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Ist Testamentsentwurf nach 9 Jahren gültig?

25.04.2013 22:52 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Hallo, meine Frau ist vor fast 9 Jahren gestorben. Wir hatten einen Ehevertrag. Geerbt haben meine Schwiegermutter und ich zu gleichen Teilen, weil wir kein Testament hatten.

Jetzt hab ich einen Testamentsentwurf gefunden, den wir ein Jahr zuvor gemacht haben. Den Entwurf hab ICH handschriftlich geschrieben - wir haben uns damals gegenseitig als Erben eingesetzt. Unterschrieben hat meine Frau nur mit Nachnamen und abgekürzem Vornamen (B.) - kein Datum von ihr. Datum steht oben.

Ist sowas gültig? Kann ich da noch was machen nach der Zeit? Denke eher nicht, das Erbe wurde ja schon ausgezahlt?

Meine Schwiegermutter hatte mir damals Generalvollmacht gegeben, die ich nie genutzt habe - jetzt wird sie ein Pflegefall und ich habe zufällig erfahren, daß mir diese Vollmacht entzogen wurde und sie jetzt ihre Steuerberaterin und ihre Nichte dafür eingesetzt hat, die jeden Cent für die Pflege sparen wollen.

Vielen Dank für eine Info!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Sie haben lediglich den Mindesteinsatz geboten und die kleinstmögliche Detailtiefe gewählt.

Grundsätzlich wäre ein wirksames Testament auch nach neun Jahren gültig, der Erbfall müsste neu aufgerollt bzw. rückabgewickelt werden.
Ein Testament ist dann wirksam wenn es vom Erblasser handschriftlich ge- und unterschrieben ist. Ein Ehegattentestament dagegen wäre auch dann wirksam wenn es von einem Ehegatten geschrieben und von beiden Ehegatten unterschrieben ist, das fehlende Datum wäre unbeachtlich.
Sie schreiben, dass das Testament von Ihnen geschrieben und von Ihrer Frau unterschrieben sei, in diesem Fall wäre es unwirksam, es sei denn Sie hätten es ebenfalls unterschrieben, da es dann als Ehegattentestament gelten würde.
Zudem müsste man sich das Testament genauestens ansehen, da Sie angeben es handele sich um einen Entwurf, aus der Urkunde müsste deutlich zum Ausdruck kommen, dass die Unterschreibenden rechtsverbindlich handeln wollten.
Sie sollten die Testamentsurkunde von einem Kollegen prüfen lassen und das weitere Vorgehen mit diesem erarbeiten. Gerne stehe auch ich Ihnen hierfür zur Verfügung. Kontaktieren Sier mich unter haberbosch@erbfall.eu und ich kann Ihnen eine unverbindliche Kostenschätzung mitteilen.
Falls es sich nach Prüfung tatsächlich um ein Testament handeln würde, wären Sie im Übrigen verpflichtet dieses beim Nachlassgericht abzugeben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Holger J. Haberbosch, Rechtsanwalt

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