteuerung die günstigte steuerliche Variante, aber nur, wenn Sie auf Ihre Umsätze Umsatzsteuer erheben.

Bei der Ist-besteuerung müssen Sie nämlich im Gegensatz zur Soll-Besteuerung die Umsatzsteuer nur dann an das Finanzamt abführen, wenn der Kunde Ihre Rechnung auch tatsächlich bezahlt hat.

Wollen Sie also die Umsatzsteuer geltend machen, dann sollten Sie beim Finanzamt einen Antrag auf Ist-Besteuerung stellen.

Sie können allerdings, da Sie voraussichtlich nur geringe Umsätze im Jahr haben werden auch als Kleinstunternehmer gegen die Umsatzsteuerpflicht optieren. Das bedeutet, dass Sie in Ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen müssen und keine Umsatzsteuer monatlich an das Finanzamt abführen müssen. Des Weiteren müssen Sie nicht am Enden des Jahres eine Umsatzsteuerjahreserklärung abgeben. Der Nachteil ist allerdings, dass Sie auf Betriebsmittel (in Ihrem Fall zB Kosmetik, die Sie beruflich verwenden werden) nicht die Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen dürfen. Wenn zB die Kosmetik mit MWSt 116 EUR kostet, dann können Sie, wenn Sie in Ihren Rechnungen die Umsatzsteuer ausweisen 16 EUR vom Finanzmat zurückholen. Dies können Sie allerdings nicht, wenn Sie sich für die Kleinunternehmerbesteuerung entscheiden.

Entscheiden Sie sich allerdings für die Kleinunternehmerbestuereung, haben Sie viel weniger bürokratischen Aufwand. Sie brauchen in Ihren Rechnnungen nicht die Umsatzsteuer ausweisen, brauchen keine monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben und keine Umsatzsteuerjahreserklärung abgeben.
Sollten Sie also steuerlich nicht gewandt sein, rate ich Ihnen eher zur Kleinunternehmerbesteuerung.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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