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Ist Unterschriftsfälschung in der Firma rechtlich relevant ?


| 11.11.2013 00:55 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



In einem firmeninternen doc-Dokument habe ich meine Unterschrift als Grafik eingefügt. Die Weitergabe des Dokuments an alle Mitarbeiter sollte als pdf erfolgen.
Die zuständige Mitarbeiterin legte das Dokument zur Freigabe an unseren gemeinsamen Vorgesetzten zur Freigabe vor.
Dieser nahm ohne Rücksprache mit mir eine verstellende Änderung vor, die ich nie unterschreiben würde.
Das Rundschreiben an alle Mitarbeiter ging mit der veränderten Passage und meiner Unterschrift als pdf raus - erst dort las ich den veränderten Inhalt.

Ich habe dies reklamiert, es wurde jedoch als Geringfügigkeit (im Zitat sehr abwertend) abgetan.

Meine Fragen:
1. Welche arbeits- und/oder strafrechtliche Bewertung hat die "Unterschriftsfälschung" im Firmenverhältnis Chef - Angestellter ?
2. Welche Möglichkeiten bestehen - trotz Abhängigkeitsverhältnis (Chef-Mitarbeiter) - gegen die Unterschriftsfälschung vorzugehen ?
3. Gibt es Verjährungsfristen ?
4. Mittlerweile ist das Vertrauensverhältnis belastet. Ist der o.g. Sachverhalt arbeitsrechtlich für mich verwertbar ?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage im Rahmen einer Erstberstung wie folgt:

Meines Erachtens ist das Verhalten Ihres Vorgesetzten nicht von strafrechtlicher Relevanz.

Gleichwohl kann die Veränderung des Dokuments unter Umständen einen gravierenden arbeitsrechtlichen Verstoß darstellen, welcher Sie gegebenfalls zur Erteilung einer Abmahnung, in besonders schweren Fällen auch zum Auspruch einer fristlosen Kündigung des Arbeitsverhältnisses, berechtigen kann.

Ob dies hier der Fall ist, dürfte letztendlich davon abhängig sein, inwiefern das Dokument geändert worden ist, bzw. inwiefern Sie und Ihr Ansehen tatsächlich beeinträchtigt worden sind.

Dies lässt sich hier ohne nähere Kenntnisse der genauen Umstände leider nicht beurteilen.

Neben einer Abmahnung (gegebenenfalls einer Kündigung) könnte auch ein Anspruch auf Widerruf oder eine Gegendarstellung unter dem Gesichtspunkt der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gemäß Paragraph 242 BGB in Betracht kommen.

Diese Ansprüche unterliegen grundsätzlich der Verjährung gemäß Paragraph 195 BGB (drei Jahre), sollten aber unter dem Gesichtspunkt einer möglichen Verwirkung zeitnah in Angriff genommen werden.

Die eben aufgezählten Möglichkeiten lassen sich auch im Verhältnis Mitarbeiter/Vorgesetzter verfolgen und durchsetzen.

Da sich ohne weitere Kenntnisse der genauen Umstände nicht beurteilen lässt, ob Sie das Verhalten Ihres Vorgesetzten tatsächlich arbeitsrechtlich verwerten können (z.B. für eine fristlose Kündigung) rate ich Ihnen zu einer genauen anwaltlichen Überprüfung.

Gegebenfalls steht Ihnen meine Kanzlei unter Abrechnung des hier von Ihnen getätigten Einsatzes gerne Deutschlandweit zur Verfügung.

Bitte berücksichtigen Sie, dass es sich bei meiner Antwort in diesem Forum lediglich um eine erste Einschätzung handeln soll. Das persönliche Gespräch mit einem Rechtsanwalt kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Mainz,

Nino Jakovac
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 13.11.2013 | 00:52


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